Wer eine Wohnung in den üblichen Gegenden von Berlin sucht, wo man in den vergangenen zehn bis zwanzig Jahren hingezogen ist, findet immer weniger Angebote. Gleichzeitig steigen die Mieten überall und die es gibt immer mehr Angebote für Mietwohnungen über Plattformen wie AirBnB. Letzteres freut Touristen, weil die Preise in der Regel günstiger als Hotels sind (weil häufig auch keine Steuern, etc gezahlt werden) und manche freut es, auch mal ein Zimmer privat zu vermieten und Menschen kennenzulernen. Häufig aber entzieh diese Plattformen viele Wohnungen dem Wohnungsmarkt und das ist wiederum blöd für diejenigen, die hier wohnen und arbeiten – und dadurch an den Rand verdrängt werden, wo es noch bezahlbare Wohnungen gibt.
„AIRBNB vs BERLIN – Was sagen die Daten?“ visualisiert anschaulich viele Zahlen rund um AirBnB in Berlin. Die Plattform ist als studentisches Projekt im Rahmen des Kurses »From Reading to Exploring – Visuelles Geschichtenerzählen im Datenjournalismus« im Wintersemester 2014/15 am Fachbereich Design an der FH Potsdam gemacht worden. Ich war gerade ganz verwundert, dass in meiner (eher kleinen Seitenstrasse) zwei Dutzend Ferienwohnungen angeboten werden. Und noch viel mehr in den Straßen drum herum. Das erklärt natürlich, warum es immer weniger bezahlbare Wohnungen zu mieten gibt. Danke an AirBnB für nichts.
