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Nicht nur Bunnies: Hugh Hefner, der Bürgerrechtler

Playboy-Gründer Hugh Hefner ist tot. Vor lauter Erotik, Bunnies und berechtigter Kritik in Sachen Sexismus geht da mitunter der Bürgerrechtler Hefner in den Nachrufen ein bisschen unter. Dabei engagierte sich Hefner zeitlebens gegen Zensur und für Bürgerrechte. Angefangen vom Playboy Jazz Festival, bei dem zu Zeiten der Segregation schon schwarze Musiker auftraten und Einnahmen für…

  • Markus Reuter
Hugh Hefner war nicht nur Gründer des Playboy-Magazins, sondern auch Bürgerrechtler CC-BY 2.0: Alan Light

Playboy-Gründer Hugh Hefner ist tot. Vor lauter Erotik, Bunnies und berechtigter Kritik in Sachen Sexismus geht da mitunter der Bürgerrechtler Hefner in den Nachrufen ein bisschen unter. Dabei engagierte sich Hefner zeitlebens gegen Zensur und für Bürgerrechte.

Angefangen vom Playboy Jazz Festival, bei dem zu Zeiten der Segregation schon schwarze Musiker auftraten und Einnahmen für Bürgerrechtsorganisationen gespendet wurden. Auf den Festivals spielten schwarze und weiße Musiker zusammen auf der Bühne. In seinen Playboy Clubs hatten Schwarze Zutritt, damals alles andere als normal. Sein Playboy-Magazin sprach sich für das Recht auf Abtreibung aus, Hefner setzte sich mit der Playboy Foundation gegen Zensur ein und spendete Geld an die Bürgerrechtsorgansation ACLU. In den neunziger Jahren spendete er 100.000 Dollar an die University of California um einen Kurs über „Zensur im Kino“ zu finanzieren. Ein Artikel bei Quartz berichtet über diese Seite Hefners, ein Nachruf im Rolling Stone gibt einen weiteren Überblick.

Über die Autor:innen

  • Markus Reuter

    Markus Reuter recherchiert und schreibt zu Digitalpolitik, Desinformation, Zensur und Moderation sowie Überwachungstechnologien. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit der Polizei, Grund- und Bürgerrechten sowie Protesten und sozialen Bewegungen. Für eine Recherchereihe zur Polizei auf Twitter erhielt er 2018 den Preis des Bayerischen Journalistenverbandes, für eine TikTok-Recherche 2020 den Journalismuspreis Informatik. Bei netzpolitik.org seit März 2016 als Redakteur dabei. Er ist erreichbar unter markus.reuter | ett | netzpolitik.org, sowie auf Mastodon und Bluesky.

    Kontakt: E-Mail (OpenPGP)


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4 Kommentare zu „Nicht nur Bunnies: Hugh Hefner, der Bürgerrechtler“


  1. In keinen der Artikel wird erwähnt, dass er zudem 1970 das Startkapital VON 5000$ für die Gründung von NORML gespendet hat.
    Ohne NORML würde es heute in keinem amerikanischen Bundesstaat legales Cannabis geben.


  2. Alexandra Hiller

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    dennoch nicht vergessen: hefner ging es, wie markus schon ganz richtig schrieb, in erster linie um bürgeRrechte. da fehlt eine ganze hälfte der bevölkerung. sozusagen: hefners aktionismus fast schon redundant.


    1. Hast Du fuer diese Aussage etwas mehr Basis als die Abneigung gegen sein Geschaeftsfeld? Ernst gemeinte Frage, Danke.


  3. Alreech

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    Ehrlich gesagt, spielt das eine Rolle ?
    Charlton Heston war auch Bürgerrechtler, aber wenn er als Person dazu verwendet werden kann rechte Organisationen & Positionen (wie in Hestons Fall die NRA oder bei Heffner der Sexismus) bloßzustellen sollte man dies tun.

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