Die Wissenschaftler Lukasz Olejnik, Gunes Acar, Claude Castelluccia und Claudia Diaz haben die Risiken für Privatsphäre und Datenschutz bei der HTML5-Batterie-Schnittstelle untersucht. Sie kommen dabei zum Ergebnis, dass die Schnittstelle für das Tracking von Nutzern geeignet ist:
We analyzed the privacy implications of the Battery Status API, with a focus on its implementation in Firefox for Linux operating system. Our analysis shows that the high precision battery level readings provided by Firefox can lead to an unexpected fingerprinting surface: the detection of battery capacity. In short time intervals, Battery Status API can be used to reinstantiate tracking identifiers of users, similar to evercookies.
Die Autor/innen der Studie empfehlen, dass die Schnittstelle ausschaltbar sein bzw. nicht so genaue Daten liefern sollte. In einem Blogbeitrag warnt Lukasz Olejnik zusätzlich davor, dass Unternehmen die Schnittstelle ausnutzen könnten, um Kunden mit einem niedrigen Akkustand höhere Preise anzubieten. Hintergrund davon ist, dass diese Personen in der Stress-Situation schneller entscheiden müssten als solche mit vollem Akku. Ursprünglich war die Schnittstelle dafür gedacht, um Endgeräten mit niedrigem Akkustand energiesparende Webseiten auszuliefern.
Update:
Zwei Wissenschaftler der Princeton University haben nun Skripte „in der freien Wildbahn“ gefunden, die zum Fingerprinting geeignet sind. Diese beschreiben sie in ihrer Studie „Online tracking: A 1‑million-site measurement and analysis“. Das ist auch der Grund, warum die oben genannte Studie aus dem Jahr 2015 nun wieder so populär auftaucht.
Auf dem Firefox lässt sich die Batterie-API ausschalten.
