Öffentlichkeit

Smudo zu Facebook: „Sie laufen hier gerade herum wie eine Kakerlake, wenn das Licht angeht“.

CC BY 2.0 by zeevveez

Wenn es um kritische Nachfragen geht, agiert das Unternehmen Facebook bei aller simulierten Transparenz in der Regel so offen wie ein Waffenhändler. Zahlen zu den neuen ausgelagerten Support-Mitarbeitern bei Arvato gibt es nicht, nur eine Spiegel-Meldung, in der von einer dreistelligen Zahl die Rede ist. Was alles zwischen 111 und 999 sein kann. Auch vorher, als die Support-Mitarbeiter noch in Dublin und anderswo saßen, hütete Facebook die Antwort auf diese Frage wie ein großes Staatsgeheimnis. Wahrscheinlich ist die tatsächliche Zahl der Support-Mitarbeiter für Deutschland aber sehr klein, denn sonst würde man doch transparenter darüber sprechen können.

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Auf einer Pressekonferenz zu der neuen Counterspeech-Initiative wurde die Chef-Facebook-Lobbyistin für Deutschland, Eva-Maria Kirschsieper, wieder mit dieser Frage von einem Journalisten konfrontiert. Und wollte wieder nicht darauf antworten. Neben ihr saß Smudo von den Fantastischen Vier auf dem Podium, der ihr Rumeiern mit „Sie laufen hier gerade herum wie eine Kakerlake, wenn das Licht angeht.“ kommentierte.

Wer eine Facebook-Lobbyistin mal stottern sehen will, wird in diesem Video von Zapp fündig:

Zapp hat zu der Thematik auch einen eigenen Beitrag gesendet: Facebook: freundlich aber verschlossen.

Facebook verdient mit der Offenheit seiner Nutzer Geld verdient, lässt in eigener Sache Neugierige konsequent abblitzen, derzeit vor allem beim Umgang mit Hass-Kommentaren.

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30 Kommentare
  1. Ich glaube jemanden als Kakerlake zu bezeichnen dürfte eine Beleidigung sein. Bin mal gespannt, ob sich die Dame noch lächerlicher macht, indem sie Smudo anzeigt. Andererseits dürfte Ihr der Streisand-Effekt wohl bekannt sein….

    1. Ball flach halten, er hat sie nicht Kakerlake genannt, sondern einen Vergleich gezogen.
      Dieser Vergleich ist sehr treffend, und wenn sie sich so verhält, wie sie es tut, kann man keinen Vergleich ziehen,der positiv besetzt ist! Es ist ja immer noch „Streit“kultur und da muss man sich nicht Mimimihaft anstellen, sowas gehört zur verbalen Konfrontation dazu uind ist absolut legitim.
      Oder haben sie einen „politisch“ korrekten Vergleich?

    2. kritik ist leider kaum geschult. es gibt selten kritik an der vorliegenden sache, häufig geht es blos darum das vorliegende zu missbrauchen um seine persöhliche problemwelt zu thematisieren…… ich,äh ja machs auch gerade ein wenig.
      aber: hier ist doch endlich mal ein loch in dem a***glatten face…. da kriegt man doch bock mit dem finger darin ein wenig herumzuprokeln und zu gucken welches wesen sich dahinter verbirgt.
      doch erstmal:
      wenn ich etwas gegen hasskommentare machen will, dann frage ich mich doch zu beginn, was eine hasskommentar ist, und welchem zweck er dienen soll.
      der zweck ist ziemlich einfach.
      möglichkeit eins: der verfasser ist etwas seltsam und will sphass.
      segel setzten ein shitstorm zieht auf.
      möglichkeit zwei:das kennt jeder von versammlungen. jemand will auf schwachen beinen eine sache durch die abstimmung bringen und

      fängt also möglichst schnell an persöhnlich zu werden, um argumentation zu vermeiden. dazu muß man kein einstein sein. ein kind kann quengeln bis es sein plastikmaschienengewehr bekommt, mein hund beherrscht dieses prinzip auch.
      man kennt das aber auch, falls man mal als jahrhundertfussballer im wm-finale gestanden ist: da kommt dann einer und sagt dir deine schwester wäre eine ……
      der urtyp eines hasskommentars nach dem deutschen reinheitsgebot von 1516 ist für mich :
      „lern erstmal deutsch bevor du hier was schreibst“.
      da steckt er drin der kleine faschist der möchte das alle die nicht seiner meinung sind schweigen.hoffentlich weiß jeder der so etwas schreibt was er da tut.
      früher wars blos den finger essessiev auf vatter richten wenn der mal wieder expresso gesagt hat. dem haben wir es aber gezeigt.
      wiso isd dänn ta soh eime häslich rodhe zigzackliene uner neinem teckst.
      egal, ich lern es schön zu finden.

      1. Ist inhaltlich nicht falsch. Dass es außerdem auch alles zwischen 100 und 110 sein kann, ist ja in der Artikelaussage nicht ausgeschlossen.

      2. Bei aller Liebe zu Netzpolitik.org: Wenn es um Zahlenangaben geht, ist das „Besser-Aussehen“ aber nun wirklich eine extrem flaue Ausrede. Nicht dass demnächst in einem Beitrag irgendwo ein arithmetisches Mittel auftaucht, das zwar falsch ist, aber einen redaktionsinternen beauty contest gewonnen hat …

      3. … hätte ich auch so gemacht; Markus.
        Immerhin beweist dieses trollen,
        dass hier intensiv mitgelesen und gedacht wird …
        Auf der andern Seite ist gut zu wissen,
        dass die meisten eine Vorstellung davon haben,
        was eine 3-stellige Zahl ist.
        Diese Zahle auch zu benennen,
        oder auch nur einen Teil davon,
        ist doch eine witzige Überhöhung,
        welche zwar redundant
        aber unterhaltsam ist.

        … Hi; hi, hi …

  2. Wenn Herr Beckedahl mal seinen Blutdruck wieder runtergefahren hat, dann kann er gegebenenfalls mal die Kritik wieder konkret in Richtung Facebook lenken. Frau Kirschsieper hat Ihre Aufgabe professionell und sympathisch erfüllt. Was soll also dieses „Wer eine Facebook-Lobbyistin mal stottern sehen will…“?

    Immer sachlich bleiben!

    1. „Facebook “ ist nunmal keine Person, die sich verbal äußern kann, deshalb gibt es Menschen wie Frau Kirschsieper, die das Unternehmen nach außen vertreten. Kritik an Person/Unternehmen sind damit unweigerlich verknüpft.
      Ich sehe in diesem Artikel keine Unsachlichkeit.

      1. Die Kritik richtet sich aber nicht gegen Facebook, sondern in dem von mir genannten Beispiel explizit gegen Frau Kirschsieper. Ich bleibe dabei, auch wenn man gegenüber Facebook – von mir ausdrücklich geteilte – gute Gründe der Kritik hat, sollte man seine Emotionen im Griff haben. Hat Herr Beckedahl leider nicht.

  3. Auch ein Branchenriese wie Arvato wird ein paar Monate, zumindest mehrere Wochen brauchen, um in seinen callcentern mehr als 100 Mitarbeiter zu schulen und inklusive Räumlichkeiten, Technik, etc. einsatzbereit zu haben. Daß es mehr als 300 sind, halte ich für illusorisch. In Kenntnis der callcenter-Branche halte ich 120 bis 150 für eine realistische Anzahl. Dann ist das aber eventuell schon ein Projekt, das Arvato auf mehrere Standorte verteilen müsste. Ausserdem sind von den Mitarbeitern in dieser Branche die Mehrzahl Teilzeitkräfte. Man kommt also leicht auf eine dreistellige Mitarbeiterzahl (knapp über 100) hat aber de facto nur 70 oder 80 volle Mitarbeiter, wenn man alles zusammenzählt. Bei dem, was die sich da antun, kommt auch noch hinzu, daß man eine hohe Fluktuation oder massive Abstumpfung voraussetzen muß.
    Daß Facebook keine Details preisgibt, ist für mich absolut nachvollziehbar. Der Zauber würde ganz schnell zusammenklappen, wenn man die Details bekommt. Insofern ist klar, was mit „jede Antwort wäre unbefriedigend“ gemeint ist.

  4. Die macht das aber ganz lieb, gut ich habe hier keinen Ton, aber das FACE IS NICE – ISN’t IT ?
    Außerdem hat mal jemand gefragt, ob die auch gesicherte Schulnetze für Kinder anbieten?
    Also ich habe schon beim SNOW DEN gepostet, weil ich würde gerne wissen ob die das in Russland schon haben. Ich gehe mal davon aus, weil ja der Putin das Netz zensiert hat, oder nicht?
    Sorry wenn ich etwas blöd rüberkomme, ich tue mir noch mit der Technik schwer, macht ja aber nix, muss ja jeder mal klein anfangen. Danke & lieben Gruß Susi

  5. was ist denn hier los? Weiß den keiner mehr, dass SMUDO ganz oben auf der Lobbyisten Liste steht, im Ansinnen der Content mafia Urheberrechte einzufordern ? Also echt. Setzen 6 ! Das macht der doch nicht, weil er als Mitglied der Contenmafia tatsächlich für Bürgerrechte ist ( das ist , wie Ihr wisst auschließlich für netzkreise reserviert !!) , sondern, wie alle anderen Pseudo Künstler auch, um der Bevölkerung, also auch facebook, unrechtmäßig seinen content entziehen zu wollen !

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