In einer Reportage von Motherboard kommen die Flüchtlinge zu Wort, die Edward Snowden nach seiner Flucht aus dem Mira-Hotel in Hongkong für fast zwei Wochen versteckten:
Über Jahre wusste so gut wie niemand, wo sich Snowden in diesen zwei Wochen befand. Zu den wenigen Insidern zählten neben dem kanadischen Anwalt Robert Tibbo vier weitere Menschen. Sie heißen Ajith, Vanessa, Supun und Nadeeka. Ohne sie hätte er in diesen dramatischen Junitagen vielleicht nicht überlebt. Als die Welt noch damit beschäftigt war, Snowden für seinen Mut als Whistleblower zu bewundern, versteckten und versorgten sie ihn selbstverständlich in ihren winzigen Behausungen. Die Menschen, die ihm Obdach gaben, verstanden seine Situation sofort, denn schließlich sind sie alle selbst Flüchtlinge.
Die Reportage zeigt die schwierige Situation von Asylbewerbern in Hongkong auf. Herzerwärmend ist die Selbstverständlichkeit, mit der sie dem meistgesuchten Mann der Welt Unterschlupf gewährten. Und dies jeder Zeit wieder tun würden.
Schon im Dezember hatte der Vortrag „The Untold Story of Edward Snowden’s Escape from Hong Kong“ auf dem Chaos Communication Congress auf das Schicksal dieser Menschen aufmerksam gemacht (wir berichteten).
