Durch die überraschend angekündigte Rochade der SPD in Folge der Steinmeier-Präsidentschaftskandidatur und des Kanzlerkandidatenwechsels wird Brigitte Zypries unerwartet Wirtschaftsministerin. Die bisherige Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium und frühere Justizministerin erbt damit auch einen weiteren Titel von Gabriel, der bisher einer von drei Internetministern der Großen Koalition war.
Wir gratulieren damit Brigitte Zypries zum ersten weiblichen Internetminister in Deutschland, auch wenn ihr aufgrund des Parteienproporzes nur ein Drittel des Postens zusteht und die anderen beiden Drittel auf CDU (Thomas de Maizière) und CSU (Alexander Dobrindt) aufgeteilt werden.
Vielleicht ändert sich das ja alles wieder nach der Bundestagswahl. Zu hoffen ist es, denn die Aufteilung auf mehrere Minister führt eher zu Missgunst, Neid und Profilierungsstreben als tatsächlich zu einer konsequenten Netzpolitik.