FBI: Nutzer aus 120 Ländern mit Malware infiziert

Den Zahlen nach war es der größte Hack, den jemals eine Strafverfolgungsbehörde durchgeführt hat.

Den Zahlen nach war es der größte Hack, den jemals eine Strafverfolgungsbehörde durchgeführt hat. –
CC BY-ND 2.0 via flickr/dskley

Die amerikanische Bundespolizei FBI sammelte rund 8.700 IP-Adressen und hackte dafür Rechner aus 120 Ländern. Das geschah im Rahmen einer Ermittlung gegen Kinderpornografie, die innerhalb des Tor-Netzwerkes verbreitet wurde. Bekannt wurde der Hack schon im Januar dieses Jahres. Die konkreten Zahlen kamen erst jetzt im Zusammenhang mit einer Beweisanhörung ans Licht.

Anfang 2015 beschlagnahmte das FBI die Webseite „Playpen“, über die kinderpornografische Inhalte getauscht wurden. Anstatt die Seite offline zu nehmen, wurde sie jedoch 13 Tage lang weiter betrieben, um an die IP-Adressen der Nutzer zu gelangen. Da diese mit Hilfe von Tor ihre Identität zu verschleiern versuchten, stellte die Speicherung ein Problem dar. Deshalb hat das FBI die Nutzer mit einer Malware infiziert, um die Daten zu ermitteln.

Mit einer einzigen Gerichtsanordnung wurden so die rund 8.700 IP-Adressen gespeichert. Allerdings durfte der zuständige Richter einer Speicherung nur in seinem Bezirk zustimmen. Diese Regelung soll ab dem 1. Dezember nicht mehr gelten. Richter können dann auch Anordnungen außerhalb ihres Bezirks erlassen und damit das Hacken von Computern auf der ganzen Welt ermöglichen.

7 Kommentare
    • Caro Kirijati 24. Nov 2016 @ 9:34
  1. Propagandamstyle 26. Nov 2016 @ 2:09

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