Überwachung

Zwei Drittel der Deutschen schätzen Kriminalitätsentwicklung falsch ein

Sicherheitspolitiker und Überwachungsfirmen argumentieren zunehmend mit dem subjektiven Sicherheitsgefühl der Bürger. Doch dieses ist bei einer großen Mehrheit komplett entkoppelt von der tatsächlichen Kriminalitätsentwicklung und der individuellen Bedrohungslage.

In Sizilien wird mit Videoüberwachungsschildern versucht, das Müllproblem zu bekämpfen.

Ein Hersteller von Videoüberwachungstechnik hat eine repräsentative Umfrage bei Meinungsumfrageinstitut YouGov beauftragt (Daten als XLSX) und geht mit dieser gerade bei Redaktionen hausieren. Das Ziel dieser PR-Maßnahme ist klar: Sie soll mitten in der politischen Debatte um mehr Videoüberwachung die vermeintliche Notwendigkeit und gleichzeitig die Akzeptanz durch die Bürger zeigen, damit der Hersteller mehr Produkte verkaufen kann.

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So weit, so erwartbar. Was schon bei der ersten Frage auffällt: Fakten und Statistiken zu Kriminalität haben für viele der 2.055 befragten Bürgerinnen und Bürger keine Bedeutung mehr. 68 Prozent der Befragten sehen eine Verschlechterung der Sicherheitslage im öffentlichen Raum in den letzten zwei bis drei Jahren, knapp 20 Prozent sehen keine Veränderung und nur sieben Prozent eine Verbesserung.

Das Fatale an diesen Zahlen: Nur ein Viertel der Deutschen sieht die Kriminalitätsentwicklung realistisch, mehr als zwei Drittel sitzen einem subjektiven Empfinden auf, das vollkommen an der Realität vorbeigeht. Bei der Personengruppe über 55 Jahre sind es gar drei Viertel, die in ihrer Wahrnehmung komplett danebenliegen.

Kriminalität insgesamt rückläufig

Schaut man sich zum Beispiel die Polizeiliche Kriminalstatistik des Jahres 2015 an, so ist dort ein Rückgang der sogenannten „Straßenkriminalität“ von einem Prozent gegenüber dem Jahr 2014 verzeichnet.

Abgenommen haben auch die „Raubdelikte insgesamt“ (-1,8 Prozent) und „Gefährliche und schwere Körperverletzung auf Straßen, Wegen oder Plätzen“ (-1,9 Prozent). Die Verwendung von Schusswaffen ist sowieso seit 2003 rückläufig. Bei der Mordrate steht Deutschland mit 0,8 Fällen auf 100.000 Menschen auf Platz 21 der 218 erfassten Länder. Das einzige Kriminalitätsfeld, in dem es in den letzten Jahren wirklich ein signifikantes Wachstum gab, sind Wohnungseinbrüche.

Insgesamt jedoch gibt es in der Entwicklung der Kriminalität überhaupt keinen Grund zur Beunruhigung. Seit Jahren bleibt die Kriminalität in Deutschland auf niedrigem Niveau – bei sinkender Tendenz der Gesamtzahlen und steigenden Aufklärungsraten durch die Polizei. Deutschland wird von den unterschiedlichsten Quellen übereinstimmend zu den sichersten Ländern der Erde gezählt.

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Trotz dieser Fakten werden die Deutschen immer ängstlicher. Die grassierende diffuse Angst und ein subjektives Unsicherheitsempfinden der Mehrheit der Bevölkerung befeuern den Abbau von Grund- und Freiheitsrechten. Wenn Innenpolitiker jetzt schon selbst davon reden, dass sie das subjektive Sicherheitsgefühl von Menschen erhöhen wollen, dann hat das wenig mit effektiver Kriminalitätsbekämpfung, sondern mehr mit populistischem Aktionismus zu tun. Aus grund- und bürgerrechtlicher Perspektive stellt sich natürlich die Frage, ob und wie das subjektive Unsicherheitsgefühl der Menschen wieder an die sichere Realität des Landes herangeführt werden kann. Ein Thema, das auch Bürgerrechtsorganisationen bislang unterschätzt haben.

Immerhin wird das Thema Angst mittlerweile in Feuilletons und Sachbüchern vermehrt beschrieben. So hat zum Beispiel Jörg Schindler die Angstgesellschaft in seinem Buch „Panikmache“ recht umfassend beschrieben. Er zeigt dabei die Vielschichtigkeit des Angstkomplexes: Von der Angst um die Kinder auf dem Schulweg bis zur Angst vor dem sozialen Abstieg behandelt das Buch die unterschiedlichen, oft irrationalen Ängste der Bevölkerung. Das Buch nimmt dabei auch die Rolle der Medien nicht aus.

Die Lust der Medien und der Konsumenten an der Kriminalität, vom sonntäglichen Krimi bis zur ausgewalzten Berichterstattung von Kriminalfällen, wird nicht von heute auf morgen verschwinden. Nachrichtenfaktoren wie „Schaden“ und „Sensation“ bestimmen seit Jahrhunderten, was als berichtenswert aufgefasst wird. Zusätzlich dominiert derzeit das Thema „Terror“ die Schlagzeilen, auch das vollkommen unabhängig davon, dass die Anzahl der Terroropfer in Westeuropa seit 1988 stark rückläufig ist.

Teufelskreis Sicherheitsdebatte

Hinzu kommt die Tatsache, dass sich Sicherheit politisch einfach gut verkaufen lässt. Wer für mehr Sicherheit plädiert, der suggeriert, etwas zu tun, Stärke zu zeigen, gegen die Bösen zu kämpfen, in Aktion zu treten. Gleichzeitig verschlechtert aber die fortlaufende Thematisierung der Sicherheit durch Parteien das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen. Denn wenn über ein Thema so viel geredet wird, dann scheint es ja wirklich ein Problem zu geben. Ein Teufelskreis.

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49 Kommentare
  1. „Kriminalität insgesamt rückläufig“
    – Straftaten insgesamt 6.330.649 +248.585 +4,1%

    Straßenkriminalität geht zwar um ca. 14TSD (-1%) Fälle zück gleichzeitig gehen die Diebstahlskriminalität um ca. 44 TSD (+10%) Fälle hoch (Gesamtverhältnis ca. 1:2).
    Man kann annhemen das die Schadenswerte bei Strassenkriminalität deutlich unter denen der Diebstahlskriminalität liegt. Zusätzlich sind die Aufklärungsquoten insgesamt rückläufig.

    Ich würe das nicht als positive Entwicklung sehen.

    1. Aus der Polizeistatistik:
      Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße 5.927.908 +2.240 +0,0%

      Diebstahlskriminalität insgesamt 2.483.694 +43.634 +1,8 %

      Der starke Anstieg der Fall- und Tatverdächtigenzahlen liegt in der hohen Anzahl der ausländerrechtlichen Verstöße (z.B. unerlaubte Einreise und unerlaubter Aufenthalt) im Zusammenhang mit Migrationsströmen begründet.

      1. Sorry Tippfehler sollte 1% heißen.
        Mir ging es erstens um die absolute Aussage das alles sinkt.
        Zweitens darum das ich vermute das die die die Schadenshöhen deutlich höher sind.

        1. Das würde ja bedeuten dass die Millionen deutschen Touristen im Ausland sich genauso verhalten würden oder könnten das ist aber nicht der Fall. Damit Diebstahl Gewalt und Vergewaltigung nicht legales sollte auch diesen Ausländergruppen bekannt sein das ist doch keine Entschuldigung weil sie ein einem neuen Land leben

      2. Da die Ausländer in ein neues Land kommen, von dem sie die Gesetzte noch nicht kennen. Ist doch klar dass es da zu Verstößen kommt, für welche die Ausländer größten Teils nichts können, da sie sich mit der deutschen Gesetztgebung nicht auskennen.

        1. Das ist doch nicht das wirkliche Problem … ich weiß nicht ob ich das jetzt richtig „rüber“ bringe, aber ich versuche es mal!

          Viele unserer Soldaten, die in Kampfhandlungen verwickelt waren, kommen mit einer posttraumatischen Belastungsstörung aus dem Kriegsgebiet zurück … wenn sie Glück haben, werden sie in Hamburg gut betreut!
          … und nur wenige haben das Glück …

          Flüchtlinge kommen aus einem Kriegsgebiet in ein fremdes Land und werden von freiwilligen Hilfskräften betreut, die selbst bis zum Anschlag ihrer Kräfte Helfen und selber dabei Kaputt gehen!

          Schön, Lena, heiteres Raten … beide kommen aus einem Kriegsgebiet, die einen werden wegen PTBS behandelt, die Anderen werden von unseren Politikern sich selbst überlassen!
          … und ich meine jetzt hier nicht nur die Flüchtlinge!

          1. @Habo
            Was die Bundeswehrsoldaten so im Ausland umtreibt,hat Rupert Neudeck in der SZ mehr als treffend beschrieben,dem ist nichts hinzuzufügen,der Beitrag ist Pflichtlektüre um Nationalwahn,Militarismus, Pathos und Bundeswehr ins rechte Licht zu rücken.
            Von wegen glorreiche Armee,die Afghanen können auf die Bundeswehr gut verzichten.
            „SZ 18.01.2014: Bundeswehr in Afghanistan – Abgekapselt und nutzlos“

        2. @Lena Leichauer: Nein, das ist nicht richtig. Es gibt auch jede Menge Verstöße, die deutsche Staatsbürger gar nicht begehen können, z.B. unerlaubte Einreise und unerlaubter Aufenthalt.

          1. Verstöße gegen das Ausländermeldegesetz, Residenzpflichtsverstöße usw. können von Deutschen defacto nicht begangen werden.
            Ich glaube das @Lena Leichauer dieses ebenfalls sagen wollte.

    2. Schauen sie sich die Zahlen nochmal an. Die Diebstahlskriminalität steigt leicht, aber nicht um 10%.
      Und abgesehen von Ausländerrechtlichen Straftaten (die nunmal dann verstärkt auftreten, wenn viele Ausländer frisch das Land betreten) bleibt die Gesamtzahl fast genau gleich.

      Also, richtig erkannt: „Kriminalität insgesamt rückläufig“ ist Unsinn. Aber das was Sie schreiben auch. Es ist keine positive Entwicklung, aber ein Verbleiben auf einem sehr guten Niveau. Und jedenfalls nichts, was die Panik rechtfertigt, die Teile der Bevölkerung ergriffen hat.

        1. … deswegen hat ja „die Politik“ in den Bundesländern ja so massiv Personal entlassen, um diesem „Negativ Trend“ entgegen zu wirken … ja, wie soll man dem Bürger neue Sicherheitsgesetze verticken, wenn dieser sich nicht bedroht fühlt?
          Diese Zahlen sind ja ein sicherheitspolitischer Albtraum!
          Wenn das die breite Masse der Bürger und Bürgerinnen erfährt, das sie nur an der Nase herum geführt werden, was die innere Sicherheit angeht … hui!
          Zum Glück für unsere Politik interessiert es sehr viele Bürger nicht im geringsten … die fühlen sich in ihrer Angst bestätigt und frönen dem Nervenkitzel, den dieser Irrglaube bietet!

          Was nicht heißen soll, das man auf vernünftige Schlösser und Sperriegel verzichten soll!
          Der Kram macht schon Sinn, auch wenn er nur die bessere Hälfte beruhigt!

    3. In der repräsentativen Umfrage war ja explizit nach dem „öffentlichen Raum“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Öffentlicher_Raum) gefragt. Deswegen hebt der Artikel Kriminalitätsdelikte hervor, die auch explizit in einem solchen stattfinden.

      Die Aufklärungsquote (Siehe Seite 82 der PKS) war im Jahr bei 56,3 Prozent und im Jahr 2014 bei 54,9. Das ist nicht rückläufig, auch nicht gegenüber früheren Bestwerten wie dem Jahr 2010, wo die Aufklärungsquote bei 56,0 Prozent lag.

      1. Auch das Thema Kameras im Strassenverkehr, z.b. Um Unfälle zu rekonstruieren. Die Verkerhsdelikte sind in der Kriminalstatistik nicht enthalten.

        Weiterhin wurde gefragt ob z.B. Kameras in der eigene Wohnung zum Schutz vor Einbrüchen befürwortet werden. Da scheint das Sicherheitsgefühl der Kriminalstatistik recht zu geben.

        1. Sie vermischen hier aber auch alles. Die einzige Frage aus der Umfrage, die im Artikel behandelt wird, ist diese: „Wie hat sich Ihrer Einschätzung nach die Sicherheitslage im öffentlichen Raum in den letzten 2 bis 3 Jahren verändert?“

          Denken Sie bei öffentlichem Raum an die eigene Wohnung?

          Und weil Sie auf Verkehr ansprechen: Hier sind die Anzahl der Verkehrstoten und der Unfälle mit Personenschaden stark rückläufig. Seit Jahren.

          1. 1.)
            „Zwei Drittel der Deutschen schätzen Kriminalitätsentwicklung falsch ein“

            ist nicht das gleiche wie

            ‚Zwei Drittel der Deutschen schätzen Sicherheitslage im öffentlichen Raum ein‘
            Dazu kommen noch die algemeinen (falschen) Aussagen „Kriminalität insgesamt rückläufig“.

            2.) Wenn es im Artikel nur um die Frage „Wie hat sich Ihrer Einschätzung nach die Sicherheitslage im öffentlichen Raum in den letzten 2 bis 3 Jahren verändert?“ gehen soll warum heben Sie dann selbst auf Raub/Mord usw ab. Diese sind ja nicht nach öffentlichen und nicht öffentlichen Raum differenziert. Wahrscheinlich nur deswegen weil da auch ein Rückgang zu verzeichnen ist.

            Ich bin jetzt raus.

  2. Zitat:“Das Fatale an diesen Zahlen: Nur ein Viertel der Deutschen sieht die Kriminalitätsentwicklung realistisch, mehr als zwei Drittel sitzen einem subjektiven Empfinden auf, das vollkommen an der Realität vorbeigeht.“

    cervo hat recht, das sind politisch akzeptable Glaubensverhältnisse!
    … die noch im Sinne des Glaubens zu optimieren sind!
    Der Bürger soll Glauben und akzeptieren, die Realität ist hier nur für die Politiker wichtig, da sie hier weiterhin Mittel kürzen können, ohne die Sicherheit zu gefährden … später können sie das entlassene Personal wieder einstellen und so dem besorgten, gläubigen Bürger vorgaukeln, etwas für die Sicherheit des Bürgers zu tun!
    … klar verlangt die Politik gleichzeitig auch Opfer vom gläubigen Bürger … entweder Steuergelder bzw. die Akzeptanz von politisch motivierten Einschränkungen von Meinungs- und Bewegungsfreiheit … wozu bei letzteres z.B. auch die Kameraüberwachung des öffentlichen Raumes zu zu ordnen wäre …

        1. @Eurostat
          – Wenn man Vorgänge wie den „Hamburger Kessel“,den „Braunschweiger Kessel“, „Stuttgart 21“ und jüngst die rechtswidrigen Einsätze in der „Rigaer Strasse 94 „betrachtet, wird die Formel
          Mehr Polizei=Mehr Sicherheit „ad absurdum“ geführt.
          Offensichtlich scheint die Polizei über genügend Kapazitäten zu verfügen um mit hohem Polizeiaufgebot rechtswidrige Einsätze zu leisten,die naturgemäß dann dort fehlen, wo Polizei tatsächlich gefragt ist.
          Vielleicht sollte man ,daraus abgeleitet ,die Effizienz der Polizeikräfte und deren unkritischen fast blinden Gehorsam,bei offensichtlich fragwürdigen Einsätzen auf dem Prüfstand stellen,bevor man unisono, durch reißerische Nachrichten beflügelt,von Hardlinern der Politik angeheizt, nach mehr Polizei schreit.
          Vielleicht gilt auch bezogen auf die Polizei „Weniger ist Mehr.“

          – Ein Verband kritischer Polizisten, der nicht jeden Überwachungswahn begrüßt und mitträgt wäre übrigens auch wünschenswert,aber das fällt wohl in den Bereich der Utopie und derjenige, der sich sowas wünscht,wird als „Linker Spinner“ und „Phantast“verunglimpft.

      1. Noaja … viele Polizisten Glauben ja an das „Gute“ und tun ihr bestes!
        … was der Politik wiederum nicht gefällt, da es deren Interessen widerspricht … also, die überwiegende Mehrzahl der Polizisten tun ihren Job, auch wenn ihnen die Mittel entzogen und noch so viele Steine in den Weg gelegt werden!
        Dann gibbet wiederum Polizisten, die das politische Spiel für sich Nutzen … z.B. um Kapital daraus zu schlagen … als Karriereturbo … oder auch Monetär … Polizisten sind auch nur Menschen … die meisten sind OK, aber es gibt auch „Die Anderen“!

        Ein bisschen Mystisch?
        … soll auch so sein!

  3. Natürlich ist die Kriminalität seit Jahren auf dem aufsteigenden Ast. Es ist ja nur die Frage, wer die Statistik macht. Wenn die Polizei immer weniger Leute hat, braucht man über die realistischen Aufklärungsquoten nicht nachdenken. Die gefühlte Kriminalität wird dadurch verstärkt, dass z.B. auf n-tv tagtäglich mindestens ein Mord oder Doppelmord serviert wird. Dazu noch irgendwelche Drittklassesternchen machen sex&crime. In der Tat gehört Deutschland trotz all dieser Dinge zu den am wenigsten kriminellen Ländern. Dazu noch Putin als Inkarnation des Bösen und der DAX als behauptete Wirtschaft. In der Tat hat der Kurs des DAX, das habe ich vor ein paar Jahren mal geprüft, rein garnichts mit den Gewinnen der Konzerne zu tun. Der schlechte Ruf, der den Medien jetzt anhängt, ist auf keinen Fall unbegründet.

    1. > Natürlich ist die Kriminalität seit Jahren auf dem aufsteigenden Ast. Es ist ja nur die Frage, wer die Statistik macht.

      Offensichtlich machst du dir die Statistik selbst, die dir gefällt.

  4. Solche Vorschläge können nur von der SPD kommen, die um ihre 20% fürchtet.
    Man kann es nicht glauben, was man hier liest! Hilflos und inkompetent und die Überwachung soll es richten. Ich lach mir einen. Damit kann man die Omi und Opi hinter dem Ofen beeinflussen, aber keine Einbrecher.
    |
    Quelle n-tv.de (Ein Nachrichtensender der auf Regierungslinie ist)
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    Telefonüberwachung von Verdächtigen
    SPD fordert Lauschangriff auf Einbrecher
    http://www.n-tv.de/politik/SPD-fordert-Lauschangriff-auf-Einbrecher-article19000411.html

    1. … deswegen nehme ich auch N-TV auch immer gern … da gegen diese keine/kaum Einwendungen von Debunkern kommen … wie z.B. „Linkes/Rechtes Käseblatt“ …

  5. Die Verzerrung in der Wahrnehmung liegt an einem weiteren Umstand, nämlich an der heutigen Informationsdichte und der Möglichkeit auf fast jede Information zuzugreifen, die es erst seit wenigen Jahren in dieser Form gibt.

    Klar kann dann die Wahrnehmung getrübt werden und man sieht plötzlich gefühlt eine explosionsartige Steigerung der Kriminalität auf der Strasse. Und dazu gesellen sich dann die Sozialen Netzwerke die das dann noch weiter pushen.

    In einem Sektor wird aber definitiv ein enormes Wachstum stattfinden, nämlich in der Internetkriminalität. Von daher wundert es etwas, dass das Thema bei Netzpolitik quasi durchfällt. Wahrscheinlich weil die Dunkelziffer unbekannt ist.

    1. Und ich kenne eine ganze Reihe aelterer Leute, die exakt keine modernen Medien nutzen und genau der gleichen Verzerrung unterliegen. Waehrend die alten, die realistische Vorstellungen haben, ihre Einschaetzung eher auf recherchierten Informationen basieren, und das idR online, weil es so viel bequemer ist. Ja, die beiden Gruppen unterscheiden sich in viel mehr als nur dem Mediengebrauch. Aber die „alten“ Medien duerften mE wesentlich mehr zur Verzerrung beitragen als die neuen.

  6. … welcher Deutsche interessiert sich schon noch für Fakten.
    Selbst Bildungsbürger setzen Ihr besseres Wissen egozentrisch ein.
    >>Nur wer nichts zu verlieren hat, kann noch sozial agieren. <<
    Rette Mich, wer kann!

  7. „68 Prozent der Befragten sehen eine Verschlechterung der Sicherheitslage im öffentlichen Raum in den letzten zwei bis drei Jahren“

    68 Prozent der Befragten sind also – im wahrsten Sinne des Wortes – postfaktisch.

  8. Auf der Strasse und in der Gesellschaft wird es agressiver, damit ist für mich auch die Gefährdungslage höher auch das linksradikale Lager (eure Ecke) wird immer militanter und subversiver. Dagegen halte ich die zunahme der Einbrüche für ein Problem fehlender wirtschaftlicher Entwicklung in Ost Europa…auch eine Folge a-sozialer neoliberaler EU Politik….EU Politik die gerade die Grünen immer gerne unterstützen in ihrem one World Wahn und in der Ablehnung nationaler, souveräner Politik.

    Es wird härter und brutaler….ganz klar. Verteilungskämpfe, Ungerechtigkeit, etc. Die wirklich Mächtigen haben aber einen Trick….sie spalten das Volk in links und rechts….so gewinnt man immer. Teile und Herrsche…..

    1. Das ist doch schon wieder reines Gefühlsgedusel ohne jeden Verweis auf Fakten. Und dann noch angereichert mit völkischem BlaBla.

      Eine andere Überlegung wäre doch eher: Soziale Spaltung, Verteilungskämpfe, Ungerechtigkeit, sozialer Abstieg, Sozialabbau und 30 Jahre neoliberale Gesellschaft lösen Ängste aus. Und dann projizieren Menschen die Angst aus diesen Gebieten auf „Kriminalität“. Das ist nämlich deutlich einfacher als an so komplexe Probleme ranzugehen wie Umverteilung.

      1. Umverteilung ist auch bla, bla, bla. Das Kapital ist Scheu wie ein Reh schon heute sind die Abgaben und Steuern gerade für Klein und mittelständige Unternehmer kaum zu tragen, von den Lohnnebenkosten ganz zu schweigen…es enstehen keine Arbeitsplätze wenn alles nur mit Abgaben und Steuern bis zum Anschlag belegt ist. Ich kann in einem Restaurant das normalen Umsatz hat kein Vollzeit Personal beschäftigen, da alles mit Kosten in diesem Land zugeschissen ist.

        An die richtig Reichen kommt man nicht ran, die leben zum Teil in der Schweiz und nutzen alle Gesetze bis auf das äusserste aus. Der Gesetzgeber muss aber dafür sorgen, das Konzerne ihren Teil leisten….da läuft vieles schief.

  9. Die Karte zeigt Risiken in der Gesundheitsversorgung in den einzelnen Ländern auf.
    Mir erschließt sich nicht was das mit dem subjektiven Sicherheitsempfinden der Deutschen zu tun hat.
    Grundsätzlich würde ich dem Autor des Artikels zustimmen das die Sicherheitsrisiken in DE oft falsch bewertet werden und das unser Land recht sicher ist.
    Aber es gibt da so einige Ausrutscher und vor allem die Aufklärungsquote ist in einigen Bereichen die die Leute direkt betreffen sehr niedrig.
    leicht OT:
    Mich würde mal interessieren ob es eine Statistik gibt aus der hervorgeht, ob in Häusern und Haushalten die sich einen oder mehrere große Hunde halten die Einbruchshäufigkeit geringer als in Haushalten ohne alles oder mit Überwachungstechnik ist.
    Ich kenne keinen der sich einen großen Hund hält, bei dem eingebrochen wurde.
    Dafür kenne immerhin zwei, bei denen eingebrochen wurde, obwohl sie eine recht gute Alarmanlage hatten. Bei einem wurde diese gleich mit geklaut.

  10. Die Medien sind (mit) schuldig. Das hat nichts mit Lügenpresse oder ähnlichem zu tun. Es verkauft sich gut was Angst macht. Versicherungsunternehmen leben von der Angst. Investment Fonds, Goldverkäufer, Anlageberater – sie alle leben auch von der (Verlust-)Angst. Ein Journalist der um seinen Job fürchtet, reiht sich ein in das System und schreibt über Raub, Mord, Totschlag, Terror, Drogen, Gewalt, Ausländer und alles wovor der Mensch sich evtl. fürchtet. Denn Angst ist eine Droge. Es wäre töricht ein „Nachricht“ nicht zu lesen, wenn evtl das Lesen des Artikels mein Leben retten könnte. Oder etwa nicht? Will der Mensch überleben braucht er informationen die ihn selbst, sein Hab und Gut und seine Familie schützen. Das Geschäft mit der Angst ist ein ganz großes. Angst vor Haarausfall, Fett, Cholesterin, Vitaminmangel, Bazillen, EHEC, Vogelgrippe, u.v.m. Welcher Artikel einer „Entwarnung“ würde die gleiche Auflage wie eine „Warnung“ erreichen?

    Angst ist der Sprit im Motor des Kapitalismus. Die Medien der Asphalt.

  11. An die Kriminalstatistik kann doch nicht wirklich noch jemand glauben!
    Seit 2011 sind Millionen Bundesbürger, Bundeswehr und Zivilschutz in jeglicher Form auf den Straßen und in den Städten unterwegs, reine Provokation.
    Dann erzählt man denen, dass es dabei um Raserei geht..völliger Unsinn.
    Hier geht es um Terror jeglicher Art: Brandstiftungen, Raubüberfälle, Sachbeschädigen, Einbrüche usw.
    Alle dürfen darüber nicht reden, aber jeder weiß Bescheid!?
    Der Ursprung dieser Katastrophe liegt bei mir, ich war bis zum Bundesverfassungsgericht , leider wird hier von ganz oben vertuscht und man würde mich lieber tot als lebendig sehen, dafür gibt es sogar Zeugen.
    Ich hatte auf unser Volk gesetzt um hier weiterzukommen, leider völlig aussichtslos, da haben Millionen einen Vollzeit- oder Minijob bekommen und dass man einen Menschen zu Tode hetzt ist denen scheissegal.
    Meinen Herzinfarkt habe ich ja überlebt, nur eine Aufklärung des Staates und die Rehabilitation gegenüber meinem Arbeitgeber wird es nicht geben.
    Hier geht es um Terror, der auch gar nicht mehr an die Menschen rangetragen wird, wer sich nicht selber informiert und sich ein wenig Mühe macht kommt da gar nicht hinter.
    Hier kann man eine Menge nachvollziehen
    News feed reader.net
    Suche nach: Brandstiftung, Schusswaffe, Sachbeschädigung, Kellerbrand,
    Stromausfall, Bombendrohung, Feuer usw.

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