Samsung warnt: Bitte achten Sie darauf, nichts Privates vor unseren SmartTVs zu erzählen

Schöne neue Fernsehwelt: In der EULA von Samsung wird darauf hingewiesen, dass man besser nichts Privates in Anwesenheit eines SmartTVs sagen sollte, weil die Spracherkennung dies irgendwohin übermitteln könnte. Da fühlt man sich doch gleich entspannter im Wohnzimmer!


netzpolitik.org - unabhängig & kritisch dank Euch.

“Please be aware that if your spoken words include personal or other sensitive information, that information will be among the data captured and transmitted to a third party through your use of Voice Recognition.” This is part of their speech-recognition tech, which uses third parties (whose privacy policies Samsung doesn’t make any representations about) to turn your words into text.

Andere Geräte mit ähnlicher Spracherkennungstechnik müssten ähnliches drin stehen haben. Wir wollen mal anfangen, sowas zu sammeln. Sachdienliche Hinweise können gerne in die Kommentare gepostet werden.

(via)

Update: Bild ist von @dasmemejournal.

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Update 2: Der EFF-Aktivist Parker Higgins hat einen Vergleich mit einer Passage aus 1984 von George Orwell auf Twitter veröffentlicht.Samsung Smart TV vs. Orwell 1984

105 Kommentare
    1. Ich wüsste nicht warum du entscheiden kannst ob sowas dumm ist oder nicht.

      Diktiergeräte muss man auch bequatschen und dagegen hast du sicher nicht nichts oder? Aber wer solche degenerativen Kommentare schreibt hat sicher nicht Zeit soweit zu denken.

      1. Ein Diktiergerät mit einem Smart-TV zuvergleichen ist kompletter Unfug, denn ein Smart-TV das am Internet angeschlossen ist, ist eine Datenschleuder man weiß nicht wo die Daten, also das Gesprochene, landen.
        Und mit angeschlossener Kamera kann man auch gut beobachtet werden !
        Ausserdem kann man das Smart-TV fernsteuern und all das geht nunmal mit einem Diktiergerät nicht, denn da ist nur ein Band drin das man entnehmen und an einem sicheren Ort ablegen oder aber auch löschen kann.

      2. @Lockez und? hat der Kommentar von „Warntafel“ dessen Argument du als Unfug bezeichnest sich a) auf die dummdreiste Verallgemeinerung von „Linus“ oder b) auf eine Risikobewertung moderner Technologie bezogen? Natürlich kann man komplexere Technologien immer auch zu mehr als einer einzigen Aufgabe einsetzen. Aber ist es nötig deshalb gleich alles zu verdammen nur weil man es auch missbrauchen könnte? es ist nämlich unabhängig von diesem Zeitungsartikel inzwischen ein ermüdendes Hobby von einigen, auf alles was komplexer als Opas Armbanduhr ist, mit offenem Argwohn und gar tiefer Feindschaft zu reagieren. Solch ein kindisches Verhaltensmuster zeugt doch nur von Charakteren ohne echten Probleme im Leben.

    2. Es gibt auch Menschen, die einen Fernseher erst dank Sprachsteuerung bequem nutzen können. Dazu muss man nicht „einen an der Waffel“ haben.

      1. Es geht auch darum, wie es realisiert ist. Wenn unnötig Daten herausgeblasen werden für eine Funktion, die das Teil von der Rechenleistung her auch alleine meistern könnte, ist das aus meiner Sicht schlicht kategorisch zu boykottieren. Wer’s trotzdem kauft, setzt Prioritäten auf eine Weise, die ich nicht nachvollziehen kann. Ohne Glotze ging’s doch auch!

  1. Das zum einen.
    Zum anderen könnte es ja sein, dass man sich mit anderen Personen im Raum unterhält.
    Aber ich würde mir wünschen, dass anstatt Warnhinweise zu sammeln nach Lösungen /Hacks für das „eventuelle“ Problem gesucht wird.
    Und wenns ne Anleitung ist, wie man das Gerät öffnet und das Mikrokabel kappt :)

  2. Muss bei den Samsung-Geräten zur Nutzung der Sprachfunktion nicht explizit eine Taste auf der Fernbedienung gedrückt werden?

    Ist bekannt über welche IP-Adressen etc. die Sprachbefehle an Samsung gesendet werden? Ggf. lassen sich diese dann im Router blockieren.

    1. Ja, es gibt eine explizite Taste für Sprachsteuerung. Anders als bei Android, wo das Gerät die ganze Zeit „zuhört“: Einfach mal „okay google“ sagen zum Testen. Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass auch ein SmartTV ständig die Spracherkennung anhat. Aber als Kunde _scheint_ dem nicht so zu sein.

      1. Das ist falsch. Bei Android hört nicht das Gerät die ganze Zeit zu. Auch hier muss das eingestellt werden bzw. wäre es fahrlässig, diese Einstellung (falls vorhanden) aktiviert zu lassen. Man hat immerhin eine Wahl. Zu finden unter Einstellungen -> Sprache & Tastatur -> Google Spracheingabe -> „OK Google“-Erkennung

    2. Bei Samsung kann man auch das Gerät einschalten und Co über den Sprachbefehl – aber die Funktion muss erst angewählt werden bei der Einrichtung. Finde den Sturm der Entrüstung gerade echt quatsch, andere sagen „wir erheben Daten“, Samsung sagt „wir erheben Daten, bitte denkt dran – das können auch private Daten sein“ und bekommt dafür so einen undifferenzierten Artikel. Yeah -.-

      1. Ich kann dir leider nicht in der dritten Ebene antworten, daher hier. Erstens: Du kennst meine Seite offenbar nicht. Das ist ok, erwarte ich auch von keinem. Fanboy nehme ich dir aber krumm. Zweitens: Lies meinen Artikel dazu. Bitte. Ich halte von dir und deiner Arbeit hier extrem viel und bin gerade angesichts deiner arroganten Antwort ziemlich enttäuscht. Datenschutz als Thema ist mir sehr wichtig und ich stehe gerade vor, das zum Thema meiner Promotion zu machen. Wobei ich immer gesagt hatte, dass nach meinem ersten Staatsexamen erst ein Praktikum bei dir anstehen würde.

        Meine Kritik an dem Post von dir ist, dass Samsung hier – nur als Beispiel – mehr macht als etwa Nuance und nur als besonderen Punkt, etwa zur Sensibilisierung (?), aufführt, dass eben auch private Daten gehört werden können. Daher verstehe ich deinen Kritikpunkt dabei nicht. Bei der Einrichtung eines SmartTVs von Samsung wird man gefragt, ob man die Option aktivieren möchte und muss die Datenschutzbestimmungen akzeptieren, wie dies auch bei anderen Anbietern der Fall ist. Auch etwa bei Smartphones.

        Hier mein Artikel, will ihn nicht wegen Klicks teilen – auch das ist mir egal – sondern wollte eigentlich das Gespräch hierüber suchen: http://allaboutsamsung.de/2015/02/spracherkennung-bei-smarttvs-ueberraschung-kein-selektives-hinhoeren-moeglich/

        LG, Lars

        1. Schon gesehen, dass Du das gemacht hast. Was ich sagen wollte: Wenn Du schon ewig suchen musst, um die EULA und den richtigen Punkt zu finden, wie wird der normale Verbraucher darauf aufmerksam, der nur liest, dass er/sie für das Feature Sprachsteuerung Geld ausgegeben haben und das dann auch anschaltet. Und wer liest die AGB, wenn man seinen Fernseher schon gekauft hat und sich mühevoll da durchklicken muss? Wer liest AGBs, wenn man sich einfach durhcklicken könnte?

          Ist ja prima, dass das nicht schon default eingeschaltet ist, aber mehr Hinweis wäre schon sinnvoll. Und wir weisen auch bei anderen Devices von anderen Herstellern daraufhin und haben explizit auch dazu aufgerufen, uns Hinweise zu liefern.

          Und wegen Praktikum kannst Du Dich gerne mal melden.

      2. Genau da liegt aber das Problem. Die Dinger werden ja nicht zum Spaß geschrieben und wer AGB, Datenschutzbestimmungen und Dergleichen ungeprüft akzeptiert, muss in Kauf nehmen dort (fast) Allem zuzustimmen.
        Eventuell wäre es daher besser gewesen, den Artikel unter dem Thema „Warum es so wichtig ist (AGB/…) zu lesen“ aufzuziehen.

    3. nee, es muss keine Taste gedrückt werden. Kann es bis dato auch nicht wirklich deaktivieren. Nach Installation damals wusste ich sofort bescheid, die Spracherkennung schaltet sich automatisch nach Inbetriebnahme ein (dat jute Mikro blinkt sofort auf) hab´es auch sofort ausprobiert. Dat Dingen versteht nichts, trotz deutlicher Aussprache. Wenn man Sie beschimpft, versteht Sie es !^^ Würde aber trotzdem gerne wissen, wie ich et ausschalten kann…..

    1. Die Aussage ist dann von Samsung zwar korrekt, die Durchführung aber nicht richtig.

      Einem Kunden muss die Möglichkeit gegeben werden, der AGB zu widersprechend, sie abzulehnen. Natürlich mit der Konsequenz, dass eben kein Vertrag zustande kommt. Aber genau darum geht es.

      Stillschweigendes Einvernehmen vom Kunden vorauszusetzen, entspricht nicht dem geltenden Recht. Der Kunde wird seinem Recht „der vorzeitigen Kündigung durch Vertragsänderung“ beraubt. Diese Art der Kündigung ist für jeden interessant, der seinen Gasversorger wechseln will, obwohl der Vertrag eigentlich noch läuft.

      1. Wenn die Tv’s schon ein Mikrofon haben,
        kann man für die AGB ja einen Sprachaufnahme machen lassen beim Einrichten des TV’s
        der den Text vergleicht mit Orginal AGB’s. Das stellt sicher das jeder sie liest.
        Sofern die Software alle Worter erkennt.

  3. Auch das iPhone kann man auf „ständig mithören“ einstellen, ohne expliziten Warnhinweis:
    “With iPhone connected to a power source (or if you’ve already started a conversation with Siri), you can use Siri without even pressing the Home button. Just say “Hey Siri,” then make your request.”

    Excerpt From: Apple Inc. “iPhone User Guide For iOS 8.1.” Apple Inc., 2014. iBooks.
    This material may be protected by copyright.
    Check out this book on the iBooks Store: https://itun.es/de/KT6R2.l

    1. Nur damit ich nicht missverstanden werde: An sich ist Apple recht transparent. Bei den Siri-Einstellungen ist Untenstehendes prominent verlinkt. Aber es steht halt nix Explizites vom möglichen ständigen Zuhören,

      „When you use Siri and Dictation the things you say and dictate will be recorded and sent to Apple to process your requests. Your device will also send Apple other information, such as your name and nickname; the names, nicknames, and relationship with you (e.g., “my dad”) of your address book contacts, song names in your collection, and HomeKit-enabled devices in your home (e.g., “living room lights”) (collectively, your “User Data”). All of this data is used to help Siri and Dictation understand you better and recognize what you say. It is not linked to other data that Apple may have from your use of other Apple services.

      If you have Location Services turned on, the location of your device at the time you make a request will also be sent to Apple to help Siri and Dictation improve the accuracy of its response to your requests. You may choose to turn off Location Services for Siri and Dictation. To do so, open Settings, tap Privacy, tap Location Services, tap Siri & Dictation and select “Never”.

      Information collected by Apple will be treated in accordance with Apple’s Privacy Policy, which can be found at http://www.apple.com/privacy.

      You may choose to turn off Siri or Dictation at any time. To turn off Siri, open Settings, tap General, tap Siri, and slide the Siri switch to “off”. To turn off Dictation, open Settings, tap General, tap Keyboard, and slide the Enable Dictation switch to “off”. If you turn off both Siri and Dictation, Apple will delete your User Data, as well as your recent voice input data. Older voice input data that has been disassociated from you may be retained for a period of time to generally improve Siri, Dictation and dictation functionality in other Apple products and services. This voice input data may include audio files and transcripts of what you said, related diagnostic data, such as hardware and operating system specifications and performance statistics, and the approximate location of your device at the time the request was made.

      You can also restrict the ability to use Siri & Dictation altogether under the Restrictions Setting.“

      1. Zitat:
        An sich ist Apple recht transparent.
        ……………………………………………………………………………………………..
        Hahaha….selten so gelacht, endlich mal wieder was Witziges.

      2. Die eigentliche Reaktion von Siri, also das Aufnehmen und analysieren der Stimme, findet erst nach dem „Start-Kommando“ statt.

        Eben dieses „Start-Kommando“ wird aber Lokal auf dem Gerät erkannt. Natürlich lauscht Siri nach diesen Worten, verschickt aber bis zur Aktivierung kein Daten.

  4. Das gleiche gilt auch für andere TVs mit Mikrofon, z. B. von LG. Und für alle Apple-Geräte mit iOS oder OS X (also auch Macbooks). Sogar für Spielkonsolen wie die aktuelle XBox von Microsoft.

    Wer Internet-taugliche Geräte mit eingebautem Mikrofon hat, ist schon totalverwanzt.

  5. Moment mal, nur zum Verständnis:

    Wenn ich irgendwo zu Besuch bin oder mich mit Leuten treffe, werde ich automatisch durch deren Smart-TVs und Smartphones abgehört? Oder an anderen öffentlichen Orten: sobald Leute mit Smartphones in Hörweite sind, werde ich abgehört?

    DAS DARF DOCH NICHT WAR SEIN!!!

    Selbst die Stasi hatte nicht überall Mikrofone verbaut!

    1. Wenn ich irgendwo zu Besuch bin oder mich mit Leuten treffe, werde ich automatisch durch deren Smart-TVs und Smartphones abgehört? Oder an anderen öffentlichen Orten: sobald Leute mit Smartphones in Hörweite sind, werde ich abgehört?

      So ist das eben und das Dumme ist, die Leute wollen das nicht mal, aber arbeiten Geheimdiensten und Co sauber zu.
      Das ist genau so wie mit den hochauflösenden Kameras (in Smartphones) wo auch alle zufällig mit ins Bild gelatschten Leute – und das sind viele, denn die meisten machen halt Alltagsschnappschüsse und keine aufwendig inszenierten Aufnahmen – in locker ausreichender Qualität für ne Gesichtserkennung drauf sind.
      Vermutlich genügen die unendlichen Urlaubsfotos, die die Menschen ganz einfach direkt und unbearbeitet, verkleinert, komprimiert, auf Fotoplattformen laden, um ganz ohne PNR zu ermitteln, wer wann wo war.

      Ich würde mich als Geheimdienst schwer dafür einsetzen, daß die Pocket-Technologien möglichst effizient sind, was Datenerhebung angeht.

  6. Stella such die Frage, we reined Samsung-Fernseher „hacks“?

    Alternativ, bis zu einer Lösung, das Mikrofon ankleben, nicht mit Tesafilm, sollte auch helfen…

  7. Wer des Englischen mächtig ist, wird dort den Hinweis lesen, dass ggf auch Privates zum Zweck der Spracherkennung übermittelt wird und nicht, „dass man besser nichts Privates in Anwesenheit eines SmartTVs sagen sollte“.
    Im folgenden Absatz steht übrigens, dass man die Spracherkennung auch ausschalten kann …. aber das liefert natürlich keine reißerische Headline.

  8. Manchmal habe ich das Gefühl, dass Netzpolitik paranoid geworden ist und überall Negatives sucht und findet. Samsung hat einen Fernseher mit Sprachfunktion entwickelt und weist absolut korrket und vorbildlich in den Eulas darauf hin, dass die Worte in der Cloud analysiert werden, wo auch sonst?

    Wahrscheinlich kann man das deaktivieren, aber wozu? Immerhin hat man den Fernseher wohl wissend ob dieses Features gekauft.

    Wie schon in mehreren Kommentaren erwähnt, haben inzwischen viele digitale Devices dieses Feature z.B. Android (OK Google), Apple (Siri) oder Microsoft (xBox). Über einen Schalter um sein DEvice zu „Kastrieren“ kann man gerne argumentieren, aber bestimmt nicht über den Hinweis in den Eulas. Das dann noch als Sensation zu verkaufen, ist meiner Meinung nach auch kein guter Journalismus.

    Grüße aus dem Norden
    Andreas

    1. Sie gehören wohl zu den Menschen die nichts zuverbergen haben, oder ?
      Dann lassen Sie doch die Wohnungstür weit geöffnet wenn Sie Fernsehen oder andere Tätigkeiten in Ihrer Wohnung machen.

    2. BTW, ich kaufe mir keinen Fernseher, wegen einer möglichen Sprachsteuerung.

      Aber mal anders gedacht. Warum kaufe ich mir überhaupt einen Fernseher? Viele, zumindest einige die hier lesen und auch schreiben, haben sicherlich noch einen guten Sät-Receiver.

      Warum also einen Fernseher und nicht einfach nur einen Bildschirm?

      Ich habe erst vor kurzem ein Gerät gekauft, dass eben keinen Receiver hat, dafür habe ich meinen Sät-Receiver. Sollte ich dennoch mal in die Versuchung kommen, wird das Gerät schlicht und einfach nicht mit dem Internet verbunden, ganz einfach.

    3. Diese Einstellung ärgert micht wirklich.

      Sollen „die nichts zu verbergen haben“ doch ihre Wohnung verwanzen, wenn sie da allein leben oder in einer Kommune mit anderen gläsernen Bürgern. In meinen Augen handeln Leute, die billigend in Kauf nehmen, dass Andere durch ihre Wanzen abgehört werden, keinen Deut besser als IMs der Stasi. Und sie tun es nicht mal für den eigenen Vorteil (Spracherkennung würde auch ohne Internet funktionieren, ansonsten kauft man den Mist halt nicht), sondern aus fahrlässiger Gedankenlosigkeit. Schlimmstenfalls rechtfertigen sie es auch noch.

      Da gibt es nichts zu rechtfertigen oder zu verharmlosen, so etwas ist eine willfährige Verletzung der Privatsphäre Anderer und das tut man nicht! Wo soll denn das enden, wenn die Normen so zugunsten derer verschoben werden, die unsere Privatleben zu Datenhackfleisch machen?

  9. In der Diskussion kommt die Frage etwas kurz, wodurch die Übertragung der Sprachdaten eigentlich ausgelöst wird. Im Falle von „Hey Siri“ ist es nicht etwa so, dass ununterbrochen Audiodaten an die Apple-Server geschickt werden. Statt dessen wird das Kommando „Hey Siri“ lokal auf dem Gerät erkannt, und erst ab diesem Moment beginnt die Übertragung der Daten an Apple. Das lässt dich anhand des hochgeladenen Datenvolumens sehr leicht nachvollziehen. Insofern ist „Hey Siri“ nicht unbedingt wesentlich unsicherer als ein Tastendruck zur Aktivierung.

    Bei „OK Google“ ist es vermutlich ähnlich, ebenso bei Amazon Echo. Wir das bei Samsung läuft, wäre noch zu prüfen.

    1. Ich bleibe mal beim TV, aus der Anleitung: „Sagen Sie entweder das auslösende Wort, oder drücken Sie die Taste VOICE, um die Funktion Spracherkennung zu starten.“ Um auf bestimmte Codewörter reagieren zu können muss er natürlich auch immer „zuhören“, was wiederum natürlich nicht zwingend heisst, dass Obama oder gar Ueli mithört.

  10. Ich empfehle übrigens die DNS zu ändern bei den Einstellungen – nicht nur bei SmartGlotze sondern überall wo man Zugriff darauf hat. Nehmt die Server. Da wird nix gespeichert und die sind immer erreichbar

    95.169.183.219 (für ns01.cyberghostvpn.com, Standort: Deutschland)
    89.41.60.38 (für ns02.cyberghostvpn.com, Standort: Rumänien)
    37.221.175.198 (für ns03.cyberghostvpn.com, Standort: USA)

    Alternativ die vom Antivirus Hersteller COMODO
    https://www.comodo.com/secure-dns/

    8.26.56.26
    8.20.247.20

    1. Cyberghost ist nur in der Grundversion, abgespeckt in der Bandbreite, kostenfrei. Die Verwendung eines Router ist nur für den DNS gedacht, jeder Client sollte also eine entsprechende Software installiert haben, die dann die Verbindung via VPN aufbaut.

      Bis zu diesem Zeitpunkt läuft die Verbindung aber grundsätzlich über den eigenen ISP, beispielhaft Telekom. Natürlich kann die Telekom, oder auch jeder andere ISP, alles speichern, analysieren, mitschneiden oder sonstwas machen.

      Die DNS-Anfrage als solches ist völlig egal und die Verwendung von Cyberghostvpn als DNS-Einteag nutzt nur in sofern, als dass eventuelle Einträge, die seitens des ISP gesperrt sind, vielleicht noch gefunden werden.

      Dem Samsung ist das dahingehend egal, der entsprechende Samsung-Eintrag wird auch bei Cyberghostvpn geführt.

  11. Also „Spracherkennung“, hatte mein Nokia 6310 schon vor … 10?, 15? Jahren, ganz ohne „Daten an Server senden“. Die ach so smarten Handy und SmartTV Betriebsysteme sind anscheinend so bescheiden Programmiert, dass die mittlerweile ums 100 bis 1000fach Leistungsfähigkeit der Prozesoren zu verbraten? Mich würd mal interessieren, wofür die hin und herschickerei wirklich benutzt wird. Solange Spracherkennung nicht OnDevice ermöglicht wird, ist das für mich kein Funktion, sondern eine Frechheit.

    1. „Solange Spracherkennung nicht OnDevice ermöglicht wird, ist das für mich kein Funktion, sondern eine Frechheit.“

      Das würde ich so unterschreiben.

  12. Wir wollen nicht überwacht werden, kaufen uns allerdings permanent Geräte, die dazu geeignet sind, uns allenorts und permanent zu überwachen. Und zwar nicht nur, wohin wir gehen, was wir gerne sehen, was wir kaufen, was wir konsumieren, sondern nun auch noch Unterhaltungen und ggf. sogar Bilder unserer Privaträume, ggf. sogar bei intimen Momenten.
    Furzegal, wer oder was die speichert und auswertet oder ob das nur eine Maschine ist:
    Sowas hat nicht gestattet zu werden. Niemals.

    Wie nennt man sowas eigentlich? Schizophren?
    Oder sind wir alle so derart „geil“ auf diese Features, dass wir alles andere nur allzu gerne verdrängen?

    Spätestens seit Snowden sollten eigentlich 90% der Menschheit ihre Handies weggeworfen haben und vorsichtiger geworden sein. Aber sie merken halt, dass „nichts“ passiert, bis eines Tages eben doch etwas passiert. Aber dann ist es natürlich zu spät. Spätestens nach der ersten Hausdurchsuchung wegen einer Bagatelle oder einer falschen Verdächtigung. Nur ist dann schon alles zu spät.

    Und so ein Fernseher würde mir gar nicht erst ins Haus kommen, auch keine Spielkonsolen mit ähnlichen Möglichkeiten. Da achte ich schon beim Kauf drauf. Smart ist eben smart… vor allem für die anderen, die Geld mit Daten verdienen.

    1. Vielleicht trifft folgendes ehr, oder auch auch, zu: Solange Facebook genutzt wird, um mitzuteilen, wie gut mein letzter Stuhlgang war, brauch ich mir keine Gedanken darüber zu machen, ob und wie, oder was, mein Fernseher mithört, -schneidet oder verschickt.

      Ich weiß, Standartfloskel, aber sie passt solange, bis solche Unternehmen ausgebremst werden.

  13. Schon vor 1-2 Jahren gab es das gleiche Theater zu TVs von LG, nur haben die das heimlich gemacht und nicht extra darauf hingewiesen. Samsung warnt wenigstens davor. Wer das nicht will, darf grundsätzlich kein Gerät mit Mikrofon und Internet benutzen. Kein Smart TV, kein Smartphone, kein iPad, kein Macbook und keine XBox.

  14. Von einem Panasonic Viera:
    „Wir können dritten Parteien Ihre Informationen zugänglich machen oder ihnen Ihre Informationen in gesammelter Form verkaufen, aber nur in solcher Weise, dass kein einzelner Benutzer mit irgendeiner spezifischen Handlung oder Information verknüpft werden kann.
    […]
    Das Internet ist eine globale Umgebung. Indem Sie den Dienst nutzen, senden Sie Informationen elektronisch an uns, und solche Daten können über das Internet international abhängend von ihrem Standort übertragen werden. Beachten Sie, dass das Internet keine sichere Umgebung ist, und dass diese Datenschutzrichtlinie sich nur auf unsere Verwendung und Offenlegung Ihrer persönlichen Informationen bezieht, soweit diese in unserem Besitz und unter unserer Kontrolle sind. In Anbetracht der offenen Natur des Internets geschehen alle Internet-Übertragungen auf eigene Gefahr.“

    Bei der Sprachsteuerung:
    „Dieser Vertag [sic] unterliegt japanischem Recht, ohne Berücksichtigung möglicher Konflikte bei Rechtsgrundsätzen, unnd die Vertragsparteien unterstehen der ausschließlichen Gerichtsbarkeit des District Court (Amtsgericht) in Osaka, Japan.
    […]
    Sie achten darauf, dass Sprechdaten je nach dem, was bei Ihnen gesprochen wird, keine persönlichen Informationen enthalten, da solche Daten im Sinne geltender gesetzlicher Datenschutzbestimmungen als persönliche Daten erachtet werden können. […]
    Ferner nehmen Sie zur Kenntnis, erlauben es und stimmen zu, dass Panasonic und/oder der Lizenzgeber weitere Daten sammelt, zum Beispiel […] MAC-Adresse (die „spezifischen Daten“), und dass diese spezifischen Daten verwendet, offengelegt und/oder weitergegeben werden an Dritte. Jedem TV wird im Werk eine MAC ID zugewiesen. Diese kann nicht benutzt werden, persönliche Daten wie zum Beispiel Benutzerkonten zu ermitteln oder zu identifizieren.“

  15. Ich finde die Diskussion hier recht witzig. Man hätte sie sich auch sparen können.
    Samsung und die anderen hier erwähnten Firmen sind schlicht Gesetzesbrecher.
    Abgehört werden darf in Deutschland nur von bestimmten Diensten nach richterlicher Anweisung, ein Privatunternehmen niemals. Also ist jedes Abhören ob von Samsungs „Smart“TVs oder Siri oder sonstwem illegal.
    Da wird sich auf EULAS und Datenschutzrichtlinien berufen, die der Käufer er nach dem Kauf zu sehen bekommt. Und das ist schlicht Quatsch. In Deutschland sind Vertragsbedingungen für Käufer, die keine Kaufleute sind, nur gültig, wenn sie sie bei Vertragsabschluss kannten, sie also Teile des Kaufvertrags sind (und der Gerichtsstand ist immer der des Käufers). Der ist bei solchen Käufen mit der Übergabe der Ware abgeschlossen. EULAS und Datenschutzrichtlinien, die der Käufer erst nach dem Kauf zu sehen bekommt sind schlicht nichtig. Samsung und die anderen brechen also deutsche Gesetze wenn sie abhören, und die EULAS und Datenschutzrichtlinien sind schlicht Humbug. (Japanisches Recht (Panasonic) gilt hier bei Käufen von Privatleuten ebenfalls nicht).
    Diese Firmen sind schlicht Rechtsbrecher und so sollte man sie behandeln.

    1. Es ist nicht verboten sich FREIWILLIG abhören zu lassen, und das ist hier ja explizit der Fall.

      Niemand zwingt einen, einen Samsung-Fernseher, eine XBox oder ein iPhone zu kaufen, ergo machen die Firmen auch nichts verbotenes. Wenn die Kunden nicht drüber nachdenken was sie tun ist das DEREN Problem.

      1. Darüber wie „explizit“ es ist, kann man sich durchaus streiten. Und davon hängt die Legalität des Vorgangs ab, weil es in unserem Rechtssystem eben keine automatische Zustimmung zu beliebigen Vertragsklauseln durch Kauf und sogar Betrieb eines Gerätes gibt.

  16. Wo eine Möglichkeit geschaffen ist, wird es einen gegeben, der sie zu seinem Vorteil und damit zum Nachteil anderer nutzt. Dieses Wissen sollte sich mittlerweile doch durchgesetzzt haben. Oder?

    Samsung reiht sich mit dem „verstecken“ bestimmter Fakten irgendwo „hinten unten“ nahtlos in Reihe mit Versicherern, Transportunternehmen – eigentlich allen die ‚Kleingedrucktes‘ auf mehreren Seiten anbieten, ein.

    Wer smarte Technologie benutzt, läuft Gefahr dass diese Technologie von Dritten zu seinem nachteil benutt wird – das ist seit ddem ersten smarten TV auf dem markt bekannt. wer seine Daten in die Cloud legt, läuft Gefahr dass jemand sie ansieht, prüft oder stiehlt.

    Wem das immer noch nicht klar ist, interessiert sich nicht dafür und wem das klar geworden ist, der wird seine Konsequenzen daraus ziehen.

    Unsere Privatsphäre haben wir aufgegeben, als wir unbedingt das Internet und den technischen Fortschritt wollten, wohl vergessend, dass eine bestimmte personengruppe darauf nur gewartet hatte.

  17. Weil die EULA von Samsung eine Zumutung sind, beim Kauf des Gerätes verschwiegen werden, und der Zwang, vor Benützung des Geräts diesen Knebelungsvertrag abnicken zu müssen eine strafbare Nötigung darstellt, wollte ich gegen Samsung einen Prozess anstrengen.
    Die Jursisten des Konzerns sind völlig unerschütterlich und leider konnte ich keine finanzielle Unterstützung zusammentrommeln.

    1. Wer die EULA als Zumutung empfindet, der kann vom Kauf zurücktreten.

      Ich sehe das Problem jedoch an anderer Stelle. Man darf solche Produkte nicht benutzen wollen. Das dennoch-benutzen-Wollen macht es kompliziert. Eine Frage der geistigen Hygiene.

    1. Doch doch, das Ministerium für Überfluß teilt mit: hochauflösende Televisoren nun für nur 300 Victory-Euro! Nur für stramme Parteigenossen.

  18. Stichwort: Cortana im kommenden Windows 10. Damit hat das Betriebssystem nicht nur eine universelle Hintertüre (Windows Update), sondern ist jetzt auch noch Wanze. Kann man zwar „abstellen“ (aber bei dem letzten Microsoft Patch Desaster würde es mich nicht wundern, wenn dieses tolle Feature problemlos eingeschalten werden kann).

  19. Stellt sich auch ein bisschen die Frage, ob dieses EULA überhaupt wirksam ist (Stichworte: Kenntnis vor Kauf, überraschende Klauseln). Wenn nicht, gibt es auch es auch keine Zustimmung zu einer Datenübermittlung an Dritte, ergo ist diese rechtswidrig.

  20. Tja, da hofften die (wir) Nerds jahrelang endlich den Picard raushängen lassen zu können (Dragon dictate – yeah) und mit unseren Geräte zu schwätzen wie in jedem zweiten Sci-Fi Film, dachten aber eher das die Spracherkennung im Gerät direkt drin ist. Dann kam Apple mit Siri, zeigt was brauchbares und offenbart das der Kram nur „gut“ funktioniert wenn alles zum großen Brunder gefunkt wird.

    Ach menno, immer diese ganzen Pferdfüße. Das nervt nur noch. Ich bin selber ITler aus Leidenschaft und Technikbegeistert. Werde aber im laufe der Zeit einfach immer mehr müde auf all diesen Dreck noch rücksicht nehmen zu müssen und entwickle mich immer mehr zu Grisley Adams auf der Hütte.

    So hatte ich mir die Zukunft nicht vorgestellt, ich will den Scheiß endlich mal nutzen können ohne das Gefühl zu haben ständig was falsches, dummes zu tun wo irgendjemand meine gutgläubigkeit ausnutzt um mich auszuspionieren (NSA, BND) oder meine Daten verhöckert.

  21. Es gibt auch die ersten Smart-Betten die das Schlafverhalten „tracken“. Wir arbeiten aktuell an einem Wasserbett und einem Boxspringbett mit solcher Ausstattung. Wenn man den Samsung TV Bericht aber so liest kann man sich schon denken wo das einmal hinführen wird. Big Brother ist watching you – EVERYWHERE

  22. Das schöne dabei, die Übertragungskosten zahlt ihr alle auch noch selber.
    Danke, dass ihr uns das alles freiwillig schickt.
    Wir behalten uns dafür aber alle Rechte auf die Aufzeichnungen vor.
    Euer Samsung Team

  23. Smart people do not need smart devices.
    Smart people do not buy smart devices.
    Smart people do not use smart devices.

    Smart people know about the black meanings of „smart“.

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