Amazons Assistenzwanze Echo jetzt auch mit Kamera

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Amazon verpasst mit dem angekündigten Produkt „Echo Look“ seiner Assistenzwanze „Alexa“ jetzt auch eine Kamera. Das Produkt soll dem Kunden dabei helfen, gut angezogen zu sein. Dafür soll das Gerät irgendwo dort platziert werden, wo man sich anzieht. Zum Beispiel im Schlafzimmer. Dort können die Kunden sich dann aufnehmen und das Bild an den eingebauten „Style Check“ und damit in Amazons Cloud schicken, wo es nach Informationen von Motherboard unbegrenzt gespeichert wird. Die Technologiesoziologin Zeynep Tufekci kritisiert, dass mittels der Aufnahmen nicht nur der Look, sondern auch Schwangerschaften und Gesundheitszustände analysiert werden können.


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6 Kommentare
  1. Alexa ist ein hervorragendes Produkt, denn es offenbart noch besser als ein Smart?phone wie blöde ein Konsument ist, der es kauft.

    Survival of the fittest im digitalen Raum wird es zeigen, wie lange die Dümmsten aller Dummen noch eine Chance haben. In der Zwischenzeit muss man es wohl kreativen Konzernen überlassen, daraus ein big business zu machen.

  2. Dieses „Style Check“ Feature nutzt die tiefsten Ängste der menschlichen Psyche aus: „Werden mich die anderen akzeptieren? Werde ich vielleicht aus meiner Clique ausgestoßen, weil ich nicht gut genug aussehe?“
    Hauptbenutzer dieser App werden in Zukunft verunsicherte Teenager sein, die bei der App Bestätigung suchen. Ein weiteres Stück zwischenmenschlicher Kommunikation wird wegfallen, denn wo im Zweifelsfall früher ein Freund/eine Freundin zur Stelle war, um bei der Klamottenwahl zu beraten und im besten Fall ein paar weise Worte zu Selbstbewusstsein und natürlicher Schönheit parat hatte, wird in Zukunft die KI empfehlen, besser gleich die neuesten Mode-Accessoires auf Amazon zu kaufen.

  3. Letztens wurde auch ein mit dem Internet verbundener Vibrator mit Kamera vorgestellt. Eine gewisse Dekadenz kann man den Erfindern solcher Kreationen nun wirklich nicht absprechen.

  4. Mir ist aufgefallen, heute als ich den Kachelofen gereinigt habe, waren meine Hände genau so schmutzig. Ich musste keine Kamera fragen, habe die Hände einfach gewaschen.

  5. Es bringt gar nichts sich aufzuregen. Schließlich werden die Kunden Amazon die Wanzen aus den Händen reissen. Ohne Algorithmus eine Kleiderauswahl treffen ist steinzeitliches Verhalten in der selbstoptimierten Gegenwart.
    „Freiheit ist Sklaverei“, und Sklaverei muss endlich abgeschafft werden.

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