EU-Kommissar Günther Oettinger kämpft gemeinsam mit Presseverlegern für ein europäisches Leistungsschutzrecht – und hat nun auf dem Zeitungskongress des Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger die BDZV-Mitglieder aufgefordert, für seine Pläne Stimmung zu machen. Vor allem sollte man bei den Online-Redakteuren Stimmung machen:
https://www.youtube.com/watch?v=vYt_7BVD1QQ
„In den Tageszeitungen Print war sie positiv, besten Dank auch für Ihre Stellungnahme, die war klar. Aber in vielen Ihrer Häuser haben Sie Offline und Online-Redaktionen. Und bei den Onlinern war die Reaktion relativ negativ. Nicht Zensur ist gefragt, aber Überzeugung, Argumente.“
Das ähnelt einer anderen Botschaft an eine andere Industrie-Lobby. Auf dem 17. Salzburger Telekom-Forum sprach er vor einem Monat zur Telekommunikationsindustrie und beschwerte sich, dass diese ihn bei der Netzneutralitätsdiskussion alleine haben stehen lassen und nicht ausreichend für Überholspuren im Netz gekämpft hätten:
„Wissen Sie, als ich anfing in der Aufgabe war das Thema Netzneutralität ziemlich schwierig, sag ich vorsichtig. Da war der blöde Oettinger, der daran glaubt, dass man für manche Dienste über einen Vorrang reden muss. Und deswegen eien fundamentale Neutralität aller Datentransporte ergänzt werden sollte. Dann kam der Shitstorm. Da war ich plötzlich der Dackel im Netz. Da hat die Netzgemeinde mich ziemlich an die Wand gedrückt, da hat mir Ihre Hilfe gefehlt übrigens.Da war nichts fürn Tag [Irgendwas genuschelt] lesbar. Ich bin bei dem Thema schon sehr brutal.“
[Ab 26:40ff]
