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Hacking Team darf Software Galileo nicht mehr einfach so außerhalb Europas verkaufen

HackingTeam: Hit your target

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Hacking Team, ein italienischer Überwachungstechnik-Hersteller, darf sein Remote Control System „Galileo“ nicht mehr ohne Weiteres außerhalb Europas verkaufen. Das bestätigte Eric Rabe, Sprecher von Hacking Team, gegenüber Forbes (Achtung, Adblocker-Wall. Eine befreite Alternative ist freundlicherweise hier aufgetaucht). Das Verbot geht vom italienischen Wirtschaftsministerium aus, nun muss für jeden Verkauf außerhalb Europas eine Einzellizenz beantragt werden.

Da Hacking Team Kunden auf der ganzen Welt hat, dürfte es dem Unternehmen die Arbeit zunächst schwerer machen. Aus welchem Anlass das Ministerium nun gehandelt hat ist nicht geklärt. Ein Zusammenhang zu Hacking Teams Geschäften mit autoritären Regimen wie Ägypten liegt nahe.

Erst im letzten Jahr sah sich Hacking Team mit einem umfangreichen Leak interner Kommunikation konfroniert, der eine Vielzahl der Kunden von Hacking Team offenbarte. Diesen Skandal hat Hacking Team überstanden und es ist nicht davon auszugehen, dass die Firma an den jetzigen Handelserschwernissen scheitern wird. Außerdem ist bekannt, dass Überwachungssoftware oftmals über Zwischenhändler an die eigentlichen Kunden verkauft wird. Und das zu kontrollieren wird schwierig.

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2 Kommentare
  1. Oder in Panama ;)
    Abhalten wird es diese Leute nicht, ob wohl für die solche Typen die Hacker Paragrafen in den Gesetzen wohl mal passend wären. Gerade heute gab es ja ca. 170 Hausdurchsuchungen gegen „Hacker“, aber ich schätze mal, das betraf nicht derartige Firmen :(

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