Browsernutzung: Monokultur auf Rechnern, Vielfalt beim Handy

Grafik: CC-BY-ND heise online/Statista

Heise hat zusammen mit Statista die weltweite Browsernutzung visualisiert. Dabei fällt auf, dass auf Mobilgeräten noch eine relative Vielfalt der Browser vorherrscht. Sogar hier fast unbekannte Browser wie der UC Browser sind in manchen Ländern marktführend:


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Auf stationären Geräten hat sich jedoch Googles Chrome fast weltweit durchgesetzt. Ausnahme ist unter anderem Deutschland, wo noch der Firefox führt:

Grafik: CC-BY-ND heise online/Statista
Grafik: CC-BY-ND heise online/Statista

23 Kommentare
    1. wie sieht eigentlich der Datenschutz bei Chrome-Derivaten (Vivaldi, Chromium,….) im Vergleich zum „normalen“ Chrome-Browser aus? Schnorchelt da Google auch mit in den Daten?

      Wäre auch interessant ob diese in der dargestellten Grafik auch unter „Chrome“ einfließen.

    2. Es wird kein Browserverlauf an Google gesendet. Es gibt etliche Synchronisationseinstellungen, die man aber allesamt relativ schnell deaktivieren kann, wenn man sie nicht nutzen möchte.

      1. … was die meisten wahrscheinlich nicht tun, weil sie Chrome sowieso nur heruntergeladen haben, weil Google es ihnen auf der Such-Seite gesagt hat. Die wissen doch nicht mal, dass da etwas passiert, das man abschalten sollte! Synchronisation ist bei einer Firma, die davon lebt, Akten über die Leben von Menschen zu führen, selbstverständlich nur ein Vorwand. Auch das durchschauen wohl die meisten User nicht.

    3. Die Menschen laufen den ganzen Tag mit Wanzen in der Tasche durch die Gegend, sind permanent bei Facebook am tippeln und geben ihre intimsten Geheimisse an irgendwelche Clouds preis, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken, was sie da eigentlich tun.
      Denn: „Es ist ja bis heute noch nichts passiert!“
      Und 100 Staaten lesen fleißig mit, während sich trotz Aufklärung kaum jemand darum kümmert, dass diese Schnüffelei endlich beendet wird. Und wenn dann wieder ein Unternehmen ein „Datenleck“ (ach wie niedlich) hat und 100 Millionen Datensätze verliert, dann klicken die meisten das schnell weg, weil die Schlussfolgerung daraus lauten müsste, Bequemlichkeit aufzugeben und solche Dienste künftig zu meiden. Der Mensch ist eben faul und träge. Und ich bleibe dabei, dass 80% der Bevölkerung im Internet nichts zu suchen haben, weil ihnen jegliche Reife im Umgang mit dem Medium fehlt. Siehe die ganzen Facebook-Hetzer, die dann häufig auch zuvor schon auf Lügen hereingefallen sind, die „hochgeliked“ wurden und dann plötzlich als Tatsachen gelten. Die Wahrheit und Realität interessiert nicht.
      Und sobald sie selbst betroffen sind, weil sie jahrelang alle ihre Daten überall preisgegeben haben, dann wird sofort nach der Mama (dem Gesetzgeber) geplärrt, anstatt sich an die eigene Nase zu greifen.
      Guck Dir Stern TV von gestern an zum Thema „Paybackpunkte abgegriffen worden“. Noch Fragen?

      1. dem stimme ich ausnahmslos zu. und egal, um welches moderne stück software es sich handelt, die bedienung von desktoprechner bis smartphone wird immer weiter versimplifiziert, funktionen automatisiert und optionen entfernt. die menschen werden so nicht kompetenter im umgang mit technologie und daten, ganz im gegenteil. bequemlichtkeit als türöffner zur verletzung der eigenen privatsphäre. ein beängstigender trend.

  1. Der gnadenlose Absturz des Firefox…
    Da hat Suckzilla wirklich ganze Arbeit geleistet: Eine Koop mit Google, die die Community nicht wollte; Black Boxes von Adobe, die die Community nur optional wollte; Zwangsintegration von Hello, die die Community nicht wollte, usw. usf. – you know it all.

    Trotzdem vielen Dank @Suckzilla: Ohne euch hätte es den Pale Moon nie gegeben!

  2. Chrome ist der neue Internet Explorer.

    Hin und wieder verwende ich Chrome beruflich, ansonsten nur gehärteten Firefox. Chrome ist viel schneller, aber auf die Hälfte meiner hilfreichen Addons würde ich deswegen nicht verzichten wollen. Es hat ewig gedauert, alles auf meine Sicherheitsbedürfnisse anzupassen. Das wäre bei Chrome in dem Umfang gar nicht möglich.

    1. Ja die lieben Plug-Ins. Dabei sind solche wie „WOT“, die Sicherheit versprechen und fleißig Daten abgreifen. Habe bislang auf diese Ergänzungen und seit einiger Zeit auf Flash verzichtet – und es geht alles, was ich brauche. Weniger ist oft mehr.

      Wie mit den Plug-Ins sollte auch die Verwendung von Apps kritisch hinterfragt werden. Warum braucht eine Taschenlampe Zugriff auf GPS? usw.

      Also Augen auf im Datenverkehr.

  3. Chrome und FF kann man nicht vergleichen, ich nutze beide parallel und ärgere mich immer über die Unzulänglichkeiten BEIDER!
    FF und Youtube, das geht GARNICHT!
    Trotz Freischaltungsoptionen schafft es FF nicht, wenigstens 30% der Youtubevideos darzustellen.
    Häufig sind Videos in Mozilla gesperrt, und bei Chrom einwandfrei zu sehen

    1. Das liegt aber nicht zwangsläufig an FF, bei mir gehen trotz restriktiven Blockens alle Videos. Ist noch Flash installiert? Runter damit, damit Videos unmissverständlich via HTML5 abgespielt werden. Zusatzplugins für Videos musste ich nicht installieren. Viel Glück und Chrome besser entsorgen … gibt genug andere Browser auf Webkit-Basis. ;)

  4. Wer chrome nutzt begeht ein datenschutzverbrechen an sich selbst.
    Jedes Handy sollte von Werk aus rootfähig sein um Google, bloadware und anderes vom Handy zu schmeißen. Apps, die Google Dienste voraussetzen, gehen gar nicht.

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