Internetfreiheit in Simbabwe weiter unter Druck

Mugabe steht immer wieder in der Kritik. Hier ein Archivbild aus dem Jahr 2006. Foto: CC-BY-NC 2.0 Ethan Zuckerman

Nach den großen Protesten gegen die Politik von Simbabwes Autokraten Robert Mugabe im vergangenen Sommer schränkt das Regime jetzt die Internetfreiheit deutlich ein. Das berichtet die Deutsche Welle in einem englischsprachigen Beitrag.

Bei den größten Protesten gegen das Regime seit mehr als zehn Jahren hatte die Mobilisierung über soziale Medien und Messenger maßgeblich zum Erfolg beigetragen. Am 6. Juli streikten landesweit Menschen, Geschäfte blieben geschlossen. Dann war WhatsApp für etwa fünf Stunden nicht erreichbar, es gibt Berichte, dass die Regierung dies veranlasst habe.

Weitere Maßnahmen im Anschluss waren die Erhöhung der Kosten von mobiler Kommunikation sowie die Festnahme von Menschen wegen ihrer Postings im Netz. Zudem plant Mugabes Regierung, mit China in Sachen Zensur zusammenzuarbeiten.

Im aktuellen Bericht von Freedom House wird Simbabwes Internet noch als „teilweise frei“ eingestuft. Eine Zensur des Internets gab es bislang nicht, weswegen das Netz einen Freiraum gegenüber der stark eingeschränkten Presse darstellte.

In Simbabwe wird es im Jahr 2018 Wahlen geben.

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2 Ergänzungen

  1. „Weitere Maßnahmen im Anschluss waren die Erhöhung der Kosten von mobiler Kommunikation […]“

    Das ist in Deutschland ebenfalls Normalität.
    Vergleicht die hiesigen fantastischen Mobiltarife mit, zum Beispiel, denen
    in Frankreich.
    Hier 20Euro für 2 oder 5GB. In Frankreich 50GB!!

    1. Naja, aber die Preise für mobiles Internet hier wurden jetzt nicht in Folge von Protesten hochgezogen, sondern sind einfach schon immer astronomisch und unverschämt hoch.

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