Playboy

  • : Playboy verklagt Boing Boing – wegen Links
    Bunny-Ohren: das Markenzeichen des Playboy.
    Playboy verklagt Boing Boing – wegen Links

    Das Erotikmedien-Unternehmen Playboy verklagt das bekannte US-Blog Boing Boing, weil dieses in einem Artikel ein Youtube-Video eingebettet und einen Link auf den Bildhoster Imgur gesetzt hat. Die verlinkten Inhalte enthielten Bilder aller 746 Playmates, die der Playboy bis dahin veröffentlicht hatte.

    Boing Boing schreibt nun:

    Die Klage von Playboy basiert auf einer imaginären (und gefährlichen) Version des US-amerikanischen Urheberrechtsgesetzes, es gibt noch keinen Präzedenzfall. Der Playboy – einst legendärer Vorreiter für die Presse- und Meinungsfreiheit – führt jetzt eine abwegige Copyright-Theorie ein: Nach dieser ist es illegal, auf Dinge zu verlinken, die andere Leute im Internet gepostet haben. Und das unter der Androhung von Millionen Dollar Schadenersatz – eine Summe, die uns (und jedem anderen kleinen Verlag in Amerika) das Genick brechen würde.

    Auch die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat für das Blog Stellung bezogen. Boing Boing habe keine Bilder des Playboys hochgeladen, veröffentlicht, gehostet oder gespeichert. Das Blog habe weder die Kontrolle über die Bilder noch habe es zur Verletzung der Urheberrechte beigetragen. EFF-Anwalt Daniel Nazer sagt:

    Wir fordern das Gericht auf, diese äußerst fehlerhafte Klage abzuweisen. Journalisten, Wissenschaftler, Forscher und gewöhnliche Menschen im Internet haben das Recht, auf Material, auch urheberrechtlich geschütztes Material, zu verweisen, ohne davor Angst haben zu müssen, verklagt zu werden.

    19. Januar 2018 1
  • : Nicht nur Bunnies: Hugh Hefner, der Bürgerrechtler
    Hugh Hefner war nicht nur Gründer des Playboy-Magazins, sondern auch Bürgerrechtler
    Nicht nur Bunnies: Hugh Hefner, der Bürgerrechtler

    Playboy-Gründer Hugh Hefner ist tot. Vor lauter Erotik, Bunnies und berechtigter Kritik in Sachen Sexismus geht da mitunter der Bürgerrechtler Hefner in den Nachrufen ein bisschen unter. Dabei engagierte sich Hefner zeitlebens gegen Zensur und für Bürgerrechte.

    Angefangen vom Playboy Jazz Festival, bei dem zu Zeiten der Segregation schon schwarze Musiker auftraten und Einnahmen für Bürgerrechtsorganisationen gespendet wurden. Auf den Festivals spielten schwarze und weiße Musiker zusammen auf der Bühne. In seinen Playboy Clubs hatten Schwarze Zutritt, damals alles andere als normal. Sein Playboy-Magazin sprach sich für das Recht auf Abtreibung aus, Hefner setzte sich mit der Playboy Foundation gegen Zensur ein und spendete Geld an die Bürgerrechtsorgansation ACLU. In den neunziger Jahren spendete er 100.000 Dollar an die University of California um einen Kurs über „Zensur im Kino“ zu finanzieren. Ein Artikel bei Quartz berichtet über diese Seite Hefners, ein Nachruf im Rolling Stone gibt einen weiteren Überblick.

    28. September 2017 4
  • : EuGH schränkt Linkfreiheit ein: Kommerzielle Nutzer können schon mit einem Link das Urheberrecht verletzen [Updates]
    Hyperlinks sind die grundlegenden Bausteine des Internets (<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Internet1.jpg">Foto</a>: Rock1997 , <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">CC-BY-SA</a>)
    EuGH schränkt Linkfreiheit ein: Kommerzielle Nutzer können schon mit einem Link das Urheberrecht verletzen [Updates]

    In einem aktuellen Urteil schränkt der Europäische Gerichtshof die Linkfreiheit ein. Bereits das bloße Verlinken auf online zugängliche Inhalte könne eine Urheberrechtsverletzung darstellen.

    8. September 2016 42