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Unions-Fraktion lädt uns zum Pressegespräch, wir scheitern an der Tür

Vor einer Woche berichtete ich über meine erfolglose Jahresakkreditierung bei der Pressestelle des Deutschen Bundestages. Gegen die Ablehnung habe ich förmlich Widerspruch eingelegt, da ich hauptberuflich journalistisch tätig bin und über einen Presseausweis verfüge, seitdem habe ich aber nichts mehr gehört (Bis letzten Freitag wollte man sich melden). Heute hatten wir ein neues Erlebnis mit…

  • Markus Beckedahl

Vor einer Woche berichtete ich über meine erfolglose Jahresakkreditierung bei der Pressestelle des Deutschen Bundestages. Gegen die Ablehnung habe ich förmlich Widerspruch eingelegt, da ich hauptberuflich journalistisch tätig bin und über einen Presseausweis verfüge, seitdem habe ich aber nichts mehr gehört (Bis letzten Freitag wollte man sich melden).

Heute hatten wir ein neues Erlebnis mit der Pressestelle. Die CDU-/CSU-Bundestagsfraktion hat uns zu einem Pressegespräch eingeladen. Da ich am Mittwoch Vormittag nicht kann, wollte Anna Biselli für uns hingehen und hat sich bei der CDU-/CSU-Bundestagsfraktion angemeldet. Diese hat sie an die Pressestelle des Bundestages weitergeleitet, dort hat sich Anna dann per Formular und Fax angemeldet und gerade die Ablehnung erhalten:

Ohne Presseausweis bekommt sie keine Tagesakkreditierung, darf also auch nicht an dem Pressegespräch teilnehmen, zu dem wir explizit eingeladen worden sind.

Wo ist Kafka, wenn man ihn braucht?

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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14 Kommentare zu „Unions-Fraktion lädt uns zum Pressegespräch, wir scheitern an der Tür“


  1. Die besten der Besten der Besten, Sir!


  2. Besorgt Euch Presseausweise – oder schiet upp de Bundestag. Spielt deren Spiele – oder fühlt Euch frei und emanzipiert Euch.


    1. Ich habe einen Presseausweis, bekomme trotzdem keine Jahresakkreditierung. Was man bedenken sollte: Ein Presseausweis ist eh ein Witz. http://www.telemedicus.info/article/2718-Darf-der-Bundestag-von-Bloggern-einen-Presseausweis-verlangen.html


      1. Ja, klar – aber erst wenn Ihr/Du die formellen Vorraussetzungen (hier Annas Presseausweis) erfüllt, ist die Empörung journalistisch fundiert – sonst aber immerhin eine Nachricht wert, die eine Tendenz zu zunehmender Strenge vermuten lässt. Mit Respekt vor Eurer [und Anderer, AK Vorrat, ccc, digital courage..] Arbeit bleibt groß ;-)


  3. Wenn ich die CDU wäre, würde ich Anna Biselli auch nicht reinlassen.


    1. Lesen können rules

      ,

      Wenn ich Blogbetreiber wäre, würde ich Kommentatoren, die offensichtlich zu blöd zum lesen sind, auch nicht schreiben lassen.


      1. dot tilde dot

        ,

        jaja, lesen können.

        hier lässt sich von frau seeliger auch ein schönes kompliment an frau biselli lesen.

        dem ich mich ganz ausdrücklich anschließen möchte.

        .~.


  4. Bekommt man mit ’nem Presseausweis nicht ganz tolle Rabatte, auf Flugreisen, Autos, Eintrittskarten, etc.?

    Im Ernst, das geht natürlich gar nicht. Ein modernes Verständnis von Presse/Medien/Demokratiebeteiligung sieht anders aus. Ist wahrscheinlich auch nicht gewollt.


  5. Krabbler

    ,

    Wer genau ist eingeladen worden? Du (als Person) oder netzpolitik.org?


    1. Redaktion ist eingeladen worden. Anna geht für uns hin. Die CDU-/CSU-Fraktion holt sie jetzt am Eingang ab, so dass sie auch ohne Pressestelle reinkommt.


      1. Krabbler

        ,

        Die hacken ihr eigenes System :-)


  6. Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag die Einführung eines „amtlichen Presseausweis“ festgelegt. Ob, das jetzige Verhalten der Bundestagsverwaltung ein Vorbote ist?


    1. Einem amlichen Presseausweis stuende genauso Art. 5 GG entgegen, wie derzeit schon der Akzeptanz von nur jenen Presseausweisen der fuenf grossen Verbaende.

      Es steht zu vermuten, dass es sich bei dem Satz im Koaltionsvertrag um die Uebernahme aus einem Lobbypapier eines ebensolchen Verbandes handelt. Die verfassungskonforme Umsetzung der Forderung aber duerfte nahezu unmoeglich sein.


  7. herr beckedahl, wie wärs mit einer spende an die sog. regierung. dann werden sie geholfen. jede wette.

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