Günther Oettinger hat Spiegel-Online ein Interview gegeben: „Man braucht online ein dickes Fell“. Darin wird enthüllt, dass er internetaffin ist, weil er bis zu 6x am Tag Spiegel-Online ansurft. Um Politik geht es auch nebenbei, dabei findet man heraus, dass Oettinger Datenschutz vor allem unter dem Aspekt „Schutz von Betriebsgeheimnissen“ und Datensicherheit sieht. Vielleicht kann ihm ja jemand nochmal das mit den Grundrechten erklären.
Oettinger: Das gehört beides zusammen: Unternehmer und auch Privatpersonen tun gut daran, sich selber zu fragen, wie sie die Sicherheit ihrer Daten gewährleisten können. Und als Digitalkommissar will ich sicherstellen, dass wir EU-weit Gesetze haben, die den höchsten Datenschutz und die beste Internetsicherheit fest schreiben. Und daran müssen sich dann Provider, andere Firmen und Institutionen jeder Art halten.
Gar nicht verstanden haben wir diesen Vergleich:
SPIEGEL ONLINE: Der Vergleich hinkt gewaltig. Besagte Promis hatten ihre Daten in der vermeintlich sicheren iCloud von Apple hinterlegt – sie waren also gerade nicht leichtsinnig.
Oettinger: Wenn ich 1000 Euro verwahren will, könnte ich sie auch in einen Hotelsafe tun. Hätte ich dagegen eine Million Euro, würde ich das nicht tun und sie stattdessen auf meinem Bankkonto einzahlen. Selbst eine iCloud bietet immer nur begrenzte Sicherheit.
Vielleicht stehen wir nur auf dem Schlauch, oder kann es sein, dass der Vergleich hinkt?
Ansonsten nutzt Oettinger Whatsapp für die private Kommunikation. Keine weiteren Fragen.