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Snowden fragt nach deutschem Wort – Follower antworten

Edward Snowden hat auf Twitter nach einem passenden deutschen Wort für die Situation gefragt, wenn man nicht überrascht über eine Regierungsentscheidung, aber trotzdem enttäuscht ist.

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„There should be a German word for being completely unsurprised by government, but disappointed nonetheless.“

Zu den Antworten gehören „SPD“ (war auch mein erster Gedanke, versteht man aber nur als Deutscher) und natürlich „Politikverdrossenheit“. Von @neinquarterly kam die Neuschöpfung „Snowdentäuschung“.

Die Reaktion war:

Edward Snowden on Twitter

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19 Kommentare
  1. kA, warum das eine Meldung wert ist :-D
    Aber wenn wir schonmal dabei sind, jmd der Twitter hat soll mal bitte Snowden fragen, was das entsprechende Wort in Englisch ist.

  2. ich persönlich bin für FUBAR . das wird zwar im englischen benutzt , aber dank „der soldat james ryan “ dürfte es auch in deutschland fast jeder kennen . ansonsten reicht auch einfach : politiker

  3. Kann man hier eigentlich den SNOW DEN auch was fragen, oder unterliegt das der Paneuropäischen Netzzensur?
    Ich wüsste gerne, ob die in Russland gesicherte Schulnetze für die Kinder haben. Das fehlt nämlich noch in Deutschland.
    Danke im voraus für einen Netzblog dazu.
    Susi

    1. Naja, der IS macht sowas ja?
      Sicherlich nicht vorbildhaft, eher symptomatisch.

      Jeder Versuch in dieser Richtung wird von allen existierenden Regierungen bekämpft, auch wenn niemand geköpft wird.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Sealand

      Aus Angst, es könnte Methode werden bzw. ihre Staatsbürger könnten verlustig gehen.

      Wäre es eine Snowden basierende oder sympathisierende Sache, würden die USA es so behandeln, wie sie eben in solchen Fällen seit Jahrzehnten illegal vorgehen: Mit Intrigen, tödlicher Gewalt und Folter, Entführung („Retention flights“), sonstigen Geheimdienstmethoden und wirtschaftlicher Ausblutung, die mittlerweile üblichen Regime Change – Taktiken eben. Siehe Ukraine, Syrien, Irak 2003, Grenada, Chile, Afghanistan 1979 (vor dem Einmarsch der UdSSR), Vietnam (Tonkin-Zwischenfall) etc. etc.

      http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/vereinigte-staaten-pentagon-veroeffentlicht-fotos-misshandelter-gefangener-14055651.html

      Und zum Schluss, wenn’s langsam bedrohlich wird, für’s Image, dann beschäftigt man nicht ein paar jämmerlich bezahlte Trolle in einem abbruchreifen Gebäude, sondern:

      http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/27-000-PRBerater-polieren-Image-der-USA/story/20404513

    1. Ich hab mir inzwischen, weil ich’s so oft brauche, das Haschtag #ndo angewöhnt… aber ja, das passt perfekt, viel besser als Politikverdrossenheit. Politikverdrossenheit ist verwandt, aber nicht verschwägert… oder so. Ist eher das, was nach vielen „Nein doch oh“s passiert.

  4. Die Frage ist eine Contradictio in Adjecto, ein Selbstwiderspruch.

    „Enttäuschung“ enthält ja die Feststellung, dass man sich getäuscht hat. Also muss darin auch ein Moment von Überraschung sein.

    Eine erwartete Betrübnis wird also gesucht? Depressionslegitimation? Was knackiges oder gängiges fällt mir auch nicht ein.

    1. „Enttäuschung“ enthält ja die Feststellung, dass man sich getäuscht hat. Also muss darin auch ein Moment von Überraschung sein.

      Und die Bestätigung der Erwartung an die Regierung, von der Regierung enttäuscht zu werden.

      Sklavenmoral
      (Friedrich Nietzsche, „Beyond Good an Evil“)

  5. In den Kommentarspalten vieler Medien lautet ein ähnlicher Begriff „NaUndWasIstDaranJetztNeuWarMirSchonLangeKlar“. Dieser Begriff ist so mächtig, dass er bei Anwendung sogar über die eigentliche negative Nachricht komplett hinwegtäuscht und diejenige Person in einem Gefühl von Genugtuung badet. ;)

    1. Es kann sich auch um das Gefühl der Erlösung dessen handeln, welcher die Fresse hält, weil er sich nicht mehr den Anwürfen der Verschwörungstheoretikerei aussetzen möchte.
      Die Intervalle, in denen sich Verschwörungstheorien als gar nicht so theoretisch erweisen, werden immer kürzer.

  6. Zitat:,,Edward Snowden hat auf Twitter nach einem passenden deutschen Wort für die Situation gefragt, wenn man nicht überrascht über eine Regierungsentscheidung, aber trotzdem enttäuscht ist.“

    Politisch bestätigte Machtgeilheit…

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