Auf bundestag.de gibt es jetzt ein Update der Veröffentlichungspflichtigen Angaben, wo auch die Nebeneinkünfte der Bundestagsabgeordneten nach einer Neuregelung transparenter dargestellt werden müssen. Das ist immer noch nicht so transparent, wie es sein könnte, aber immerhin besser als vorher. Die kommenden Tage werden sicher noch zahlreiche Lücken entdeckt.
Interessant ist natürlich, sich mal durch die Abgeordnetenlisten durchzuklicken und zu schauen, wer offensichtlich mit seinem normalen Job als Bundestagsabgeordneter etwas unausgelastet ist, bzw. auf anderen Wegen ein Vielfaches dazu verdient.
Der ehemalige Bundesumweltminister und jetzige Vorsitzender des Auswärigen Ausschuss, Norbert Röttgen (CDU/CSU), verdient z.B. als Anwalt nebenbei mit vier Mandanten pro Monat zwischen 3500–7000 Euro hinzu. Pro Mandant natürlich. Um welche Mandanten es sich handelt und ob da womöglich ein Interessenskonflikt vorliegt, geht aus den Angaben nicht hervor. Hier sieht man eine Lücke im System.
Update: Abgeordnetenwatch hat die Top10 zusammengestellt. Gewinner ist Peter Gauweiler mit mindestens 509.000 Euro Zuverdienst. Herzlichen Glückwunsch!
Spannend könnte die Frage werden, wie der CDU-Abgeordnete und Langzeit-Junge Unions-Funktionär Philipp Missfelder als Buchautor mehr als 100.000 Euro pro Jahr beim teNeues Verlag verdient, wo er laut Wikipedia seit 2008 als Mitarbeiter aufgeführt wird.
