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Die Herausforderungen des vernetzten Lebens – Dokumentarfilm von Aleks Krotoski

Aleks Krotoski CC BY 2.0 via Flickr/Joi Ito

Aleks Krotoski hat für den Guardian eine Dokumentation gedreht, die anschaulich und einfach verständlich die großen Probleme und Möglichkeiten unseres vernetzten Lebens erklärt. Aleks Krotoski hat einen PhD in Psychologie und schreibt als Wissenschaftlerin und Journalistin unter anderem für den Guardian.

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Schon die Daten, die wir bewusst veröffentlichen, enthalten eine Menge Informationen über uns. Krotoski ließ sich von einer Firma, die sich um die Online-Reputation von bekannten Personen kümmert, ihre veröffentlichten Daten zusammensammeln. Obwohl diese Daten von ihr bewusst gepostet wurden, zeigte sie sich über die Menge der Informationen überrascht. Anschließend besuchte sie zwei Sicherheitsexperten, die ihr zeigten, wie leicht es ist, über einen manipulierten Link Zugang zur Seite des Guardian zu bekommen. Mit Hilfe eines USB-Sticks konnten die Sicherheitsexperten sogar ihren gesamten Laptop übernehmen.

Es gibt aber auch deutlich unproblematischere Fälle der Datenerfassung, etwa wenn Freiwillige in Japan dabei mithelfen, die radioaktive Strahlung nach Fukushima zu messen und frei zur Verfügung zu stellen.

Im letzten Teil des Films begibt sich Aleks Krotoski in ein sogenanntes Smarthome und erfährt, was es bedeuten könnte, wenn nahezu das gesamte Leben von Sensoren erfasst und anschließend ausgewertet wird. Im „Internet der Dinge“ könnte die Toilette in der Lage sein, eine Schwangerschaft zu erkennen, während der Kühlschrank sich selbst befüllt.

Ohne ins technische Detail zu gehen, zeigt der Film, welche gesellschaftlichen, technischen und rechtlichen Probleme sich mit der Digitalisierung aufgetan haben und wie wir mit Lösungen hinterherhinken, während wir unsere Daten weiterhin verschiedensten Firmen anvertrauen.

Zwischendrin erzählt der Film ganz nebenbei die Grundzüge der Entstehung des Konzepts von „Privatsphäre“, der Entstehung des Hackens und der Kryptographie. Ein Film, der es schafft, die großen Zusammenhänge zu erklären, ohne sich mit technischen Details aufzuhalten oder auf größeres Vorwissen aufzubauen.

Das Video gibt es hier auf Youtube, der Tipp zum Video kam von einem unserer Leser. Vielen Dank dafür!

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6 Kommentare
  1. Internet der Dinge ist doch erst der Anfang, wie wird es wohl erst aussehen wenn starke Künstliche Intelligenz zur verfügung steht oder gar eine technische Singularität mit welcher die Interpretation von weitaus größeren Datenmengen sehr leicht möglich sein sollte. Dann ist quasi das Bewustsein, die Psyche aller Menschen frei vermessbar und analysierbar.

  2. Smartwatch, die Selbstüberwachung beginnt.

    Da der Wahrnehmung des eigenen Körpers nicht getraut werden kann überässt es eine immer grösser werdende Zahl der Technik.
    Daten sammeln für Versicherungen?

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