„Unsere Regierung verhält sich, als würde sie zum ersten Mal Tetris auf dem Gameboy spielen“

Wired.de hat Christian Heise von der Open Knowledge Foundation Deutschland zum G7-Gipfel und der Open-Government-Politik der Bundesregierung interviewt: „Unsere Regierung verhält sich, als würde sie zum ersten Mal Tetris auf dem Gameboy spielen“.

WIRED: Aber es gibt doch gesetzliche Regelungen, die digitale Agenda ist sogar Teil des Koalitionsvertrags. Es ist ja nicht so, als würde gar nichts passieren.
Heise: Das sage ich auch nicht. Es gab einen nationalen Aktionsplan, der im September 2014 als Folge der digitalen Agenda veröffentlich wurde. Der Plan bleibt aber ein begrenzter Kompromiss. Da stehen gute Sachen drin, aber sie reichen bei weitem nicht aus. Anzukündigen, dass man zwei Datensätze pro Bundesbehörde veröffentlichen möchte, ist albern. Das habe ich dem zuständigen Ausschuss 2012 schon einmal erklärt. Seitdem ist einfach mal nichts passiert.

WIRED: Kling resigniert.
Heise: Wir haben 2015. Keiner würde heute mehr einen alten Gameboy kaufen, aber die Bundesregierung verhält sich genauso, als würde sie gerade zum ersten Mal Tetris spielen.

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Eine Ergänzung

  1. So ein Thema lässt sich schlecht auf einem G7-Gipfel durchprügeln. Ansonsten hat er natürlich vollkommen recht. Man sollte aber auch mal denen auf den Zahn fühlen, die es wissenschaftlich schon seit Jahren vergeigen, weil sie stolz darauf sind, als Juristen keinen Plan von IT zu haben: den verwaltungswissenschaftlichen Hochschulen nämlich…

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