AT&T wehrt sich gegen FCC-Strafe

Wie erwartet hat der US-amerikanische Netzbetreiber AT&T Einspruch gegen eine von der Regulierungsbehörde FCC verordnete Strafzahlung von 100 Millionen US-Dollar eingelegt. Der Anbieter soll seine Kunden in die Irre geführt und „unlimitierte“ Tarife verkauft haben, die jedoch nach dem Verbrauch eines bestimmten Datenvolumens empfindlich gedrosselt wurden. Die Einschränkung sei nicht klar genug kommuniziert worden.

AT&T weist jede Schuld von sich und erklärte, die Kunden ausreichend informiert zu haben. Zudem entbehre die höchste jemals von der FCC ausgesprochene Strafe jeglicher Grundlage:

“The Commission’s findings that consumers and competition were harmed are devoid of factual support and wholly implausible,” the company wrote in its filing. “Its ‚moderate‘ forfeiture penalty of $100 million is plucked out of thin air, and the injunctive sanctions it proposes are beyond the Commission’s authority.”

And the company tried to cast doubt on the commission’s motives. Its efforts, the company said, were evidence of “an unseemly effort to coerce settlement.”

The company says that it notified customers on a variety of platforms, including posting a disclosure online and texting customers with “unlimited” plans, about the slower speeds they would encounter if they exceeded a certain amount of data usage.

“Under any lawful mode of analysis, the fact that AT&T complied with the Transparency Rule’s requirements by posting an online disclosure containing the information the Commission required should end this case. AT&T, however, went well beyond the Rule’s requirements and directly notified all users affected by the MBR policy in numerous additional ways,” the company said in its filing.

Mittlerweile hat AT&T die Praxis geändert und schränkt die Bandbreite nur mehr dann ein, wenn es zu Überlastungen im Netzwerk kommt. Als Schuldeingeständnis will das der Konzern aber nicht verstanden wissen, denn Kunden seien nicht zu Schaden gekommen.

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Eine Ergänzung

  1. Sobald eine Strafe einen Konzern etwas trifft, lässt sich das anhand des Wortes „unverhältnismäßig“ ablesen ;)

    Aber schön, dass sie zur Vernunft gekommen sind.

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