Öffentlichkeit

Interview über Ängste, Terrorgefahren und den Umgang damit

Zeit-Online hat den Soziologen und Risikoforscher Ortwin Renn über Ängste, Terrorgefahren und den Umgang damit interviewt: „Unsicherheit ängstigt uns mehr als Schaden“.

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ZEIT ONLINE: Die Ängste gibt es nun aber. Wie sollte man sie in der Öffentlichkeit diskutieren?

Renn: Man sollte den Menschen erklären, wie sie Risiken wahrnehmen und nicht, wie die Risiken wirklich sind. Zahlen helfen nicht. Aber es kann helfen, darüber zu reden, warum Menschen bestimmte Risiken wie terroristische Anschläge überbewerten. Immer wenn sie denken, jeder könnte getroffen werden, verstärkt sich der subjektive Eindruck, das könnte auch mich treffen. Wenn sie diesen Mechanismus kennen, können sie sich beim Nachrichtenlesen dabei beobachten, wie sie in diese Falle tappen.

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6 Kommentare
  1. Ok, wenn schon OT, dann richtig. Zahlen helfen. Schwere Straftaten und Terroranschläge werden hautptsächlich von (jungen) Männern begangen. Deutschland holt im Auftrag von Frau Dr. Angela Merkel seit Monaten vorallem junge Männer nach Deutschland. Das erhöht die Gefahr pro Kopf, da muss man sich keine Sorgen machen. Und Mutti zum Seppelhorst so „Entweder du gehts jetzt raus vor die Presse und sagst, dass wir uns alle liep haben, oder ich schmeiß dich aus der Regierung.“ ;D Mal schaun, was nach den Landtagswahlen im März passiert.

    1. Ich bin auch ein (junger) Mann. Und nun? Soll ich mich schonmal vorsorglich bei der Polizei melden? :-P Immerhin scheine ich ja (statistisch betrachtet) eine Gefahr für die Gesellschaft zu sein.

      1. Brauchst nicht zur Polizei, dein Geschlecht und Geburtsjahr steht schon in deiner Meldeakte. Bei einer entsprechenden Straftat bist du automatisch verdächtiger als deine Nachbarin oder der Neuankömmling, denn den gibts ja offiziell gar nicht. Aber die Regierung ist auf einem guten Weg … den Nachzug von Frau und Kind haben SPD, CDU und CSU jetzt verboten, dafür schieben sie Frauen und Kinder ab, weil die aus dem falschen Land kommen ;D Besser kann man mit Ängsten und Terrorgefahr gar nicht umgehen.

  2. „… und zwar 69,2% aller Erstantragsteller, männlich. Insgesamt sind 71.1% aller Asylantragsteller (männlich und weiblich) jünger als 30 Jahre. 26,5% sind unter 16 Jahre alt, während lediglich 3,7% über 50 Jahre alt sind.“ phoenix de – Zahlen und Quellen zur Flüchtlingsdebatte. Ziehen wir mal von 71,1% 69,2% ab und lassen mal außer acht, dass da noch Prozente fehlen, und dass es sich nur um die Registrierten handelt, und dass hoffentlich Frauen und Kinder bevorzugt registriert werden … Man muss feststellen, dass hier von einer Diskussionsperson in unzulässiger Weise gelogen wurde, was der Angst nicht unbedingt abträglich ist. Und machen wird noch den Schluss hin zur vom Betreiber originären Definition von netzpolitik org: das Ganze wird dazu verwendet, um Überwachungs- und Polizeistaat auszubauen, ist so, und vor diesem Hintergrund sogar erläuterbar. Keiner beschwert sich mehr, dass zu Karneval die Polizisten Bodycams an sich haben, keiner fragt mehr, was mit diesen Daten passiert, wer wie darauf Zugriff hat, wann die Daten gelöscht werden. Im Osten gibt es die meiste Angst … und die meisten Polizisten.

    1. Tut mir leid, Mathematik geht anders: Richtig wäre die 71,1% mit 0,692 zu multiplizieren. So wären 49% „Männer“ unter 30. Aber auch das ist irreführend, da eben 26,5% (der „Männner“) unter 16 sind, also Kinder. Junge Männer zwischen 18 und 30 bleiben so schliesslich nur ca. 30%.

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