Netze

Deutsche Telekom: Funkbasierte Teilnehmeranschlüsse in Neubaugebieten müssen besser kommuniziert werden

Gestern berichteten wir über die Idee der Deutschen Telekom, dass die Zukunft von Neubaugebieten im „funkbasierten Teilnehmeranschluss“ liegen könnte. Diese Pläne liegen erstmal auf Eis. Das Dementi gegenüber dpa klingt aber so, dass man man nochmal die Kommunikationsabteilung drüberschauen lassen möchte, bevor man die Pläne später wieder auftaut:

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„Wir werden diese Pläne zunächst nicht weiterverfolgen, sondern versuchen, die Sorgen, die nach unserem Dafürhalten absolut unbegründet sind, im Dialog mit allen Beteiligten zu zerstreuen“, sagte ein Sprecher. Die Behauptung, die Telekom wolle den Festnetzausbau im ländlichen Raum einstellen und dort nur noch Mobilfunk anbieten, sei falsch. „Genau das Gegenteil ist der Fall: Wir bauen die Netze im ländlichen Raum aus wie kein anderer Anbieter in Deutschland.“

Was wir von der Deutschen Telekom noch nicht zu hören bekamen: Wann werden die Pläne zur Abschaffung der Netzneutralität so richtig auf Eis gelegt, dass man sie nicht mehr auftauen kann?

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8 Kommentare
  1. „Wir bauen die Netze im ländlichen Raum aus wie kein anderer Anbieter in Deutschland.“ stimmt ja leider tatsächlich, spricht aber eher gegen die anderen Anbieter als für die Telekom.

    1. Das stimmt aber nur, weil die Telekom nun mal ein Monopol auf die Netze und deren Ausbau hat.
      Da alle anderen Anbieter die Knotenpunkte der Telekom nutzen müssen traut sich niemand ein unbebautes Gebiet anzuschließen. Sobald die nen Antrag auf Anschluß bei der Telekom stellen, erweitern die in ner Nacht- und Nebelaktion ihr Gebiet und haben mit den Drückerkolonnen schon die Anwohner in ihre Verträge gezwungen. Zumal die Anwohner dann jahrelang 384kbit DSL haben und vergeblich darauf warten dass mehr ausgebaut wird.
      Damit ist die gesamte Aussage “Wir bauen die Netze im ländlichen Raum aus wie kein anderer Anbieter in Deutschland.” zwar grundsätzlich richtig aber hat in dem Kontext nichts zu suchen weil es irreführend ist.

    2. Das liegt auch daran das die Telekom Gesetzlich dazu verpflichtet ist einen Telefonanschluss zu legen und wenn man die Technik einmal verbaut hat ist das schmalspurinternet quasi schon mit vor Ort.

    1. Da ist einer bei der Telekom aus versehen auf den „Drosselbutton“ gekommen und hat damit die Drosselmechanik getestet die so mühevoll eingerichtet wurde die letzten Monate…

    1. Funk ist viel zu anfällig für Störungen, mit einer Leitung ist man hier deutlich besser bedient. Hinzu kommt noch, dass Funk sehr schnell an physikalische Grenzen stösst, was nur einen geringen Durchsatz ermöglicht. Es handelt sich eben um ein geteiltes Medium, auf dem alle Nutzer sich den Durchsatz teilen müssen. Verschäft wird die Situation, dass es auf dem Medium zu Kollisionen kommt. Das heißt, bei einem maximalen Durchsatz von d und n Nutzern haben die Nutzer keine Rate von d/n, sondern von d/n^2. Wo das hinführt ist offensichtlich.

      Ein weiteres Problem sind die großen Latzenen, welche bei der Übertragung entstehen. Selbst wenn man einen hohen Datendurchsatz hat, sind die Antwortzeiten recht hoch. Das macht zum Beispiel viele Spiele unmöglich und so manche Webseite geradezu unbedienbar.

      Deshalb muss jedes Haus mit Kabeln ans Netz angeschlossen werden. Bei Neubaugebieten ist das auch extrem künstig, da nur ein Loch gebuddelt werden muss, in das dann Kabel geworfen werden. Straßen oder Wege existieren zu dem Zeitpunkt kaum. Es ist schon jetzt offensichtlich, dass Funk niemals an Kabel heran kommen kann und an seine Grenzen stösst.

      1. Deine Annahmen, was Funk kann, stimmen vielleicht bei WLAN-ähnlichen Systemen, richtiger Mobilfunk ist da schon weiter.

        Du hast Recht, das nur eine Leitung sich wie eine dezidierte Leitung verhält.

        Der Hintergrund des Ganzen bei der Telekom ist, das heutzutage oft die Telekom Gebiete erschließt und die Leitung später von einem anderen Betreiber oder gleich gar-nicht benutzt wird.

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