Neuseelands Geheimdienst arbeitet mit und gegen Bangladesch

The Intercept und The New Zealand Herald haben neue Erkenntnisse zur Arbeit des neuseeländischen Geheimdienstes GCSB aus den Snowden-Dokumenten veröffentlicht. Notizen und Berichten zufolge hat dieser Daten mit Geheimdienstlern in Bangladesch geteilt – einem Staat, der vielfach durch die Verletzung von Menschenrechten aufgefallen ist. Und der noch dazu zu selbst zu prioritären Geheimdienstzielen Neuseelands gehört. Als Grund für die Geheimdiensthilfe wird in NSA-Berichten Terrorismusbekämpfung genannt.

Für den Staat Bangladesh heißt das primär die Bekämpfung politischer Dissidenten, ihre Verfolgung und Folter. An vorderster Front steht dabei das „Rapid Action Battalion,“ die Anti-Terror-Einheit der bangladeschischen Polizei, die für ihr brutales Vorgehen bekannt ist. Und so steht die Einheit wiederum seit 2003 selbst auf einer Beobachtungsliste des GCSB, der aus US-Gebäuden Telefongespräche abhörte. Aus einem geheimen Bericht von 2009 geht hervor, dass „RAB ein aktives Ziel des GCSB war und dies auch in Zukunft interessant sein dürfte.“

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