Öffentlichkeit

Zum Abschuss freigegeben: Mit Drohnen gegen Hacker

Militärdrohne Reaper MQ-9. CC-BY 2.0 Defence Images

Die BBC meldete zum Jahresende, dass ein Hacker bei einem Raketenangriff ermordet worden sein soll. Sein Name sei Siful Haque Sujan, im Dezember 2015 hätte die Rakete ihn und zwei weitere Menschen an einer Tankstelle im syrischen Raqqah getötet. In einer Meldung des US-Verteidigungsministeriums heißt es dazu unter dem Motto Striking at the Head of the Snake:


netzpolitik.org - unabhängig & kritisch dank Euch.

Siful Haque Sujan was killed Dec. 10 near Raqqah, Syria. Sujan was an external operations planner and a United Kingdom-educated computer systems engineer.

Wie in den letzten Jahren zunehmend üblich, geht aus der Meldung des Ministeriums nicht eindeutig hervor, ob es sich um Drohnen- oder Flugzeugangriffe handelt. Bei Heise und beim britischen Telegraph ist aber explizit von militärischen Drohnen die Rede.

Der seit vielen Jahren andauernde Drohnenkrieg ist in den Medien kaum noch präsent, im Falle von Sujan dürfte dies deswegen anders sein, weil er aus dem britischen Cardiff stammt, wo er viele Jahre arbeitete und lebte. Die Polizei von South Wales ringt sich in der BBC daher folgendes Statement ab:

While we understand Mr Sujan had lived and worked in south Wales, he had left the UK in 2014 thus was not a resident of Wales at the time of his reported death.

Als würde man noch betonen müssen, dass sich die Tankstelle nicht in Cardiff, sondern in Syrien befand. Die zum Abschuss Freigegebenen befinden sich ja stets jenseits der westlichen Staaten.

Laut dem US-Verteidigungsministerium rechtfertigt den Drohnenmord folgende Verhaltensweise von Sujan:

Sujan supported IS hacking efforts, anti-surveillance technology and weapons development for the jihadist group.

Belege werden dafür nicht angegeben. Der aktuelle Bericht dürfte der zweite Fall von Drohnenmord an einem Hacker sein.

Durch die technisch notwendige Rolle der Relaisstation im deutschen Ramstein sind die ferngesteuerten Tšötungen nicht ohne hiesige Unterstützung denkbar. Wie viele Tote es im von Deutschland geduldeten Drohnenkrieg der USA bisher gegeben hat, ist allerdings nicht genau beziffert. Es gibt einigermaßen aussagekräftige Zahlen der Drohnentoten innerhalb von Pakistan, nicht aber für Syrien. Das nicht eben unter Pazifismusverdacht stehende Long War Journal ermittelt etwa für die Jahre 2004 bis 2016 in Pakistan 2.947 Drohnentote, von denen es 158 als Zivilisten einstuft. Das Bureau of Investigative Journalism zählt bis zu 3.468 Tote in Pakistan, von denen zwischen 473 und 893 Zivilisten gewesen sein sollen.

Der für Terrorismusabwehr zuständige Uno-Beauftragte, Ben Emmerson, verlangt von der US-Regierung, die Zahlen über die Drohnenangriffe in Pakistan, Somalia, dem Irak und dem Jemen endlich offenzulegen. Man sollte wohl auch Syrien auf die Liste schreiben.

Unterdessen mussten die US-Militärs einräumen, dass ihnen wieder eine ihrer unbemannten Drohnen vom Himmel gefallen ist und dass eine Drohnenbasis in Äthiopien doch besteht, deren Existenz bisher immer abgestritten worden war. Man wolle diese Drohnenbasis in Arba Minch nun aber schließen.

69 Kommentare
  1. Es tut mir leid, aber ich verstehe nicht, warum es schlimmer ist, dass der Betreffende von einer Drohne getötet wurde als von einem bemannten Kampfjet? Macht das für diejenigen, die den Befehl dazu gaben, oder für ihn selbst einen Unterschied? Den kann ich nicht erkennen…

    1. Krieg ist immer gleich, ob mit Sturmgewehr, Kampfjet oder Drohne. Da diese Islamisten uns am liebsten sofort den Kopf abschneiden würden sehe ich aber auch keine andere Möglichkeit als diese zu töten bevor sie Anschläge oder Kriegsverbrechen begehen können. Endweder wir bringen den Krieg zu denen, oder die bringen den Krieg zu uns.
      Nur für die Zivilisten ist das natürlich eine sehr üble sache, da es beim Drohnenkrieg keine klaren Fronten und Stellungen mehr gibt die man meiden oder vor denen man fliehen könnte, der Tod kann jederzeit und überall kommen.

      Sehe aber nicht das sich daran etwas in den nächsten Jahrzehnten ändern wird, die religiösen Fanatiker werden ja nicht weniger und die Zahl der Religionskriege innerhalb des Islam nimmt ja immer mehr zu. Der Religiöse Terror wird uns also erhalten bleiben, ob mit oder ohne Drohnen.

      1. „Da diese Islamisten uns am liebsten sofort den Kopf abschneiden würden sehe ich aber auch keine andere Möglichkeit als diese zu töten bevor sie Anschläge oder Kriegsverbrechen begehen können.“

        Diesen Satz indoktrinierter Blödheit muss man erst mal setzen lassen….

      2. @Linux Pinguin
        Ihr nächster Freigang wird wegen Realitätsferne und grobem Schwarz/Weiss Denken gestrichen.
        In der Bibliothek ist ihnen die Entleihe von gewaltverherrlichen Filmen der Kategorie „Rambo and Friends“ auch nicht mehr gestattet.

      3. Seht ihr denn nicht, dass mit jedem Drohnenmord die Anzahl der Islamisten zunimmt? Die werden doch so erst gezüchtet. Oder was hättest du noch für einen Lebenszweck, wenn deine Familie feige umgebracht worden wäre?
        Meiner Meinung nach ist das nicht die Lösung, sondern das Problem dazu.

      4. @wesendlich
        Ohne Argumente einfach nur unter die Gürtellinie beleidigen. Ist das Pazifismus für dich? Wenn ja, ein Grund mehr Realist zu sein.

      5. Hallo Linux Pinguin,

        lassen Sie sich von Traumtänzern wie Mike, wesendlich und Stefan H. nur nicht in die „Suppe spucken“ Sie haben völlig recht. Ich war in Ägypten, Malaysia, im Oman, habe in Thailand im muslimischen Stadtteil gewohnt, wurde von Dschibutis überfallen und ausgeraubt. Im Jemen wurde ich davor gewarnt, dass man mir die Kehle durchschneiden würde. Der Islam ist eine gewalttätige Religion die es aus Europa fern zu halten gilt.
        Gewalttätige Fanatiker sollten sich nirgendwo sicher fühlen können.
        So dümmlichen, unwissenden Personen wie Mike, wesendlich und Co wünsche ich für 2016 einen Kuraufenthalt im Jemen oder Saudi Arabien und zwar jeweils alleine und nicht in Ressorts – nicht damit man ihnen den Hals abschneidet sondern nur um zu wissen worüber sie schreiben. Sollte eine dieser Personen womöglich weiblich oder homosexuell sein wird es vermutlich für sie ein Mordsspaß werden.

      6. @Edmund Fritz
        @Edmund
        Ich gehe davon aus ,dass Sie nur ein engstirniger Kleinbürger ohne große Auslandserfahrung sind,der die erwähnten Länder nur mit dem Finger auf der Landkarte besucht hat,ein sogenannter Maulheld und Angeber.
        Jemand mit tiefergreifenden Auslandsaufenthalten,würde nicht so einen Dünnschiß von sich geben.
        Wenn überhaupt Ausland , dürfte Pauschaltourismus in europäischen Bettenburgen Ihr bevorzugter Aufenthalt gewesen sein

    2. Also die Frage von jemanden der sich sehr intensiv mit Kriegsführung beschäftigt überrascht mich dann doch sehr, denn eigentlich ist es offensichtlich, dass verschiedene militärische Gewaltmittel auch unterschiedliche Implikationen haben was ihre Einsetzbarkeit und ihre Auswirkungen betrifft.
      Sonst könnte man auch getrost drauf verzichten bestimmte militärische Mittel zu verwenden. Denn es macht durchaus einen Unterschied ob man durch ein Schwert oder durch Giftgas versucht militärische Ziele zu erreichen. Zum einen betrifft das die Frage eigener Verluste, kann ich die Vermeiden senkt dies die eigenen „Kosten“ (im weitesten Sinne) und lässt den Einsatz militärischer Gewalt opportuner erscheinen.
      Zum anderen geht es aber auch darum, dass der Einsatz von Drohnen ein weiterer Schritt der Entfremdung vom Gegner ist – es ist schlicht einfacher Gegner zu töten von denen man niemals gegenübersteht. Und so ist es auch einfacher Gegner zu töten wenn ich dafür nicht einmal auf dem gleichen Kontinent sein muss.
      Es bestehen also sehr wohl Unterschiede – ob das schlimmer ist mag jeder für sich selbst beurteilen, das steht aber gar nicht im Text.
      Da mag man zu unterschiedlichen Ansichten kommen je nachdem, ob man militärische Gewalt grundsätzlich als Mittel der Politik oder als ultima Irratio sieht.

    3. Der Unterschied ist: der Soldat, welcher per Drohne mordet, sieht seinem Gegner nicht mehr direkt in die Augen.
      Es geschieht aus der Distanz. Es besteht weniger Skrupel, solange das Gewissen des Soldaten unberührt bleibt.
      Es wird am Bildschirm erledigt – fast wie bei einem Computerspiel.

      Die nächste Generation der Drohne könnte von Boston Dynamics und Co. kommen. Die entwickeln ja Roboter, die noch besser als Menschen, Befehle rational ausführen werden.

      1. Ein Bogenschütze tötet seinen Gegner auch ohne ihm in die Augen zu sehen. Genauso wie die Artillerie und der konventionelle Flieger. Ist also der Kampf mit Schwert und Schild der einzige akzeptable Krieg? Dieses Argument wurde schon Millionenfach gebracht, aber mir ist noch nie ein Argument untergekommen um das zu begründen. E

    4. Krieg bleibt immer Krieg und ist für die Betroffenen grausam.

      Die Einsätze der Drohnen lassen sich aber leichter verschweigen.
      Als im Vietnamkrieg tausende Tode in die USA zurück gebracht wurden hat sich Widerstand organisiert. Dieser Widerstand wurde mit Bildern und Artikeln in der Presse verstärkt.

      Ein Einzelner/Hochzeitsgesellschaft/Anwesende und Anwohner bei der Tankstelle, die durch eine Drohne getötet wurden oder der Absturz einer Drohne entlocken den Medien nur eine Randnotiz. Ist also nichts, was jedweden Widerstand generieren könnte.

      Für mich sind die wahren Terroristen die Befehlshaber der Drohnen.

    5. Für ihn persönlich nicht. Für die Kriegsführung schon.
      Skalierbarkeit, Verwundbarkeit, Asymmtrie ….

      Unterschied ob man eine Drohne oder Kampfjet abschiesst …

  2. Ist die Überschrift irgendwo kopiert worden? Sie ist auf jeden Fall ziemlich daneben!

    Sie lässt glauben, dass die USA Drohnen gezielt gegen eine bestimmte Berufsgruppe/Gruppe von Leuten (Hacker) einsetzt. Dem Kerl wird vorgeworfen, für den IS tätig gewesen zu sein. Total unabhängig davon, ob die Vorwürfe gerechtfertigt sind oder nicht…er wurde aufgrund dieser Vorwürfe zur Zielscheibe, nicht primär weil er Hacker gewesen ist.

    Wenn das nächste Mal ein vermeintliche Friseur der IS bei einem Drohnenangriff getötet wird, schreibt ihr doch auch nicht „Mit Drohnen gegen Friseure“ :-P

      1. Weil es für die Sache ist, ist es erlaubt. Klar, aber genau deswegen ist netzpolitik auch nicht Journalismus bzw. die Hacker-Bild.

        Wie kann man jemanden, der unbestritten IS (oder Konsorten) dient, hier als Hacker betiteln? Kleine Reinwaschung für die Szene oder nur skrupellose Nutzung für eigene Zwecke? Nicht viel besser als das Töten, egal ob mit Drohne oder sonstwas.

      2. Er war auch ein Mann. „Mit Drohnen gegen Männer“ wäre nach der Logik auch eine exakte Überschrift…und genauso bescheuert.

        Nach allem was wir wissen, war sein „Hacker sein“ nicht der ausschlagebene Grund seiner Tötung. Wirklich exakt wäre z.B. „Mit Drohnen gegen vermeintliche IS-Mitglieder“ oder „Mit Drohnen gegen IS-Verdächtige“

      3. Man hätte auch schreiben können „Militärs töten Universitätsabsolventen“ oder „Tankstellenbesucher“. Wäre ebenfalls exakt. ;)

    1. Der Grund für den Abschuss der Rakete ist natürlich nicht sicher, ich kann daher nur die einzige Primär-Quelle heranziehen, die derzeit vorhanden ist, nämlich die Meldung des US-Verteidigungsministeriums. Sie ist auch verlinkt. Ich zitiere nochmal im Ganzen:

      „Sujan was an external operations planner and a United Kingdom-educated computer systems engineer, Warren said, adding Sujan supported ISIL hacking efforts, anti-surveillance technology and weapons development. ‚Now that he’s dead, ISIL has lost a key link between networks.‘“

      Das stellt insbesondere auf seine technischen Fähigkeiten ab, die (unbelegten) Vorwürfe sind so formuliert.

      Warum soll der Titel irgendwo kopiert sein? Ich habe ihn exakt so gemeint.

      1. Von mir aus auch „Mit Drohnen gegen Hacker der IS“. Das Hacker da steht, IS aber nicht ist imho ziemlich daneben. Der entscheidene Grund seiner Tötung war sein (vermeintlicher) IS Support. Das ihn seine Fähigkeiten als Hacker zu einem besonders wichtigen Ziel innerhalb der IS gemacht haben mag sein. Trotzdem liest es sich halt so, als würdest du glauben, die USA machen gezielt Jagd auf Hacker. Und das stimmt nunmal nicht -> Die USA machen gezielt Jagd auf Hacker der IS. (Oder ums ganz genau zu machen: auf Hacker, von denen die USA zu wissen glaubt, sie leisten Support für den IS). Ein ganz ganz wichtiger Unterschied!

        „Warum soll der Titel irgendwo kopiert sein?“
        Das war falsch von mir ausgedrückt. Es sieht halt sehr nach dieser „wir wollen möglichst viele Klicks auf den Artikel“ Mentalität aus. Heutzutage denke ich da erstmal an werbefinanzierte Webseiten. daher dachte ich, vlt hast du den Artikel mehrfach publiziert.

      2. Aus der zitierten Pressemitteilung geht doch eindeutig hervor, dass es der Hauptgrund für den Angriff die aktive Mitgliedschaft in der IS ist. Seine technischen Fähigkeiten bzw ihr Einsatz hat dann den Ausschlag gegegen. Eine Überschrift „Mit Drohnen gegen IS Terroristen“ hätte natürlich nicht so schön die hier vorherrschenden Resentiments bedient, oder?

      3. Ich empfinde den Titel als nicht unpassend. Er beschreibt eine Änderung der Vektoren in der Kriegsführung. Hier wurde, nach Aussage des US-Verteidigungzentrums, nicht ein aktiver Kombattant, im militärischen Sinn, umgebracht, sondern, nach bisher üblicher Definition, eine Person die nicht in direkter Wirkung an der Tötung von Menschen beteiligt gewesen sein soll.

        Dass das beschriebene Vorgehen, vielleicht vor allem in der Öffentlichkeitsarbeit, darauf setzt, das Umbringen von Personen in den Vordergrund zu stellen – im Gegensatz zu, in der Vergangenheit eher üblich, der Zerstörung von Einheiten – macht, subtil oder nicht, eine Verschiebung des Bedrohungsszenarios deutlich.
        Du bist gemeint.

        Auch das reflektiert der Titel, vielleicht ist er damit aber zu opportunistisch und affirmativ.

  3. Ich glaube hier können manche nicht lesen.
    Es gab ja offensichtlich keine Belege für die Schuld des Ermordeten.
    Insofern kann man sowohl den Angriff infrage stellen als auch von „Mord an Hacker“ sprechen.

    1. Na der Typ hat sich doch dem IS angeschlossen, sehr offensichtlich. Wer sich einer kämpfenden Armee anschließt um zu Morden muss eben damit rechnen selbst getötet zu werden. Da von „Mord an Hacker“ zu sprechen ist doch absurd.

      1. „Na der Typ hat sich doch dem IS angeschlossen, sehr offensichtlich.“
        Nach deiner „Logik“ ist es also völlig in Ordnung, wenn sich der nächste Selbstmordattentäter im Zoo bei den Pinguinen in die Luft jagt.

      2. @Gerd Hätte das in der Pressemeldung gestanden, wäre der Artikel hier vermutlich nicht erschienen oder es wäre nicht erwähnt worden. Er hat sich in ein Kriegsgebiet begeben um eine der Kriegsparteien zu unterstützen und ist dabei getötet worden. Hier oder in UK wäre ihm der Prozess gemacht worden.

      3. Also, das Wort Absurdität in diesem Zusammenhang derart zu gebrauchen ist absurd. Seit über 40 Jahren führt der Westen und seine Verbündeten im arabischen Raum massive Kriege. Kolonialkriege, Resourcenkriege und Dominanzkriege. Millionen Menschen wurden dadurch ermordet, kamen kollateral ums Leben oder wurden dabei vertrieben. Die Destabilisierungsaktivitäten des Westens im Iran und Syrien sind nur die neuesten geopolitischen Aktivitäten in einer ungebrochenen Reihe seit der Kolonialzeit. Es ist erschreckend wie einfach man im heutigen Deutschland und Österreich Menschen dazu bringt, das Ermorden wildfremder EU-Bürger (!) zu bejubeln oder zumindest zu goutieren. Noch vor 100 Jahren haben sich die Franzosen und die Engländer die Gegend dort alleine unter sich aufgeteilt. Heute müssen sie hier schon etwas mehr Rücksicht auf die Weltherren aus den USA nehmen. Die Menschen, die hier von Krieg hin und hertragen sprechen haben wirklich keine Ahnung was WIR (Wertegemeinschaft West) dort unten für eine Blutspur gezogen haben und weiterhin ziehen. Die tollen EU-Staaten, die alle Russland wegen eines Völkerrechtsbruches sanktionieren müssen, führen einen Angriffskrieg in einem souveränen Staat. Klar-wir müssen uns ja verteidigen, da … blabla … seit 5.45 Uhr wird zurückgeschossen. Wir führen seit Jahren Krieg in Afghanistan (auf wessen Auftrag?) im Irak, in Somalia, im Jemen, in Pakistan, in Kuwait, in Lybien, am Golan, im Westjordanland, in Ost-Jerusalem, in Syrien, in Mauretanien, in Algerien, im Libanon, in Gaza, in Kurdistan, in Georgien, in der Ukraine, in Aserbeidjan, in Moldavien usw. Das ist allen scheißegal, weil wachstumsförderlich. Nächste Pläne: Iran, Russland und China. Unsere Werte verteidigen. Vorwärtsverteidigen. Der Westen sät seit Jahrzehnten Sturm und hat dafür in den letzten 15 Jahren 5-6 kleine Böen kassiert. Dies ist so manchem geopolitischen Lenker gar nicht so unrecht gewesen, da man dadurch die Aggressivität der friedlichen Bürgerschaft massiv steigern kann. Was genau ist das Ziel 3 Menschen (u.a. EU-Bürger) mit einem Millionen-Dollar-Aufwand auf einer syrischen Tankstelle umzubringen? Durch die gleichen Organisationen, die Geld und Waffen dafür aufwenden,dass Neo-Nazis auf störende Ziele angesetzt werden. Sozusagen als Neo-Nazi-Bio-Drohnen. Es geht um Macht und nicht um das was immer allen erzählt wird. Macht und Geld.

  4. Auch interessant: “ an einer Tankstelle “ soviel zur vermeidung von Kollateralschäden.
    Bin mal gespannt, wann der erste wegen einen unfreundlichen Kommentar per Drohne getötet wird.

  5. Weil hier so viele die gezielte Tötung befürworten, sehe ich mich gezwungen ein paar Worte zu schreiben. Bisher war es in der „westlichen Welt“ so, dass jemand der Prozess gemacht wurde und dann eine Strafe ausgesprochen wurde. Wir leben nun in einer Welt in der gezielt getötet werden soll, ohne Gerichtsbarkeit. Einige scheinen in ihren Köpfen den blutig erkämpften Humanismus unserer Zivilisation im Klo herunter gespült zu haben. Was ist denn Los?

    Im Drohnen“krieg“, nirgends ist dieser Völkerrechtlich erklärt oder geregelt, werden „Feinde“ die von Geheimgerichten verurteilt wurden, getötet. Nicht meine Gesellschaft. Sollte sich das Prinzip des Tötens von Leuten die uns nicht passen oder „gegen“ uns sind, Gesellschaftlich weiter akzeptiert werden, müssen einige sich die Frage stellen, ob wir diese Gesellschaft nicht verlassen sollten.

    Das ist alles sehr dystopisch Leute.

    1. Ich sehe wenig Zustimmung, eher Kritik am völlig ungeeigneten Titel, dessen Zweck durchschaubar ist. Die Drohne spielt eigentlich keine Rolle – eine der Waffen in diesem nicht erklärten, von allen Beteiligten Mächten aber als Krieg betrachteten Konflikt. Auch der Mensch spielt keine Rolle – wie der Kommentar zum „Friseur“ deutlich macht. Ein Instrument, in unserem kleinen gemütlichen Krieg hier in Deutschland. Traurig, wenn man an die Menschen denkt, die eigentlich in Syrien leb(t)en. Der große Hacker gehörte übrigens nicht dazu.

      1. @Motte
        Hervorragender Kommentar,dem man sich nur anschließen kann.

        Der Prototyp des „indoktrinierten“ Bürgers,der perfekte Untertanengeist ,der alles nachbetet und Feindbilder übernimmt , welches Ihm die Obrigkeit serviert, findet sich auch in diesem Forum.

        Originalton des Foristen:
        „Da diese Islamisten uns am liebsten sofort den Kopf abschneiden würden sehe ich aber auch keine andere Möglichkeit als diese zu töten bevor sie Anschläge oder Kriegsverbrechen begehen können. Endweder wir bringen den Krieg zu denen, oder die bringen den Krieg zu uns.“

        Hier hat die primitivste Propaganda satte Früchte getragen und jegliches differenzierte Denken ausgemerzt.
        Noch ein paar dieser Kandidaten und man befindet sich wieder in den tiefsten Abgründe der deutschen Geschichte wo ein „Führer befiehl,wir folgen dir“ „Kadavergehorsam“ herrschte.

      2. @wesendlich
        Dieser selbstgerechte Salonpazfismus widert mich an. Sich selbst für die höchste moralische Instanz erklären, aber keinerlei konkreten Lösungen präsentieren. Keine angreifbaren Argumente zeigen sondern wild mit der der Nazikeule um sich schlagen.
        Die reale Welt ist nunmal nicht schwarz – weiß sondern grau in grau und die Freiheit muss nunmal leider manchmal mit dunkelgrauen Methoden verteidigt werden.

      3. „Freiheit verteidigen“ – schöne Sprücheklopferei! So wie am Hindukusch, ja? Glaubst Du solchen Quark?
        Wessen Freiheit wird gegen wen und auf wessen Kosten „verteidigt“?
        Vorwärtsverteidigung ist übrigens nur ein widerlich verharmlosendes Wort für Angriffskrieg, mit welchem sich simplere Gemüter einlullen lassen.

    2. Im Kriegsrecht braucht es kein Gericht um einen Feind zu töten. Unabhängig von Drohnen oder nicht. Wenn die Terroristen ihrerseits sich an das Kriegsrecht halten würden wäre es übrigens wesentlich einfacher Einen konformen Krieg ohne kollateralschäden zu führen.

      1. Kriegsrecht – eigentlich schon eine Perversion für sich. Spielregeln, wie man sich die Rübe einzukloppen hat.
        Richtiger wäre wohl auch „Kriegsvölkerrecht“, welches, da hab ich wohl etwas verpasst, das Erklären eines Krieges voraussetzen würde. Da aber keine der Ausnahmeregelungen gegeben sein dürfte, die einen solchen Krieg als nicht völkerrechtswidrig scheinen lassen könnte, verzichtet man großzügig darauf und bombt einfach ohne es Krieg zu nennen.
        Aus der Charta der vereinten Nationen: Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.“

      2. @Stefan H.
        Wer so vehement und häufig wie Sie für Linux Pinguin,das Musterbeispiel des Schwarz Weiß Denkers, Partei ergreift,der dürfte dessen Kritiker naturgemäß diskreditieren, um zu betonen wessen Geistes Kind er ist.
        Amüsant ist,dass Sie Kritiker Ihres Buddys als Schwarz Weiß Denker verunglimpfen.
        Nochmals ein Auszug des Kommentars von Linux Pinguin,dessen Ideale Sie offensichtlich teilen.
        O Ton Linux Pinguin „Da diese Islamisten uns am liebsten sofort den Kopf abschneiden würden sehe ich aber auch keine andere Möglichkeit als diese zu töten bevor sie Anschläge oder Kriegsverbrechen begehen können. Endweder wir bringen den Krieg zu denen, oder die bringen den Krieg zu uns.“

        Ich nehme Ihr Fraternisierungs Tam Tam für Ihr Alter Ego „Linux Pinguin“ zur Kenntnis und empfinde Ihre Beschimpfung „Salonpazifist“ eher als Auszeichnung.
        Friede Sei mit Dir mein kriegerischer Bruder!
        LOL

  6. hallo zusammen,

    ich schreibe diesen Kommentar weil ich erschrocken bin über die Art und Weise wie der Beitrag von Linux-Pinguin kommentiert wurde, wie sofort die unterste Schublade aufgemacht wurde und die grösste Keule ausgepackt wurde.

    Man mag über über sein Posting denken wie man will, aber er schrieb :

    “ Entweder wir bringen den Krieg zu Ihnen oder sie bringen den Krieg zu uns“

    Ich habe sehr lange nicht mehr geglaubt dass wir in Mitteleuropa Angst vor Anschlägen haben müssten, daß die Angst davor nur von den Konservativen gepusht wird usw….
    Da bin ich mir jetzt nicht mehr so sicher. Also was tun ???

    Wir sind hier auf einem Forum, das immer wieder zurecht darauf inweist wie groß doch die Gefahr ist, dass durch das Sammeln von Daten aller Art sehr gut Profile über Menschen erstellt werden können.
    Ist es also möglich jemand daraufhin so konkret zu identifizieren, dass man sagen kann: ja, wir wissen genug aus der Entfernung über ihn dass er eine echte und reale Bedrohung ist ?

    Man kann nicht beides tun: auf der einen Seite sagen, jemand wurde ja „nur“ aufgrund von digitalem Datemsammeln als Person X identifiziert und gleichzeitig sagen dass wir aufgrund von „Big Data“ ja fast alles über jemand in Erfahrung bringen können.

    Das Problem sehe ich für mich eher darin , dass Kläger, Richter und Vollstrecker eins sind und im Geheimen agieren.

    Und ja, es wurde vom Westen in der arabischen Welt viel Unrecht in der Vergangenheit getan und das hält bis heute an. Vollkommen unstrittig!!!
    Und ja, jedes zivile Opfer dort facht zurecht die Wut auf uns an und bereitet neuen Terroristen den Weg.

    Hier stehen doch 2 Probleme gleichzeitig im Raum die nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen:
    1) Der normale Bürger eines westlichen Landes möchte zurecht davor geschützt werden mit seiner Familie beim nächsten Jahrmarktbesuch von einer Bombe getötet zu werden
    2) Der Westen muß seine aktive Rolle als Förderer von Krieg und Zerstörung dort beenden.

    Friedlichen Tag den Lesern

    1. @Andreas B 5. Jan 2016 @ 10:49

      hallo zusammen,

      ich schreibe diesen Kommentar weil ich erschrocken bin über die Art und Weise wie der Beitrag von Linux-Pinguin kommentiert wurde, wie sofort die unterste Schublade aufgemacht wurde und „die grösste Keule“ ausgepackt wurde.

      „Linux Pinguin“
      „Da diese Islamisten uns am liebsten sofort den Kopf abschneiden würden sehe ich aber auch keine andere Möglichkeit als diese zu töten bevor sie Anschläge oder Kriegsverbrechen begehen können.“

      Und über diesen Kommentar von Linux Pinguin sind Sie nicht erschrocken?
      Kritik an Linux Pinguin betrachten Sie als „größte Keule“ und den offenen Hass von Linux Pinguin relativieren und verharmlosen Sie und machen sich mit ihm gemein.

      „1) Der normale Bürger eines westlichen Landes möchte zurecht davor geschützt werden mit seiner Familie beim nächsten Jahrmarktbesuch von einer Bombe getötet zu werden“

      Auch der normale Bürger im arabischen Raum nebst Anrainer möchten keine Bomben und werden von den Westmächten bombardiert.
      Der hervorragende Kommentar des Foristen „Motte“ rückt einige Punkte zurecht.

      1. Es gab Terroranschläge in den USA, in England, in Frankreich. Am schlimmsten trifft es aber den Bürger im arabischen Raum – dort werden regelmäßig Menschen die Köpfe abgeschnitten (Beweisvideos werden von Tätern selbst ins Netz gestellt). Haben die Bürger also kein Recht auf Angst vor Terror? Oder sind diese Videos, die Terroranschläge alles nur eine Verschwörung der NSA?
        Also @wesendlich, Klartext bitte, was ist die Alternative zum Gewaltsamen vorgehen gegen die Täter? Jede Militäroperation einstellen, dann kommen die Terroisten allesamt von alleine wieder zu Vernunft und kehren von alleine zu ihren zivilen Arbeitsplätzen zurück? Jetzt kommt wahrscheinlich das Geschichte, das die Kolonialzeit für all das Verantwortlich ist. Selbst wenn – die Vergangenheit kann nicht verändert werden, was machen wir also heute?
        Wenn nicht für den verhassten Westen, dann für die arabischen Bürger, die die Hauptopfer des IS Terrors sind, bitte gib uns konkrete Vorschläge?

      2. >Auch der normale Bürger im arabischen Raum nebst Anrainer möchten keine Bomben und >werden von den Westmächten bombardiert.

        Der normale Bürger im arabischen Raum möchte aber auch nicht von Islamistischen Mördern beherrscht werden. Der IS hat in seinem Gebiet eigentlich permanent Massenmord betrieben, so das u.a Jesiden, Kurden, Shiiten, Alawiten, Christen usw die Bombardierungen klar gutheißen weil ohne den Bombenhagel wären die Dörfer und Städte dieser Gruppen wohl schon längst vom IS zerstört worden.

        In Bezug auf die ISIS kann es also keinen Frieden ohne Krieg geben, traurig aber leider alternativlos.

    2. Wann kommt der Tag, an dem sich „normale Bürger westlicher Länder“ (die radikale Mitte!) mal klar machen, daß Islamisten und Muslime nicht das Gleiche sind oder sich einfach nur vorstellen, sie wären an deren Stelle.
      In „westlichen Ländern“ geboren zu sein ist keinerlei Verdienst. Dafür scheint es umso einfacher, der plumpesten Propaganda auf den Leim zu gehen. Das ist übrigens der Punkt, an dem sich der radikalisierte Islamist und die dumpfe Mitte der besorgten Bürger treffen.
      Zu beidem wird man nicht geboren.

      Ich möchte heute also all den Machthabern dieser Welt danken, daß sie zu Zeiten des kalten Krieges keine Bomben auf Ostberlin warfen. Sonst hätte womöglich die ostische Propaganda auch bei mir greifen können.

      Die Lügerei fängt für mich übrigens schon da an, wo von vermeintlich zivilisierter Welt geschwafelt wird, es aber als gesellschaftsfähig gelten soll, sich gegenseitig die Rübe einzuschlagen.

      1. „Die Lügerei fängt für mich übrigens schon da an, wo von vermeintlich zivilisierter Welt geschwafelt wird, es aber als gesellschaftsfähig gelten soll, sich gegenseitig die Rübe einzuschlagen.“
        Ja und was macht man wenn ein anderer versucht einem die Rübe einzuschlagen? Ihn sich austoben lassen? Die Schuld bei sich selbst suchen, füttert zwar den pseudointellektuellen westlichen Selbsthass ganz schön, ändert aber an dem gewaltbereiten Gegenüber gar nichts. Pazifismus ist schön und gut, aber er funktioniert einfach nicht. Sobald irgendjemand zu irgendeiner Waffe greift (und sei es ein spitzer Stock), ist der Pazifismus auf ganzer Linie gescheitert.

      2. Wenn mir jemand die Rübe einschlagen will, dann verteidige ich mich. Das übrigens ohne jenem gleich die Rübe einschlagen zu müssen.
        Ich verteidige mich aber nicht, wenn jemand behauptet, daß mir jemand die Rübe einschlagen möchte, auch nicht, wenn mir jemand selbst erzählt, daß er mir die Rübe einschlagen möchte und ich würde auch nicht zu ihm nach hause fahren, um ihm präventiv meine Überlegenheit zu demonstrieren, indem ich ihm die Rübe einschlage.
        Und da ich also all das für mich so machen, bzw. unterlassen würde, würde ich für andere ebenso handeln und möchte auch selbst nicht präventiv verteidigt werden.

      3. Das heißt also Europa sollte die Grenzen dicht machen und den nahen Osten seinem Schicksal überlassen? Sollen die doch da unten sich gegenseitig die Rübe einschlagen, solange die eigene Wohung warm und das Bier kalt ist, ist einem Horst Kevin die IS egal? Wer eingreift muss schließlich Verantwortung übernehmen, Risiken eingehen und wird Fehler machen. Der Erfolg ist ungewiss und vor allem schwer quantifizierbar. Also tun wir besser nichts und hoffen das der eigene Frieden bis zur Rente anhält, was dannach passiert ist egal.
        Schöner Menschenfreund.

      4. Deine Interpretation ist eigenwillig und unterstellend. Wo schreibe ich etwas von Abschottung?
        .
        In einem hast Du recht. Ich sehe keine Legitimation und auch keinen wirklichen Nutzen, wenns um Befriedung gehen soll, einer „Weltpolizei“.

      5. Ich möchte dir ein Beispiel geben.
        Mein Sohn wird innerhalb seiner Schulklasse massiv gemobbt. Ich habe ihm freigestellt, die Schule zu wechseln, was er ablehnt.
        Die Lösung, seinen widerlichen und strunzdummen Mitschülern einfach nen Tunnel in die holen Rüben zu kloppen, wäre gewiss wirksam, wird aber nicht mal erwägt.
        Bin ich jetzt ein schlechter Vater?

      6. Gegenfrage: Wo ist für dich der Unterschied, ob mit dem Messer oder der Drohne gemordet wird?
        Ich fragte dich vorhin schon nach deiner Definition von Terror.

      7. Horst Kevin, eine ausführliche Definition des Wortes Terrorismus kannst du gerne in der Wikipedia nachschlagen. Stattdessen könntest du aber auch aufhören abzulenken und konkret meine Fragen beantworten.

      8. Die Gefahr, daß mein Sohn Opfer eines Terroranschlages wird schätze ich deutlich geringer ein als die, daß er durch Mobbing in den Selbstmord getrieben werden könnte, bei einem Verkehrsunfall umkommt oder an multiresistenten Keimen eingeht.
        .
        Ich fragte nicht nach einer Definition von Terror, sondern nach DEINER.

      9. Horst Kevin, wir wissen beide was du willst. Ich gebe eine verkürzte Definition des Wortes Terror ab, du verdrehst ihren Inhalt und biegst meine Worte so zurecht, dass sie auch auf die Drohnenangriffe passen. So drückst du dich davor meine Fragen konkret zu beantworten.
        Aber wir können es ja spaßeshalber trotzdem Versuchen:
        Terrror ist absichtlicher, organisierter Angriff auf zivile Ziele. Der Terror dient als Druckmittel und soll vor allem Unsicherheit und Schrecken verbreiten oder Sympathie und Unterstützungsbereitschaft erzeugen. Im Gegensatz dazu verursachen Drohnenangriffe zwar Kollateralschäden, sind aber von ihrer Intention gegen feindliche Kämpfer gerichtet.

      10. @Stefan
        Wer als Terrorist bezeichnet wird bestimmen jene, die die Definitionsmacht haben. Aus Terroristen wurden bekanntlich und verschiedentlich namhafte Staatsoberhäuptlinge.
        Es mag die einfältige Weltsicht mancher stören, doch Terroristen betrachten sich nicht selten als Befreiungskämpfer. „Terrorist“ ist ein Bullshit-Bingo-Wort. Nützlicher ist, wenn man konkrete Personen oder Gruppen benennt und ihnen jene Gewaltanwendung vorwirft, die sie auch tatsächlich begangen haben. Alles andere ist Interessen-geleitete Propaganda.

      11. „Wer als Terrorist bezeichnet wird bestimmen jene, die die Definitionsmacht haben. Aus Terroristen wurden bekanntlich und verschiedentlich namhafte Staatsoberhäuptlinge.“
        Gut, dann tun wir dir mal den Gefallen und nennen die IS Freiheitskämpfer, weil das Wort Terroristen ja Interessengeleitete Propaganda sind. Für welche Freiheit kämpfen die also? Für die Freiheit ihre Frauen zu unterdrücken, Ungläubige zu köpfen und auch sonst ihr ganzes Leben nach einer radikalen Version der Scharia zu leben und das natürlich weltweit. Wirklich jedem sollte aber auffallen das diese „Freiheit“ erstens nicht mit dem westlichen Begriff von Freiheit kompatibel ist und zweitens die „Freiheitskämpfer“ nicht vorhaben an irgendwelchen Grenzen zu stoppen, sondern uns in Europa auch „befreifen“ wollen. Jetzt kann man natürlich wie der Horst Kevin einfach sagen, der Nahe Osten ist nicht unser Problem, wir müssen warten bis die vor unserer Haustür stehen. Aber erstens tuen sie das schon und zweitens sollten man wirklich aus der Geschichte gelernt haben: „Wehret den Anfängen“.

      12. @stefan H.
        > Gut, dann tun wir dir mal den Gefallen und nennen die IS Freiheitskämpfer, weil das Wort Terroristen ja Interessen-geleitete Propaganda sind. Für welche Freiheit kämpfen die also?

        Den Gefallen möchtest Du Dir gerne selber machen. Du gefällst Dir darin, jetzt schlau sein zu wollen. Freiheit ist ein ähnliches Bullshit-Bingo-Wort. Nimmt man es genau mit dem Begriff, dann gibt es real keine Freiheit – für niemandem. Freiheit haben höchstens jene – temporär mit beschränkter Reichweite, die bestimmen können, was andere für Freiheit halten sollen/dürfen.
        Jeder hat nur jene Freiheit, die im Bereich seiner eigenen Möglichkeiten liegt. Niemand kann über seinen Handlungsspielraum hinaus wirken. Das Spiel geht um die Einschränkung der Handlungsoptionen anderer.

        Joachim Gauck, der Freiheitsjongleur, meint auch nur die Freiheit, die er sich nimmt.
        Freiheitsbestrebungen gehen meist auf Kosten anderer. Das ist die Sauerei, die gerne verschwiegen wird.

        We sell snake-oil. For those who won’t buy we’ll give it for free.

  7. 1. Es tut mir leid aber für mich ist jeder (außerhalb eines echten Krieges) durch eine Drohne getöteter Mensch ein Mordopfer. 2. ist diese ganze Terrorangst so was von lächerlich, dass ich es nicht mehr hören kann. Auf deutschen Straßen sterben x tausend Menschen im Jahr (wogegen man in vielen Bereichen was tun könnte) und keiner regt sich auf – jammert rum und noch ein Beispiel = in Deutschland sterben angeblich rund 50.000 Menschen pro Jahr an multiresistenten Keimen und keiner sagt was. Gerade bei diesem Punkt haben die Holländer gezeigt, dass und wie man diese Zahl dramatisch reduzieren kann, nur dafür geben wir kein Geld aus, aber stopfen Unsummen in immer mehr Überwachung / Antiterrorkampf obwohl die Chance durch einen Terroristen zu sterben im Vergleich zu den aufgezählten anderen Möglichkeiten gegen 0 geht. 3. kann ich Constanzes Wahl bezüglich der Überschrift a) gut nachvollziehen und frage mich b) warum sich all die, die es besser zu können glauben nicht um ein Praktikum bei netzpolitik.org bemühen?

    1. @ Klaus

      „in Deutschland sterben angeblich rund 50.000 Menschen pro Jahr an multiresistenten Keimen und keiner sagt was. Gerade bei diesem Punkt haben die Holländer gezeigt, dass und wie man diese Zahl dramatisch reduzieren kann, nur dafür geben wir kein Geld aus, aber stopfen Unsummen in immer mehr Überwachung / Antiterrorkampf“

      Danke für diese vernünftigen Worte. Würden mehr Menschen in unserem Land so denken wie Sie, dann hätten die Regierenden nicht so leichtes Spiel bei all den Manipulations- und Desinformationskampagnen.

      Wer nichts gegen Krankenhauskeime tut, aber „alles Menschenmögliche“ gegen Terroristen und andere Kriminelle tun will (inkl. Abbau von Freiheit und Bürgerrechten), der verarscht die Bürger.

    2. Was genau haben haben Krankenhauskeime mit Terroropfern zu tun? Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Als ob sich der Kampf gegen beide irgendwie gegenseitig ausschließen würde.
      Ist es aber andererseits in Ordnung das sich gewaltätige Irre durch den nahen Osten metzeln, nur weil dieses Gemetzel noch nur punktuell Europa erreicht hat? Wie oft muss es noch erfolgreiche Anschläge geben damit Leute wie Sie einsehen, das man Terror nicht mit westlichem Selbsthass inkl Antiamerikanismus, Gesprächsrunden und wolkigem Gelaber von „Perspektive bieten“ bekämpfen kann?
      Und die Überschrift wurde ganz eindeutig so gewählt um maximal Klicks zu erzeugen, schließlich war der Hauptgrund für den Angriff nicht das die Zielperson ein Hacker gewesen ist, sondern ihre aktive Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. „Mit Drohnen gegen IS Terroristen“ wäre aber wesentlich unspektakulärer.

      1. @ Stefan H.

        Sind Sie zufällig im militärischen Bereich tätig oder haben eine militärische Ausbildung? Ihre Denkweise und Ihre Lösungsansätze für das Problem des Terrorismus lassen jedenfalls eine rein militärische Sichtweise durchscheinen.

        Wenn Sie besichtigen wollen, wohin uns die vor allem militärische Strategie des Kriegs gegen den Terror, die Sie offenbar gutheißen, gebracht hat, können Sie ja mal die Anzahl der Terroristen weltweit im Zeitverlauf studieren. Warum seit Beginn des groß angelegten Kriegs gegen den Terror seit dem 11. September 2001 der Terrorismus nur noch stärker wurde, obwohl man genau die von Ihnen unterstützte militärische Vernichtungsstrategie seit Jahren fährt, können Sie gerne erläutern. Warum nach der westlichen Militärintervention im Irak, in Libyen und in Afghanistan mehr oder weniger schlimmere Zustände herrschen als vorher, können Sie ebenso gerne erläutern.

        Ich gebe Ihnen einen Tipp: Jeder Kollateralschaden, bei dem nicht nur tatsächliche feindliche Kämpfer getötet oder verwundet werden, sondern unbeteiligte Zivilisten, erzeugt neue Terroristen-Rekruten. Wenn Ihre Familie durch Raketen in den Tod gebombt wurde, dann werden Sie dem Angreifer nicht zujubeln. Genau das geht in den Köpfen der Opfer von Kollateralschäden vor.

        Wenn Sie nicht die psychologische Sichtweise, die Forschung nach den Ursachen von Terrorismus und den Kampf um die Köpfe der Zivilisten vor Ort in Ihre Strategie aufnehmen, werden Sie mit reiner Gewalt nur neue Gegengewalt erzeugen.

        Wenn Sie natürlich einen dreißigjährigen Krieg bzw. einen ewigen Krieg wollen, bei dem zahlreiche Akteure (Rüstungs- und Sicherheitsindustrie) sehr viel Geld verdienen, dann können Sie gerne weiter glauben, dass Sie den Terrorismus allein mit Bomben besiegen.

        Im Übrigen dürfen Sie gerne die Opfer von Krankenhauskeimen und deren Angehörigen und oftmals Hinterbliebenen befragen, welche Rolle multiresistente Keime im Vergleich zu Terroranschlägen in ihrem Leben spielen.

        Menschen wollen in Sicherheit leben. Wenn Sie oder Ihresgleichen aber immer nur von Terrorismus und dessen Bekämpfung reden und alle Ressourcen dorthin investieren, aber gleichzeitig Zehntausende Menschen allein in Deutschland durch multiresistente Keime sterben, dann ist die Frage erlaubt, ob Sie die Sicherheit der Menschen im ganzheitlichen Blick haben.

        Wir als Gesellschaft haben nur begrenzte Ressourcen. Wenn der Fokus nur noch in Richtung Terrorismusbekämpfung geht und gerade bei militärischen Kampfeinsätzen ungeheure Geldsummen verpulvert werden, dann bleibt z.B. für ausreichend Krankenhauspersonal und Hygienemaßnahmen nicht mehr genug Geld übrig. Sie können sich das Elend in deutschen Krankenhäusern gerne mal live und in Farbe ansehen. Dort arbeiten viel zu wenige Ärzte und Pfleger/innen in viel zu langen Schichten mit viel zu geringer Bezahlung. Für gute Hygiene fehlt oft die Zeit oder auch die Konzentration. Das kostet jeden Tag Menschenleben.

        Risikoeinschätzung ist außerdem ganz einfach. Man sehe sich die Statistik an. In Deutschland sterben jedes Jahr Hunderttausende Menschen. Noch mehr überleben zwar, aber werden mehr oder weniger gesundheitlich geschädigt.

        Schauen Sie sich die Ursachen von Tod und Verletzungen in Deutschland an. Wenn Sie nicht anerkennen, dass Menschen in Deutschland mehr Angst vor Krankenhauskeimen, Krebs, Herz-/Kreislauferkrankungen, Verkehrs- und Haushaltsunfällen oder auch Messerstechern haben müssen als vor Terroristen, dann arbeiten Sie nicht für die Sicherheit der Menschen.

        Denken Sie ganzheitlich.

        PS: Und bitte hören Sie auf, polemisch und ideologisiert von „westlichem Selbsthass“, „Salonpazifismus“ oder „Antiamerikanismus“ zu schwadronieren. Das bringt niemanden weiter, hilft uns nicht bei der Lösung der Probleme und vermindert nur die Anzahl der Menschen, die ernsthaft mit Ihnen diskutieren wollen. Wenn Sie ernst genommen werden wollen, dann verhalten Sie sich bitte auch so. Danke!

    3. 1. Es tut mir leid aber für mich ist jeder (außerhalb eines echten Krieges) durch eine Drohne getöteter Mensch ein Mordopfer.

      In Syrien herrscht „echter Krieg“, so richtig mit Panzern, Mörsern und MGs. Kann man leider keine Polizei Streife hinschicken um Terroristen zu verhaften und vor Gericht zu stellen, also bleibt leider nur die militräische Option des gezielten tötens.

      1. Zu sonem „echten Krieg“ gehören doch auch echte Kriegserklärungen.
        Wann hat wer wem einen Krieg erklärt?
        .
        Sollte dieses nicht zutreffen, tritt sofort (§) 1. in Kraft. ;-))

  8. @Stefan H.
    Das kann nur einer Militaristenbirne Ihrer Prägung entspringen,nachdem man jahrzehntelang mit Bomben kein Erfolg hat,noch mehr Bomben einsetzen zu wollen um den Nahen Osten zu befrieden.Markige Haudrauffetischisten,ihrer Coleur haben u.a. den I.S., entstehen lassen,die in ihrer Borniertheit Ihnen sehr vertraut sein müsste.

    Chapeau für diese Resistenz gegen Hirntätigkeit.

  9. Hallo Linux Pinguin,
    lassen Sie sich von Traumtänzern wie Mike, wesendlich und Stefan H. nur nicht in die „Suppe spucken“ Sie haben völlig recht. Ich war in Ägypten, Malaysia, im Oman, habe in Thailand im muslimischen Stadtteil gewohnt, wurde von Dschibutis überfallen und ausgeraubt. Im Jemen wurde ich davor gewarnt, dass man mir die Kehle durchschneiden würde. Der Islam ist eine gewalttätige Religion die es aus Europa fern zu halten gilt.
    Gewalttätige Fanatiker sollten sich nirgendwo sicher fühlen können.
    So dümmlichen, unwissenden Personen wie Mike, wesendlich und Co wünsche ich für 2016 einen Kuraufenthalt im Jemen oder Saudi Arabien und zwar jeweils alleine und nicht in Ressorts – nicht damit man ihnen den Hals abschneidet sondern nur um zu wissen worüber sie schreiben. Sollte eine dieser Personen womöglich weiblich oder homosexuell sein wird es vermutlich für sie ein Mordsspaß werden.

    1. „Im Jemen wurde ich davor gewarnt, dass man mir die Kehle durchschneiden würde.“
      Und? Hat man?
      In USA sterben wohl jährlich etwa 30.000 Personen durch private Schußwaffen. Welcher Religion möchtest Du das anlasten, welche Reisewarnung damit begründen oder gar Gründe für das Bombardieren Amerikas liefern?
      Ich bin bestimmt kein großer Freund von Religionen, würde mich aber sehr zurückhalten, sie als solche grundsätzlich für gewalttätig zu halten. Eigenschaft von Religion ist oft, daß sie zur Rechtfertigung und Erzeugung von Gewalt mißbraucht wird. Das macht der, welcher eine Religion bekämpfen möchte übrigens genauso. Er ist also nicht besser!

    2. Ich gehe davon aus ,das Sie nur ein engstirniger Kleinbürger ohne große Auslandserfahrung sind,der die erwähnten Länder nur mit dem Finger auf der Landkarte besucht hat,ein sogenannter Maulheld und Angeber.
      Jemand mit tiefergreifenden Auslandsaufenthalten,würde nicht so einen Dünnschiß von sich geben.
      Wenn überhaupt Ausland , dürfte Pauschaltourismus in europäischen Bettenburgen Ihr bevorzugter Aufenthalt gewesen sein.

      1. Hallo wesendlich,

        recht unschön wie Sie um sich schlagen.
        Um in Ihrer Fäkalsprache zu antworten, gehe ich davon aus, dass Sie in Ihrem Leben noch nicht einmal dort hinriechen dürfen, wo ich hingeschissen habe. Nur kein Neid.

      2. „So dümmlichen, unwissenden Personen wie…“ schrieb jetzt wer?

        Aber ich möchte dir sehr dafür danken, daß du beweist, daß Reisen allein auch nicht vor dümmlichem Rassismus bewahrt.
        Gerhard Polt sagte mal so schön: Wenn eine Sache genetisch versaut ist, dann bekommste das auch mit Prügel so leicht nicht mehr hin.

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