Beim Tagesspiegel sind unter einem Interview mit dem Unternehmer Carsten Maschmeyer auffallend viele positive Kommentare aufgetaucht. Und zwar so viele Jubelkommentare, dass der Tagesspiegel anfing zu recherchieren. Erstes Ergebnis der Recherche: Vom Maschmeyer-Fanclub profitieren auch seine Frau Veronica Ferres und der Fußballtrainer Mirko Slomka, ein Freund des Hauses.
Weiter heißt es:
Mindestens 30 Mitglieder zählt der Fanclub. Nachzulesen sind ihre Beiträge in den Kommentarspalten zahlreicher Medien wie Bild.de, Welt.de, Focus.de, Sport1.de, Blick.ch, Gründerszene.de, DasInvestment.com, Finanzen.net und MyHeimat.de.
Die Sockenpuppen aus dem Fanclub zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Facebook-Profile ziemlich inaktiv sind. Oder dass Profilbilder von bulgarischen Models stammen. Und bei Google ergibt eine Namenssuche keine Ergebnisse, die zu den Profilen passen. Auch das ist ungewöhnlich heute.
Verdächtig ist auch, dass just nach Veröffentlichung des Artikels im Tagesspiegel fast alle Jubelperser-Profile auf Facebook plötzlich nicht mehr erreichbar sind. Auch wenn die Maschmeyer Group eine gesteuerte PR-Maßnahme dementiert und der Tagesspiegel keine endgültigen Beweise vorlegen kann, riecht das doch sehr nach Reputationsmanagement mit der Brechstange.
