Pirate-Bay-Gründer Peter Sunde hat der Süddeutschen Zeitung ein Interview gegeben, in dem er über die Zentralisierung des Internets, den Einfluss der USA, Safe Harbor und TTIP spricht.
Er ist der Meinung, dass den Unternehmen nicht die Vorherrschaft über das Internet überlassen werden darf, genausowenig wie einzelnen Nationen. Er berichtet von der Arbeit an einem privaten, digitalen Tribunal:
Wir arbeiten an einer Software, über die es Menschen ermöglicht, ihr eigenes Tribunal einzusetzen. Als Geschworene hole ich zum Beispiel Philosophen und Künstler dazu. Dann kann jeder eine Klage einreichen. Mit den Geschworenen verhandeln wir den Fall im Videochat. Wir debattieren die moralischen Fragen dahinter und kommen zu einem Urteil.
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Zum Beispiel könnte man auch den Algorithmus von Facebook verklagen. Und die Jury könnte entscheiden, dass der Konzern wegen seines Umgangs mit den Daten seiner Nutzer 20 Prozent seiner Aktien einer Nichtregierungsorganisation übergeben muss, um sich ethisch reinzuwaschen.
Besonders realistisch ist das nicht und Sundes Tribunal hätte auch keine bindende Wirkung. Aber das scheint ihm egal zu sein, ihm gehe es darum, „dass die Menschen beginnen, über Moral nachzudenken und darüber, warum die Dinge sind, wie sie sind.“