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Deutsche Telekom erklärt soziale Frage der Drosselpläne

Der Drossel-Aspekt bei den aktuellen Drosselkom-Plänen ist der eine Aspekt, die geplante Abschaffung der Netzneutralität ist aber der gravierendere Teil dabei. Trotzdem ist die Kritik an der geplanten Abschaffung der Flatrates gerechtfertigt. Etwas irritierend agiert dabei die Deutsche Telekom. Diese verbreitet schöne Infografiken, was man alles mit 75 GB im Monat machen kann, wie z.B. diese hier:


netzpolitik.org - unabhängig & kritisch dank Euch.

bandbreiten

Nein, das meint nicht pro Tag, sondern pro Monat. Deutlicher kann man die soziale Frage der Drossel-Pläne kaum visualisieren. Das mag ja für eine Person mit Internet im Büro und einem regen Sozialleben außerhalb der Wohnung noch halbwegs hinhauen. Wenn der Telekom-Anschluß allerdings von einer Familie mit Kindern im jugendlichen Alter und eigenen Devices durch vier geteilt werden muss, ist der Streit vorprogrammiert. Tolle neue Telekom-Welt.

Update: In den Kommentaren hat Marc mal die Tagesration bei einer vierköpfigen Familie zusammen gerechnet: 0,08 Filme pro Tag, 0,05 HD Filme pro Tag, 1/2 Stunden Radio pro Tag, 3,3 Fotos pro Tag, 0,125 Stunde gamen pro Tag, 1,6 Musikstücke pro Tag und 8,3 Webseiten! Oder wie die Deutsche Telekom es nennt: Das volle Programm!

Diesen Teil der Drosselkom-Pläne veranschaulicht auch gut dieses Video von youjustdontdo:

130 Kommentare
  1. Die Zahlenbeispiele zeigen auch sehr schön, wie die Telekom gegen die Politik agieren will: 6 Stunden Videostream heisst für eine vierköpfige Familie auch, dass sie von der Telekom von der Politik abgeschnitten werden soll:
    – Streams aus dem Bundestag
    – Streams aus den politischen Parteien
    – Streams aus den Kommunalparlamenten (heute abend ist Bonn life) und
    – Streams aus politschen Veranstaltungen gemeinnütziger Organisationen
    sollen dann nicht mehr möglich sein. Die Telekom orientiert ihre Erlebniswelt am Entertainment und verhöhnt den demokratischen Staat und die soziale Marktwirtschaft. Zumal dann auch jedes Familienmitglied a) möglicherweise eine unterschiedlichen politischen Geschmack hat und b) bei gleichem Stream auf unterschiedlichen Geräten mehr Bandbreite verbraucht wird.

    Die Aktivitäten der Telekom richten sich gegen das Zentrum des demokratischen Staates. Wahrscheinlich sollte die Telekom besser zerschlagen werden wie AT&T und dann langsam an die marktwirtschaftliche Ordnung einer freien, demokratischen ohne Monopolmissbrauch herangeführt werden. In den USA hat da auch hervorragend mit AT&T geklappt. Zum Beispiel bieten die auf Wunsch des Bürgermeisters Bloomberg von New York City kostenlos, unlimited und ohne Vorratsdatenspeicherung WiFi-Zugang in den New Yorker Parks und verdienen ihr Geld seriös. Freie und demokratisches Gesellschaften machen so was möglich.

    1. Was bei einer Zerschlagung ebenso passieren kann, ist doch genau das, was die Telekom momentan macht. Sie möchte Kosten verringern und Einnahmen erhöhen, also sucht sie alle Wege, die das möglich machen. Einerseits faktische Preiserhöhungen mit den Drosselplänen und andererseits Ausschluss von unrentablen Anschlüssen (ländliche Gebiete). Ich denke nicht, dass die Zerschlagung der beste Weg sein muss.

      1. Ich kann mich da an einen Begriff erinnern der in solchen Fällen als logische Konsequenz herhalten müsste…

        ver…vieeh….verrr *grübel* – BÄM: VERSTAATLICHUNG!

        Wenn die rosa scheisserchen mit der „Staatsinfrastruktur“ nicht gescheit umgehen gehörts denen entzogen… Ab an die BNetzA, um gescheiten Wettbewerb zu gleichen Bedingungen herzustellen…

    2. @Wolfgang Ksoll:

      – Streams aus dem Bundestag
      – Streams …

      Ganz zu schweigen von den wirklich interessanten Rund-um-die-Uhr-Streams wie beim Arabischen Frühlng in Ägypten oder bei Occupy Wallstreet!

    3. Dass diese Streams alle nicht in der Rechnung mit den 6 Stunden pro Monat enthalten sind, widerspricht zwar der Vorstellung einer demokratischen Beteiligung der Bürger an der Politik, jedoch ist das kein „agitieren der Telekom gegen die Politik“, denn es wäre höchstens absolut im Sinne der derzeit regierenden Parteien (bzw. derjenigen Politiker, die realistische Chancen auf eine Regierungsbeteiligung bei den nächsten Wahlen haben). Und die soziale Marktwirtschaft wird auch bereits seit Jahren verhöhnt, dazu brauchen wir nicht erst jetzt die Telekom.

    4. hätte das mal jemand in zahlen griffbereit? wieviel stunden bundestagsdebatte können bürgerinnen gestreamt mitverfolgen, bis die übertragung aus dem parlament verstummt?

      .~.

  2. Sollte es in der Überschrift nicht „Drosselpläne“ heißen?

    Lernen durch Schmerz.
    Nehme niemals jemanden seinen WOW-Account ;-)

  3. Deutlicher kann man es wirklich nicht mehr machen.

    Die einzelnen Punkte bei 4 Personen:

    0,08 Filme pro Tag

    0,05 HD Filme pro Tag

    1/2 Stunden Radio pro Tag

    3,3 Fotos pro Tag

    0,125 Stunde gamen pro Tag

    Wieviel MB download pro Tag?

    1,6 Musikstücke pro Tag

    Die Webseiten lass ich jetzt mal beiseite.

      1. Und noch einmal der Hinweis,dass in dem Artikel ein Fehler ist:
        Es müssen 0,025 HD Filme pro Tag sein. 0,05 ist nur richtig, wenn die Einheit Stunden/Person ist.

    1. Bitte nochmal nachrechnen da ist was mit den Einheiten/Werten nicht in Ordnung.

      Bei den Games sind es ein bisschen mehr und bei den Filmen sind die Einheiten falsch/durcheinander.

      Ist nun mein dritter Post daher rechne ich es nicht nochmal. :/

      Grüße

    2. Naja, okay. Wenn man Musik- und Video-Streams aus dem Internet nimmt mag die Rechnung stimmen aber…

      Hey, die Telekom bietet Euch doch Entertain. Da könnt Ihr dann soviel Videos und Musik streamen wie ihr wollt.
      Na wenn das nicht nett ist von der Telekom :D

  4. 16 Stunden Online Gaming! Witz der Woche, bei Daueronline DRM Zwang und Onlinevertrieb vieler Spiele! Von durchschnittlichen 9+GB Download für ein Spiel fang ich erst garnicht an. Da sprengt man selbst als Wenig-Zocker jegliche Telekom Milchmädchenrechnung.
    Man kann wirklich nur hoffen dass die Petition durchkommt.

    1. Was glauben Sie eigentlich wer dieses Internet bezahlt hat?

      Nur wegen Powerusern wie Ihnen verhungern unsere Aktionäre.
      Also zukünftig doch bitte ein rücksichtsvolleres Surfverhalten an den Tag legen und bedächtiger mit dem Volumen umgehen. Wie in allen anderen Bereich auch schadet dieser übersteigerte Egoismus nämlich in erster Linie dem Allgemeinwohl. Schließlich wollen wir doch sicherlich alle, daß die nachfolgenden Generationen auch noch ein Internet vorfinden können, in dem es sich zu surfen lohnt.

      Vielen Dank

      1. Ja, das ist typisch Telekom. Als die noch „Deutsche Bundespost“ hieß, gab es eine Kampagne „Fasse dich kurz!“ – als vorsichtiger Hinweis, man möge doch mit der Ressource „Telefon“ sparsam umgehen. Die Kampagne stammt sogar aus den 30ern… ist es wieder so weit, dass wir solche wichtigen Ressourcen nur sparsam verwenden dürfen, da sonst andere unter unserem Egoismus leiden? Müssten dann nicht die Preise explodieren?

      2. @ frosch

        man möge doch mit der Ressource “Telefon” sparsam umgehen.
        Nein, eben nicht mit der Ressource ‚Telefon‘, sondern mit der Untermenge ‚Telefonzelle‘. Und das war zu Zeiten, als Mobiltelefone noch Science Fiction waren, durchaus angebracht.
        Und aus naheliegenden (Platz-)Gründen dürfte auch klar sein, daß die Schaffung von mehr Telefonzellen durchaus ein Problem darstellte, speziell an stark frequentierten Orten wie z.B. Bahnhöfen oder Flughäfen.

      3. Sehr geehrte Frau Osch,
        Geschätzter Swenske,

        Vielen Dank für diese wunderbare Würdigung der historischen Verdienste der Deutschen Bundespost. Wir bei der Deutschen Telekom sind uns dieses großen Erbes täglich neu bewusst. Wie einst jene zukunftsweisende und fortschrittsoriente Institution, die durchaus nicht zu Unrecht ihren legendären Ruf bis zum heutigen Tage geniesst, versuchen auch wir unseren bescheidenen Beitrag zum Wohle der gesamten Menschheit zu leisten, um unseren Platz in den Geschichtsbüchern zu finden. Ich kann Ihnen versichern, daß wir nicht nur versuchen in die Fußstapfen jenes leuchtenden Vorbildes zu treten, sondern seine Leistungen sogar zu übertreffen. In der Tat haben mich Ihre Fragen veranlaßt tief in mich zu gehen. Nach langer und reiflicher Überlegung kann ich Ihnen nun antworten, daß die Zeit für solch pragmatische Gedanken bald wieder reif sein dürfte. Immerhin sind die von Ihnen erwähnten 30er Jahre nicht mehr allzu fern. Da wir von der Deutschen Telekom unserer Zeit immer weit voraus sind, habe ich eben gerade die entsprechende Abteilung mit der Ausarbeitung passender Konzepte für die Umsetzung dieser Effizienzoptimierung beauftragt. Die räumliche Neuaufteilung der Telefonfunkzellen wird dabei natürlich ein zentrales Element darstellen. Sie werden sicherlich erfreut sein zu lesen, daß im Rahmen der Strukturverbesserungen auch eine Überarbeitung der Gebührenordnung gemäß Ihren beschriebenen Vorstellungen zwingend notwendig sein wird.

        Tief dankbar für Ihre konstruktive Kritik verbleibt erhabenst
        Ihr
        René Obermann

  5. mich würden mal die zugrunde gelegten werte interessieren.
    die grafik oben sieht jedenfalls aus wie ein überdramatisiertes horrorszenario… welcher „normal“ user hat z.b. bilder mit der größe von 187,5 MB

    oder apps… wer lädt denn im monat 50 apps von der größe eines adobe photoshop (1.6gig) herunter? die meisten belaufen sich doch auf wenige 100MB.

    kurz: diese abbildung ist falsch.

      1. Ich glaube er hat wie ich zu Anfangs gedacht dass die einzelnen Posten JEWEILS 75GB ergeben. Aber das alles ist ADDIERT und ergibt dann 75GB. Hoffe ich konnte aufklären.

    1. @Bruno: Zwischen dein einzelnen Posten steht ein ‚+ ‚, man hat also nicht 75GB/400 Fotos = 187.5 MB pro Foto sondern viel weniger.

    2. Die 75GB werden nicht nur für die Apps gebraucht, sondern für Apps und Fotos und Filme usw. Deswegen ist die Rechnung 75GB/50Apps=xGB/App auch nicht sinnvoll. Wie groß die Telekom eine einzelne App schätzt kann man aus der Grafik nur sagen, wenn man weiß wie viel Prozent vom Gesamtkuchen die Apps ausmachen (Vermutung: grob ein Achtel)

    3. mich würden mal die zugrunde gelegten werte interessieren.
      die grafik oben sieht jedenfalls aus wie ein überdramatisiertes horrorszenario…

      Die Grafik stammt von der Telekom selber. Und die Telekom selber möchte bestimmt kein Horrorszenario abbilden, sondern sie will dir ja erklären wie toll und großartig 75GB sind und wieviel man damit machen kann.

      Das du das als Horrorszenarie ansiehst sagt ja schon irgendwie alles zur Telekom PR.

      1. Das ist genauso überzeugend wie zu Guttenbergs Argumentation, er hätte ja nicht betrogen, sondern sei einfach von seinen 80+ Disketten überwältigt gewesen. Als würde die Unfähigkeit ihn für irgendwas qualifizieren. Ebenso die Telekom: als würde diese Milchmädchenrechnung auch nur igendwie überzeugen. Lächerlich.

      2. Für Oma Ilse und Tante Erna ist das kein Horrorszenario, sie nutzen sowas schließlich nicht und haben keine Ahnung was das für ein Beschiss ist.

        Sie spekulieren vermutlich darauf, dass die breite Telekom Demographie das einfach so hin nimmt, da sie sich eh nicht damit beschäftigt hat und das halt einfach beim Telefonanschluss bei ist. Es muss halt nur nach Irgendwas klingen und das wird mit der Grafik wunderbar illustriert.

  6. Sonntag: SWTOR Client gezogen 25GB
    Montag: Surfen inklusive Wochenshow gucken etc. 2GB
    Dienstag: von Mama Urlaubsfotos abholen für Fotobuch + Rocksmith Songs kaufen + bisschen online zocken ca. 5GB
    Mittwoch: J. schickt mir die Audiospuren für 3 Songs zur Bearbeitung (je ca. 50 Audiospuren n paar Effektwege ne handvoll Gruppenkanäle) ca. 20 GB
    Donnerstag: 2std Videochat mit Freund in Japan (1,2GB) nebenbei surfen danach 4 Std. zocken inkl. Teamspeak ca 1GB macht insgesamt ca. 2,5 GB

    na noch dabei wir sind jetzt bei 54,5GB

    Freitag: Ich schiebe die Songs wieder rüber bestelle Mamas Fotoalbum und bin dann bei 75Gb lockerzt …

    ich hatte die ganze Woche noch kein Pron, kein einziges update für Handy, Rechner, Fernseher (ja auch der holt sich die updates bei mir übers Netz) von Onlinediensten wie watchever, spiele downloaden etc. etc. ganz zu schweigen, ach das webradio in meiner Küche hab ich noch vergessen und die dropbox mit den Proberaumaufnahmen. Am Wochenende ist dann nach Trottelkomm Planung Zockverbot für mich und das neue Album von Dillinger Escape Plan muss auch warten. Nix illegales gemacht und trotzdem …

    Liebe Drosselkomm was hält euch davon ab mit uns im 21. Jhd. an zu kommen? Ich an eurer Stelle würde aufpassen, denn ich wäre durchaus bereit für ein richtiges GBit Netz auch mal 100€ im Monat aus zu geben, das ist wesentlich mehr als Google verlangt und warum sollte Google nicht auch den auch den europäischen Markt ins Auge fassen?

    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/gigabit-internet-in-den-usa-google-draengt-internetanbieter-zum-netzausbau/8133956.html

      1. genau Apo, ich bin „Poweruser“ du bist auch „Poweruser“, mein kleiner Bruder ist auch „Poweruser“ und oh Wunder in 5 Jahren sind es plötzlich 30% „Poweruser“ und wenn unsere Muttis dahinter kommen, dass sie ihre Lieblingsserien auch im Netz gucken können werden es evtl. sogar 40% oder 50% „Poweruser“. Der „Poweruser“ ist eine Schutzbehauptung von ewig gestrigen Idioten. In ein paar Jahren wenn auch deine Armbanduhr und deine Brille ins Netz streamen, werden 500GB im Monat die Regel sein. Spätestens dann wird die Drosselkomm feststellen, dass man evtl. doch tatsächlich auch Geld in den Netzausbau hätte stecken sollen, weil sie dann den Markt nicht mehr bedienen können, bei Steam z.B sind heute schon downloads pro Spiel zwischen 4 und 10 GB die Regel, selbst wenn man die CD/DVD kauft oder wenn man nur schnell das free to play game Teamfortress2 antestet.
        Irgendwann kommen dann andere Netzbetreiber (z.B.Google) und bieten richtige Gigabit Netze an, weil sie einfach gebraucht werden und von den „Powerusern“ auch bezahlt werden und dann wird wieder nach dem Gesetzgeber mit absurdesten Forderungen geschriehn.
        Wenn ich Telekom Aktionär wäre, würde ich denen was husten, ich weiss ja nicht wer bei denen die Strategien auslegt aber vermutlich jemand, der nur auf den kurzfristigen Aktienkurs für nächstes Jahr schielt. So macht man Unternehmen langfristig kaputt (siehe Nokia mit ihrem „smartphones sind nur ein vorübergehender Trend“). Nebenbei zerlegt die Drosselkom damit auch noch die Netzneutralität, mit ihrem shared service Mist, quasi als Kollateralschaden. Was ich mich Frage ist, glauben die ernsthaft, dass Webriesen wie Youtube (Google) auf ihre shared service Erpressungsnummer eingehen? Ich befürchte eher, dass wenn im Bezug auf die Netzneutralität erst mal die Dämme gebrochen sind, andere auch anfangen ihr eigenes shared Dingsbums raus zu bringen. Ob da ausgerechnet die Telekom die Nase vorne hat wage ich jetzt mal zu bezweifeln. Den Imageschaden, den die Telekom jetzt schon dadurch hat, den kann man auch noch nicht mal Ansatzweise beziffern. Man kann eigentlich nur fassungslos zusehen und den Kopf schütteln, das ist auf so vielen Ebenen blöd, dass man gar nicht weiss wo man da anfangen soll.

        TL/DR Knieschuss der Telekom, an der sie meiner Meinung nach verbluten wird. Kopfschuss für die Konsumenten und die kleinen Contenterzeuger. Wrong on over 9000 levels.

      2. @Chris:
        Wo wir schon bei Steam sind. Hab die Woche Rising Storm gekauft mit Beta-Zugang. Da waren schonmal 18 GB weg, dann nochmal mehrere GB an Updates. Da ist dann zocken noch gar nicht drin. Ich hab nicht viele Spiele bei Steam, aber da kommen jeden Monat schon Updates im zweistelligen GB-Bereich zusammen. Ich müsste echt mal prüfen, wieviel das dann noch beim eigentlichen Spielen zieht.
        Dann sind wohl die ganzen Steam-User auch als „Poweruser“ abgestempelt. :-(

    1. Für solchen Killefitz mißbrauchen Sie also unser schönes Netz?

      Ein paar Vorschläge zur Güte:
      -„2std Videochat mit Freund in Japan (1,2GB)“
      Schreiben Sie lieber wieder Postkarten. Das ist viel persönlicher. Meine Tante Inge in Bad Nauheim freut sich immer sehr darüber.
      -„zocken“
      Hier im T-HQ spielen wir auch sehr gerne. Für diese Vorliebe haben Sie also unser volles Verständnis. Aber glauben Sie uns; Offlinebrettspiele verbinden noch viel stärker! Daher freut sich die DeutscheTelekom ihren Kunden das brandneue T-Internetmonopoly anbieten zu können. Schon nächsten Monat in Ihrem T-Punkt erhältlich!
      -„Rocksmith Songs kaufen/Album von Dillinger Escape Plan“
      Nutzen Sie Spotify! Bequem, einfach und schnell. Oder unterstützen Sie den deutschen Einzelhandel!
      -„schickt mir die Audiospuren/Ich schiebe die Songs wieder rüber“
      Das können Sie doch auch problemlos mit einem USB-Stick erledigen. Einfach in einen ausreichend frankierten Briefumschlag stecken und ab damit in den nächsten Briefkasten! Ein super Service unseres ehemaligen Partnerunternehmens.
      -„auch mal 100€ im Monat aus zu geben“
      Daß Sie ein gutes Preis/Leistungs-Verhältnis zu schätzen wissen, freut uns doch sehr. Jedoch raten wir Ihnen in Ihrem eigenen Interesse zu etwas mehr Weitblick. Als Ihr engagierter Kundenberater habe ich daher eine speziell auf Sie zugeschnittene Exklusivempfehlung anzubieten: http://www.ariva.de/deutsche_telekom-aktie

      „Liebe Drosselkomm was hält euch davon ab mit uns im 21. Jhd. an zu kommen?“
      Da waren wir doch bereits. Aber wie Ihnen sicherlich bekannt sein dürfte, macht der Fortschritt vor Nichts halt. Deshalb haben wir uns entschlossen unserer Konkurrenz immer gleich mehrere Schritte voraus zu sein. Wir gehen davon aus, daß Ihnen allen bekannt ist, was Albert Einstein über den vierten Weltkrieg sagte. Bei uns erleben Sie daher den Service und die multimediale Vielfalt des 22. Jahrhunderts schon Heute!

      Wie Sie nun alle zweifellos zugeben müssen, liegt uns das Wohlergehen unserer Kunden am Herzen. Und wie gute Eltern, die sich um das Wohl ihrer Kinder sorgen, müssen wir Sie nun eben manchmal vor sich selbst beschützen. Tatsächlich scheue ich mich nicht offen zuzugeben: WIR LIEBEN UNSERE KUNDEN! Und zwar jeden einzelnen, ganz individuell und auf unsere eigene Art und Weise.

      1. Da kann man gleich zu Congstar wechseln, da kostet der 50 Mbit Spaß dann auch nur 35€ im Monat und man ist trotzdem im „Telekomnetz“.

        Allein dieser Umstand sollte schon darstellen wie Blödsinnig diese ganze Aktion ist. Sollte Congstar entgegen deren Aussagen auch irgendwann drosseln, wechselt man halt zu einem anderen Anbieter.

        Es gibt keinen Grund die Telekom für irgendwelche Wuchertarife zu bezahlen.

  7. Das Interview was König Drosselbart dem ZDF einen Tag vor der Hauptversammlung gegeben hat, hat er gesagt, es geht um Leute die 500-800 GB im Monat verbrauchen. Da scheint die Argumentation und was in den neuen Verträgen steht ganzschön auseinander zu laufen. Oder es ist eine gezielte Schutzbehauptung.

    1. Das ist doch sowieso nur ne Schutzbehauptung.

      Fuer die ersten drei Tage im Monat – an denen allen Kunden noch ihre volle gekaufte Bandbreite zur Verfuegung stehen soll – muss das Netz doch dimensioniert sein.
      Und die Kapazitaet, die man an den ersten drei Tagen sowieso braucht, den Rest des Monats brachliegen zu lassen, ist ungefaehr so kundenfreundlich wie … ja, wie was denn?

      1. Fängt denn der Abrechnungszeitraum für jeden Kunden gleich an? Ich vermute mal der hängt vom jeweiligen Vertragsabschlussdatum ab.

      2. Eben darum dürfte da ganze sogar eher zu Überlastungen führen, wenn ich beispielsweise Updates benötige, Uploads vorhabe o.ä. und zum nächsten Monat warten muss – nun das wird einigen so gehen. Daraus resultiert zum Monatsbeginn ein größeres Datenaufkommen als selbst ohne Drosselung üblich.

  8. Ein wichtiger Punkt wird oft vergessen: Wie sieht es mit der GEZ aus?

    Ich werde gezwungen für meinen Rechner eine GEZ-Maut zu zahlen. Deren Angebote verursachen oft einen hohen Traffic sodass ich sehr schnell an das Limit stosse. Dann wird es unmöglich diese Inhalte abzurufen. Ich werde aber weiterhin gezwungen die Gebühren zu zahlen. Ich zahle also für etwas das ich nicht nutzen kann. Das ist doch eine gute Grundlage für eine Klage. Ich würde mich freuen wenn Netzpolitik.org das genauer thematisieren würde…

    1. Da die neue Haushaltsabgebe unabhängig von den tatsächlichen Geräten ist, wird das wohl keine Rolle spielen. Aber ich bin mir sicher die Telekom würde für ARD, ZDF und Deutschland Radio gegen eine Gebühr einen managed Service anbieten! So hätten doch alles was davon, die Gebührenzahler können weiterhin im vollen Umfang die Angebote nutzen, die öffentlich rechtlichen Sender können sich sicher sein, dass die Leute lieber auf deren Seite gehen um Traffic zu sparen und die Telekom bekommt was von dem Gebührenkuchen ab. WIN-WIN-WIN sozusagen.

      1. Dass eine Gebühr unabhängig von einer realen Nutzung ist, kann nur als absolute Dreistigkeit bezeichnet werden. Doch das ist leider rechtliche Realität.

        Ich glaube gerne, dass die Drosselkom ihre managed-services Firmen aufdrücken will. Das verengt zwangsweise die real nutzbaren Quellen und damit auch die Perspektive. Das ist eine eindeutige Verletzung der Netzneutralität und auch eine Gefahr für die Demokratie.

        Ich verstehe nicht warum noch relativ gemäßigt diskutiert wird. Solch eine Attacke auf den Kunden muss mit wütender Empörung beantwortet werden. Wir sind noch viel zu freundlich zu der Drosselkom. Selbst wenn dieser Laden die Beschneidung des Internets rückgängig macht, ist er für mich endgültig gestorben. Bereits die Idee bedeutet für mich, dass ich nie einen Vertrag mit der Drosselkom abschliessen werde – niemals! Mein Geld bekommt ihr nicht!

  9. Es gibt hier ein grundsätzliches Missverständnis, ich versuchs mal:

    Die Telekom schafft (bei bestimmten Tarifen) eine Volumenobergrenze für unlimitierte Übertagungsrate, der Anschluß funktioniert nach Erreichen der Grenze ja immer noch und hat keine Volumenbegrenzung (ist also weiterhin eine Flatrate), nur eben nicht so schnell.
    Alle oben angegebenen Dienste funktionieren weiterhin mit Ausnahme des Videostreamings.

    Die Telekom hat berteits angekündig unlimitierte Tarife anzubieten, nur halt nicht für den gleichen Preis.

    Die Netzneutralitätsdebatte hat mit den 75GB NICHTS zu tun. Die Telekom bietet zusätzlich zum klassischen (V)DSL Anschluß der so neutral ist wie zuvor (…), einen eigenen Fernsehdienst an, der vereinfacht gesagt gegenüber den ‚anderen‘ Internetdiensten priorisiert ist – aber eben auf Kundenwunsch und mit zusätzlichen Kosten. Was immer noch keine Verletzung der Netzneutralität ist.

    Die Verletzung der (klassischen Deutung der) Netzneutralität würde beginnen, sollte die Telekom anfangen im gelieferten Internetschluß
    ‚andere‘ Dienste zu erschweren.
    Bislang verstehe ich die Telekom so, das sie das nicht vorhat d.h. der Internetanschluß ist in sich selber neutral, aber sie möchte zusätzliche Dienste anbieten. Können. Dürfen.

    Und das die Telekom (selber) entscheiden darf, was sie den Kunden als Angebot macht, missfällt ein paar Leuten, die mit dem obigen Volumenthema prima Panikmache und Politik betreiben. Können. Wollen.

    1. Dein Arbeitgeber verletzt die Netzneutralität, indem er andere Dienste den Zugang erschwert. Und genau das fällt gerade in dein Argumentationsmuster von Netzneutralität, eben nach der 75 GB Grenze. Und dadurch, dass sie den Diensteanbietern anbietet von dem Volumen ausgenommen zu werden, ist es nicht mehr eine neutrale Weiterleitung des Traffics.

      1. Das würde in der Konsequenz bedeuten gesetzlich vorzuschreiben nur einen IP-Anschluß pro Haushalt zu haben, weil warum sollte man mir verbieten für meinen Lieblingsvideokanal einen separaten Vertrag abzuschließen? Was ist mit Kindle Whispernet? Das ist auch nicht ’netzneutral‘ – sofort verbieten!

        In Wirklichkeit geht es doch darum, dass hinter der Debatte um anegbliche ‚Netzneutralität‘ steht, dass diejenigen die auf der einen Seite sagen, dass ohne grenzenlosen schnellen Download die Demokartie gefährdet ist nicht bereit sind die Kosten für den Breitbandausbau zu diskutieren oder zu bezahlen.

        Sie singen das Lied der Over The Top Anbieter und hüllen sich dafür in ein schöbes moralisches Gewand. Wenn es so wichtig ist muß man eben wie bei der Energiewende etwas mehr bezahlen.

    2. Entschuldigung, aber mal abgesehen von ihrem Schöngeschreibsel („klassische Deutung der“, „DSL-Anschluss der so neutral ist wie zuvor“) haben sie zum einen einen Argumentationsfehler und zum Anderen einen Denkfehler:
      Der Argumentationsfehler liegt in ihrer Verteidigung der Flatrate. Sie sagen wenn ich gedrosselt bin habe ich ja immer noch eine Flatrate. Das ist richtig. Mir wurde aber keine Flatrate verkauft, mir wurde eine 16MBit-Flatrate verkauft!

      Der Denkfehler liegt darin dass sie hier im Prinzip behaupten das man einen Dienst bevorzugen kann ohne einen anderen zu bevorzugen.
      Wenn sie einen Dienst bevorzugen, benachteiligen sie naturgemäß alle anderen diesem Gegenüber, und das verstößt sowas von ganz ganz deutlich gegen jegliche Definition von Netzneutralität. Aber was erwarte ich von ihnen auch, dass sie das Wort Neutral verstehen?

      1. Man muss aber sagen das zumindest von der Telekom, real aber von fast allen Anbietern, eine „bis zu XX MBit-Flatrate“ verkauft wurde/wird. Von daher wäre diese selbst mit Drosselung noch erfüllt.
        Ändert aber natürlich nix daran, das er besagten Denkfehler begangen hat und das die Drosselung an sich verboten gehört.

        Das es so einige (oder viele?) Kunden gibt, bei denen die tatsächliche Geschwindigkeit regulär weit unterhalb der „bis zu“ Angabe liegt ist noch ein anderes Thema, bei dem dringend nachgebessert werden muss.

      2. Ich verstehe das Wort Neutral sehr wohl, bei meiner eigenen Arbeit steht aber sehr oft das Wort: fair im Fordergrund.

        Ich verstehe ein bisschen was von Datenübertagung (mein Fachgebiet ist Mobilfunk, aber etwas verstehe ich vom Festnetz schon auch) und daher weis ich, das Netzneutralität nicht etwas ist, das automatisch entsteht, sondern etwas das erzeugt werden muss.

        Man kann sich’s ungefähr so vorstellen, wenn Datenströme konzentriert werden muß die folgende Leitung die Summenkapazität haben. Oder ich rechne damit, das nicht alle Teilnehmer gleichzeitig einen Datrenstrom brauchen. Allein aus der Abschätzung wieviele Teilnehmer etwas mit welcher Wahrscheinlichkeit benötigen ernährt sich eine komplette Netzplanungs, Netzbetriebs-industrie.

        Das Problem der Summenkapazität ist lösbar, kostet aber Geld (wer übrigens jetzt mit der DE-CIX-ist-ja-garnicht ausgelastet-Argumentation kommt…)

        Ich weis/bin überzeugt, das Netzneutralität nicht 100% erzielbar oder auch bezahlbar ist, sondern hätte gerne ‚faire‘ Tarife (denn den ‚gleichen‘ Internetanschluß wird’s nicht geben), das heisst ich bekomme, das was ich bestelle und bezahle.

        Was hier in der Diskussion auftaucht ist etwas, was in letzter Zeit modern wird: Der Kunde erwartet etwas (flat) und beschwert sich, wenn es kein entsprechendes Angebot gibt.

      3. Sie schreiben faire Tarife in Anführungszeichen, weil wenn ich nicht die 75 GB in einem Monat verbrauche, dann wird die Differenz nicht gutgeschrieben. Das funktioniert nur fair für die Telekom, nicht für die Kunden. Und wenn es fair wäre, dann könnte Lischen Müller, die laut Telekom nur 20 GB in Monat verbraucht, ihre restlichen 55 GB an einen Bekanten weiter verkaufen oder verschenken. Aber das wäre dann bestimmt technisch nicht möglich … lächerlich mit dem fair.

        Wenn die Telekom ein ernsthaftes Interesse haben sollte, eine sinnvolle Diskussion zu führen, dann sollte sie mal mit den Zahlen rausrücken was der Anschluss und der Traffic wirklich kostet. Und dann ist es auch nicht fair, dass Lischen Müller mit ihren 20 GB mit über 40 € im Monat abgezockt wird. Sollte die Telekom wirklich faire Tarife haben, dann sollte für 20 GB nicht mehr als 10 € im Monat kosten.

      4. @Philip Engstrand
        Am 23. Mai 2013 um 16:14 Uhr
        „… Oder ich rechne damit, das nicht alle Teilnehmer gleichzeitig einen Datrenstrom brauchen. … “

        Genau das ist u.a. ein wichtiger Punkt.
        Nach diesem Prinzip wird u.a. seitens der Netzbetreiber (auch der Drosselkom) verfahren.

        Der Nichtnutzer subventioniert in diesem Fall die nicht vorhandene Kapazität. Dumm ist jetzt nur, dass diese Rechnung langsam nicht mehr aufgeht. Aus Sicht der Betreiber gibt es jetzt u.a. zwei Lösungsansätze:

        a) Ich muss das Netzt ausbauen. (Auwaia, das bedeutet Investitionen und verringert den Gewinn)

        b) Ich erkläre die Nutzer gegenüber den Nichtnutzern als Schmarotzer und wenn das noch keine ausreichenden sozialen Auswirkungen hat, drehe ich den Nutzern einfach den Hahn zu. Dann passt das ggf. wieder mit der vorhandenen Kapazität. (Nicht immer, aber meistens)

        Na ?! Welchen Lösungsansatz verfährt die Drosselkom gerade ?

        Ach ja, als der Nichtnutzer (Lischen Müller) den Nutzer (Poweruser) noch ausreichend subventioniert hat – aus Netzbetreibersicht -, hatte die Drosselkom keine Mitleid mit dem Nichtnutzer.

        Auf diese ganzen fadenscheinigen und unbelegten Rechnungen der Drosselkom „3%…, 500-800GB… , Terabyte/nanosekunde*User/Käsebrot, foo*bar/baz …“ will ich überhaupt nicht mehr eingehen.

    3. Die Telekom bietet zusätzlich zum klassischen (V)DSL Anschluß der so neutral ist wie zuvor

      Nur ein Wort und schon war’s das mit dieser Argumentation: Spotify!

      1. Ja man kann Spotify kaufen oder es lassen. Das ändert aber nichts daran, dass Spotify und ein Konkurrenzdienst für den gleichen Preis nicht gleichwertig sind, weil der Konkurrendienst zum Volumen zählt und Spotify nicht. Damit behandelt die Telekom den Traffic von einem Dienst bevorzugt und benachteiligt alle anderen. Das ist nicht neutral.

      2. Das ist gleichwerting dem Entertain.

        Bullshit. Nur weil man es plötzlich anders bezeichnet, ist es das noch lange nicht. Entertain IST tatsächlich anders, weil es „parallel“ zum Internet läuft, was den Traffic angeht. Spotify aber eben nicht.

    4. Das Thema ist ernst.
      Sicherlich schätzt niemand einen guten Witz so sehr wie ich… außer vielleicht meiner Frau… und die Kollegen in der Firma… und meinen Nachbarn… und so ziemlich allen anderen. Eigentlich mag ich überhaupt keine Witze. Aber das tut jetzt nichts zur Sache.

      Auf jeden Fall muß ich Sie zur Sachlichkeit ermahnen. Ihre guten und lustigen Absichten in allen Ehren, dürfen wir doch nicht vergessen, daß es sich herbei um ein Thema handelt, welches als ein ernstzunehmendes Problem von vielen wahrgenommen wird und große Ängste und Sorgen schürt. Gerade deshalb ist es von fundamentaler Bedeutung bei der Vermittlung und Kommunikation dieser revolutionären Innovation jene Sorgen und Ängste ernst zu nehmen, um die Menschen zu überzeugen und so auf dem Weg in die analoge Zukunft mitzunehmen. Mit Flapsigkeiten und einem Hang zum Lächerlichen wird dieses Ziel nicht zu erreichen sein.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Chef

    5. Sie sind aber ein ganz Komischer Geselle, also nicht bei der Telekom angestellt aber „aber mir gehört die Firma“?!

      Ihnen gehört die Telekom? Wie genau soll man das denn nun verstehen? Richtig interessant wird es ja wenn man sich anschaut was ein Herr Philip Engstrand ansonsten so zum Thema Internet zu sagen hat, zB hier http://www.internet-law.de/2013/01/wir-sind-das-netz.html

      Da werden dann Aussagen in den Raum geworfen wie:

      „ganz viele Leute noch nicht verstanden haben, wie das Internet funktioniert“

      So so.. wie funktioniert das Internet denn Herr Engstrand?

      „Wir befinden uns gerade am Umbruch, wie das klassische Internet, das mehr oder weniger profitlos (oder zum Selbstkostenpreis) eine Vernetzung ermöglicht hat zu einer Infrastruktur auf die sich viele (aber noch nicht Alle) verlassen (wollen), bei der es aber ziemlich unklar ist, wer zahlt und wer betreibt.“

      Natürlich wird das Internet momentan nur zum „Selbstkostenpreis“ betrieben. Die Telekom agiert total „profitlos“, hält sich gerade so über Wasser! Die verballerte Milliarden auf dem US Mobilmarkt waren der letzte Notgroschen!

      Und wer für dieses ganze Internet bezahlt na das weiß niemand so genau… Da fragt man sich wofür hunderttausende Kunden Geld für ihren Zugang bezahlen bzw. wieso Serveranbieter für die Anbindung ins Telekomnetz Geld bezahlen. Da bezahlt niemand fürs Internet!

      Aber für all das hat Herr Engstand, dem „die Firma gehört“ aber eine gute Erklärung: „Das Problem ist, das das Internet zwar irgendwie da ist, aber noch nicht in dem Zustand wie es aussehen soll.“

      Wie ist denn dieser „Zustand in dem es aussehen soll“? Wissen Sie da etwa mehr als die meisten anderen Leute?

      Bei dieser ganzen Mischung, aus obskuren Aussagen und fragwürdigen Meinungen, muss man wirklich hoffen das Sie in Ihrem Berufsleben nicht irgendwo tatsächlich über Entscheidungsgewalt, in belangen des Internets, verfügen.

  10. Wenn man mal weit ausholt (obwohl, so weit ist es dann gar nicht) gehts hier doch genauso zu, wie beim Handel von Drogen.

    Die Konsumenten werden erst von Zigaretten, Alkohol, Benzin, Videospielen, etc. abhängig gemacht, um dann die Preise zu erhöhen.

    Ganz großes Damentennis.

  11. und das ist alles lediglich für entertainment. wer weiss, was im jahre 2016 sonst noch so übers netz gemacht wird: studium, fernbeziehung, telearbeit usw.

    das ist alles so deprimierend.

    1. @m:
      Also Studium läuft bei uns jetzt schon zu einem großen Teil übers Internet. In einigen Veranstaltungen muss man sich Mitschnitte von vergangenen Vorlesungen usw. angucken (jeweils 1,5 Std pro Video), dann werden zumindest bei uns immer mehr interaktive Lernplattformen wie Moodle genutzt, Skripte und Forschungsartikel downloaden, etc.
      Sogar in unserer Unibibliothek gibt es die meisten neuen Bücher fast nur noch online verfügbar – entweder als downloadbares E-Book oder solche Onlinebücher, für die man zum Lesen permanent über die Bibo eingeloggt sein muss.

  12. Ist die Grafik wirklich von der Telekom?
    Das ist ja wohl ein schlechter Witz.
    4 Stunden Gaming pro Woche?
    2 Stunden Webradio pro Tag?
    Soll das den durchschnittlichen Internet-User von 1995 darstellen?
    Sieht eher aus wie Satire!

  13. Ich finde, die Kunden sollten zurückdrosseln.
    Einfach mal in einem Telekomshop die Umsätze durch den EInsatz von Stinkbomben drosseln.
    Oder wenn am Straßenrand mal wieder in einem Telekomwagen ein Schlüssel steckt ….. Am Monatsersten kann man den Schlüssel ja wieder an die gleiche Stelle legen.
    Sicher nicht die feine Art, aber wenn man als Kunde einfach nur machtlos zusehen kann, für mich eine klare Alternative.

    1. Wir sind immer auf der Suche nach jungen, unverbrauchten Talenten, die frischen Wind in das Unternehmen bringen und wissen, wie man die Kundenzufriedenheit nachhaltig steigert. Ihre pfiffigen und unkonventionellen Ideen scheinen mir sehr gut zu unserer Geschäftsphilosophie zu passen.
      Sind Sie an einem Jobwechsel interessiert?
      Dann bewerben Sie sich doch bei uns! Ich persönlich werde ein gutes Wort für Sie einlegen.

      1. Ich bin auch ohne jeden Skrupel,

        verkaufe der 90 jährigen Oma auf dem Lande einen 30 Jahresvertrag mit „bis zu“ 100GB/sek (Com_fort++^2 und zurück, all inclusive) Vertrag.

        Habe ich eine Chance in Ihrer Firma ?

      2. Grundsätzlich begrüße ich Ihren Enthusiasmus sehr. Jedoch sind Ihre Vorstellungen weder pfiffig noch unkonventionell, sondern seit über zehn Jahren bereits gängige Praxis bei uns. Deshalb muß ich Ihre Hoffnung diesmal leider enttäuschen. Aber lassen Sie sich deshalb nicht entmutigen, und halten Sie die Augen weiter offen.

  14. Die 75 GB wurden für eine Verbindung mit max. 16 Mbit/s genannt. Damit düfte das Anschauen von HD Filmen leicht problematisch werden. Dieser Posten und damit der größte Brocken an Volumen fällt also auf der Aufstellung raus.
    Wer heute schon deutlich mehr Volumen verbraucht sollte Tarife mit höherem Volumen buchen und sich nebenbei bei der Gemeinschaft bedanken, weil diese bis heute seine überproportionale Nutzung mitfinanziert hat.

    1. weil diese bis heute seine überproportionale Nutzung mitfinanziert hat.
      Die Ausbau-Kosten steigen mit der Bandbreite, nicht dem Volumen.
      Die Betriebs-Kosten sind quasi unabhängig von der Auslastung.

  15. die Telekom hat angekündigt, dass es weiterhin unbegrenzte Flatrates für einen Aufpreis von 10-20€ geben wird? Ist die Diskussion damit nicht hinfällig?

    1. Das glauben wir erst, wenn wir das kLeingedruckte dazu gelesen haben. Im mobilen Netz verkauft T-Mobile auch VOlumentarife als „Flatrate“. Wieviel Volumen eine Flatrate enthält, findet sich dann im Kleingedrucktem.

      1. Sehr geehrter Herr Beckedahl,

        Sie sehen das mit dem Kleingedruckten viel zu eng. Betrachten Sie es lieber aus der Perspektive des Service für den Kunden. Immerhin sparen wir so Volumen und Papier ein – Der Netzneutralität und der Umwelt zuliebe.

  16. Angenommen, man will die gebuchte Anschlussgeschwindigkeit, zB 16MBits, voll ausnutzen, reicht das monatliche Volumen nicht mal fuer einen halben Tag aus. Sowas grenzt doch an Ver**schung.

    1. Gut erkannt!
      Deshalb sehen wir es bereits jetzt als unsere Pflicht gegenüber unseren Kunden an, ihr Nutzungsverhalten mittels DeepPaketInspection zu analysieren und so die Anschlußgeschwindigkeit ganz individuell abzustimmen, damit das Volumen wohldosiert über den ganzen Monat verteilt werden kann. Sie sehen, daß absolut kein Grund zur Beunruhigung besteht. So viel würde sich für Sie ab 2016 damit nämlich gar nicht ändern.
      Dieser besondere Service ist übrigens vollkommen kostenlos für Sie und Teil unserer Kampagne „Bündnis gegen Onlinesucht“.
      Denn Kundenzufriedenheit geniesst bei uns oberste Priorität, und Ihr Wohlergehen liegt uns am Herzen.

  17. Abgesehen von der ganzen Diskussion hier fänd ichs auch wirklich schade, wenn wir 2016 alle noch mit maximal 16mbit down/1mbit up surfen. Das kann ja nu wirklich nicht das Ziel der Bundesrepublik Deutschland sein. Man darf da auch gerne etwas ambitionierter sein.

    Man muss sich echt mal überlegen, wie krankhaft wenig 75gb in 2016 sein werden, vorallem auch im internationalen Vergleich. Wir sehen heute schon keine Sonne gegen Nord- und Osteuropa, wie soll das dann 2016 aussehen, wenn die Telekom kein Bock hat zu investieren? Rumänien, Litauen, Estland, Ukraine, Moldau haben uns nicht nur beim Songcontest besiegt…sondern was die Internetgeschwindigkeit angeht sind sie uns schon meilenweit voraus^^. Werden wir dann 2016 auch noch von Papua-Neuguinea und den letzten Käffern Afrikas abgehängt?

    1. Naja, stell Dir nur mal vor, die Telekom würde den Leuten 10 mbit upstream geben. Da hätten sicher mehr Leute ihre kleine Server-Lösung am Router hängen.
      Was das für den Traffic bedeutet.. und vor allem wie dezentralisierter alles werden würde. So ne freedom-box an den Heimrouter hängen, per schicker Weboberfläche alles konfigurieren und auf einmal wäre das Internet voller kleiner Mini-Server.

      Das geht nun wirklich nicht.

      1. Läuft zumindest in meinem Bekanntenkreis jetzt schon so.

        Nur das die Leute die die Miniserver aufsetzen wollen den Kumpels die im VDSL50 (10MBit upstream) Einzugsgebiet liegen nen paar Euro im Monat dafür abdrücken.

        _____

        Ich selbst komme mit meinen mickrigen 6 MBit ohne fragwürdige Nutzung, in Monaten an denen ich ~60-70 stunden die Woche nicht Zuhause bin spielend auf ~200GB/monat. Bin von den Drosselplänen auch nicht begeistert, habe aber erstmal noch nen Altvertrag.

        Hat jemand irgendwelche brauchbaren Alternativen die nicht Kabel Deutschland sind? Gebäude ist bei KD nicht angeschlossen. Unitymedia dementsprechend geht auch nicht weil KD Einzugsgebiet. :I

      2. Ja, dass irgendwelche Innovationen im Onlinebereich in Zukunft aus Deutschland kommen, das können wir uns nicht leisten. Sonst kommt noch jemand auf die Idee, die Netzpolitik in Frage zu stellen.

  18. 4 Stunden Online-Gaming pro Woche? Ich bin nun wirklich kein Dauerzocker, aber ich würde mal grob schätzen, dass ich pro Woche auf 10-15 Stunden komme.

  19. Ich hab das mal eben so überflogen. Selbst mit deren Nutzungswerten komm ich auch über 140GB/Person.
    Der tatsächliche Verbrauch wird bei einem Mehrfamilienhaushalt aber vermutlich weit drüber liegen.

      1. Die Pro Drosselkom Neid-Akteure reden ja auch vielfach über Wasser- und Stromverbrauch Analogien.

        Wundert es da tatsächlich, dass einige Leute anfangen und von Daten als Verbrauchsmaterial zu labern ?

  20. Wir haben letzten Monat >200 GB Traffic gebraucht (2 Personen im Haushalt). Im Gegensatz zur gängigen Argumentation der Telekom bezahlen wir aber auch mehr dafür, nämlich in Form des generell höheren Grundpreises für VDSL50. Mit einen geringerwertigen Anschluss, z.B. 16 MBit/s, könnte ich diese Menge an Traffic gar nicht verursachen. Der „Standard-User“, der so oft heraufbeschworen wird, hat vermutlich auch gar kein VDSL50, zahlt also auch weniger als die Power-User. Ergo: Wer mehr braucht, bezahlt jetzt schon mehr.

    1. Also ich kann diese Menge Traffic mit 16mbit ohne Probleme verursachen. Z.B. wenn ich mir die neue Xbox holen würde und die alle Spiele neu runterläd (dauer 1,2Tage von 0 auf 200gb). Oder wenn ich formatiere und Dropbox gas gibt. Oder als ich vorletzten Monat noch ne kleine Retro-LAN gemacht habe. Da Fluppern die Gigabytes durch das is net mehr feierlich.

      Normal käm ich mit 200gb aber hin. Nur gibts halt so nen paar Ausnahme Monate da reicht selbst das nicht. Mit 75gb hingegen komm ich keinen einzigen Monat hin. Und das obwohl Youtube regelmäßig zwischen 18 und 24uhr anfängt zu ruckeln, weswegen ich da fast nur 360p schaue…

      1. Dafür reicht noch weniger. Ein bemitleidenswertes Familienmitglied wohnt in einem Kaff mit „DSL“ 384kbit/s und bewegt da im Monat etwa 100GB durch die Leitung. (Die theoretische Obergrenze sind ~118GB/Monat)

    2. Produziere je nach Monat (davon abhängig wieviel ich tatsächlich Zuhause bin) spielend 180GB-300GB mit 6Mbit. Technisch machbar wären sogar knapp unter 2TB. Ich bin also ‚Vielnutzer‘ weil ich 10%-15% des verfügbaren Datenvolumens nutze. Und ich habe nur 6MBit, zahle aber für ‚bis zu 16Mbit‘. Mit denen problemlos 5TB im Monat machbar wären. Mein Nutzungsverhalten würde sich durch 16MBit nicht nennenswert ändern, ich müsste nur kürzer auf meine Downloads warten. Da läge ich also bei ~3%-7% der machbaren Datenmenge.

      Die Telekom möchte aber das ich nur knapp 1.3% nutze. Gehts noch?

      Ich -hätte- gerne mehr, würde sogar für das Privileg bezahlen. Guess what? Geht. Hier. Nicht. Von den Dämpfungswerten der Leitung her wären 11Mbit machbar. Warum bekomme ich nur 6Mbit? Weil die Telekom nur ports am 6MBit DSLAM in ihrem tollen schaltkasten frei hat. Am 16er sind alle belegt. Alternativ ist letzteres eine Lüge und die haben mich nach meinem Umzug absichtlich an den 6er gehängt.

      Ich werd den Teufel tun und der Telekom -dafür- mehr Geld in den Arsch schieben.

      Das Sie hier dem ‚Standard-User‘ seine Existenz verkennen ist schlichtweg Weltfremd. Nicht jeder lebt im VDSL 50 Anschlussgebiet. Oder in Hochhäusern deren Verkabelung weniger als 20 Jahre alt ist. Oder kann es sich leisten in Gebieten mit hohen Immobilienpreisen sein Haus oder seine Wohnung nach Internetverfügbarkeit zu wählen.

  21. Es sollte wie den Stromnetzen und Energieversorgern laufen – Unbundling.
    Beide Unternehmensteile werden entflechtet (getrennt), d.h. man hat einen Netzbetreiber und einen Vertrieb.
    Der Netzbetreiber muss alle gleich (diskriminierungsfrei) behandeln, d.h. der Telekom-Vertrieb zahlt die gleiche Gebühr für die letzte Meile wie irgendein anderer Internetanbieter.

  22. Leider sind es schon zu viele Kommentare um gelesen zu werden.
    Ein Verhältnis bei der Drosselung finde ich immer noch widersinnig und unerwähnt.

    Wenn ich 24×7 INet haben wollte, dann könnte ich bei 30 Tagen gerade mal 28,9 kb/s laden.
    Hab ich mich verrechnet, oder liegt das nicht sogar deutlich unter deren Mindestversorgung bei Überschreitung des Limits? Sie würden also ihr eigenes Limit unterschreiten?

    1. @ Svfg
      Am 23. Mai 2013 um 21:47
      „Leider sind es schon zu viele Kommentare um gelesen zu werden….“

      Durch das Nichtlesen sparst Du Volumen und Bandbreite. ;)

  23. Ich entschuldige mich aus tiefstem Herzen bei allen Mitmenschen, die eine von mir empfohlene Flatrate gekauft haben und enttäuscht worden sind.

  24. Wie wäre es einfach mit Marktwirtschaftlichen Mitteln zurückschlagen.
    Vertrag bei der Telekom kündigen und bei der Konkurrenz einen neuen machen…
    Ist effektiver, als sich über die Drosselung auf zu regen…

  25. „Vertrag bei der Telekom kündigen und bei der Konkurrenz einen neuen machen…“
    Das frage ich mich bei der Diskussion die ganze Zeit: was ist mit den Resellern, für die ich immer noch einen Basisanschluss der Telekom benötige? wird da nach 75 GB auch gedrosselt? Irgendwie muss die Telekom das ja durchreichen, sonst machen die Drosselpläne keinen Sinn, weil alle Kunden halt zum Reseller wechseln würden…

  26. WARUM!? WARUM!? WARUM haben 99 % der Menschen in diesem Land diese ausgeprägte GRATISMENTALITÄT?
    Wieso muss eine Flatrate eine Selbstverständlichkeit sein? Weil es „schon immer“ so war? Ein Internetanschluss ist eine Dienstleistung wie jede andere auch!
    Man lasse doch mal die Logik und die Vernunft walten! Ab jetzt sind MEHRNUTZER auch MEHRZAHLER! Die eingeführte Drosselung ist längst überfällig!
    Freiheit im Netz gefährdet? Kontrolle über Inhalte? Das ist doch HÄUFIG nur der Fall, wenn man die 75 GB Volumen für viel Mist verwendet und ÜBERMÄßiG viel glotzt, am PC zockt und/oder quatscht! In meiner halben Klasse verbringt jeder gefühlte 6 h täglich auf YOUTUBE oder „suchten“ Onlinegames: (das Wort „suchten“ wird von den Betreffenden schon „aus Spaß“ für diese Tätigkeit dafür benutzt)
    Die Nutzer, die wirklich 50 GB wissenschaftliche Videos streamen oder aus produktiven Gründen 25 GB auf seriösen Websites surfen sind doch die absolute Ausnahme.

    „Oh, pötzlich lassen sich nur noch die Telekom-Websites schnell laden? Wie unfair? DIe Telekom diktiert unseren Medienkonsum?!“ – Falsch! Wenn’s für die neuesten Politiknews nicht mehr reicht, hat man SEHR WAHRSCHEINLICH vorher Mist gegoog… ähh.. yahoot.

    Wer mehr nutzen will, zahlt einfach 10 € mehr im Monat!
    Und gibt diese 10 € nicht für den neuen BMW, den Kinobesuch, Zigaretten, den vielerseits geschätzten Alkohol, Fastfood bei den Burgerkönigen (heute sind sich ja viele zu fein, um sich ein gutes, presiwertes Käse-Vollkorn-Brotzu schmieren), das neue iXXX oder die neue DVD aus. (oh Verzeihung, hab Folgendes vergessen: Filme kauft ja heutzutage keiner mehr, wird ja alles gestreamt; sicher, denn die Netze sind ja bis ins unendliche belastbar)

    10 € Aufpreis – Und schon hat sich die Sache! Das ganze ist vor allem eines: FAIR!
    Ich bin gespannt auf Eure Kommentare!
    lG Arne

    1. Flatrate ist Flatrate
      Für Menschen die schwer von Begriff sind: Pauschale Zahlung für pauschale Nutzung.

      Da spielt es keine Rolle wie „sinnvoll“ oder „mäßig“ diese Nutzung Ihrer Meinung nach ist. Wer glauben Sie denn eigentlich zu sein, Menschen so etwas diktieren zu dürfen was „sinnvoll“ oder „mäßig“ ist, wenn diese Menschen einfach nur ein Angebot nutzen für das sie auch bezahlen?

      Aus Ihnen spricht einfach nur der blanke Neid und höchst wahrscheinlich noch der Glauben das Sie, wegen Ihres „Wenigkonsums“ diese Menschen subventionieren, genau das machen Sie aber nicht.

      Niemand hält Sie als „Wenignutzer“ davon ab sich einen günstigeren Volumentarif zu holen welcher Ihren Ansprüchen genügt.

      Genau das haben nämlich die „Vielnutzer“ auch getan. Diese „Vielnutzer“ haben sich einen Tarif ausgesucht der ihrem Nutzungsverhalten entspricht, dementsprechend bezahlen diese Menschen auch mehr für diesen Tarif.

      Wie und ob sich das für den Anbieter rechnet, das kann dem Nutzer des Angebots gelinde gesagt scheiss egal sein. Wenn ein Anbieter zu Blöd ist seine Angebote rentabel und zukunftssicher zu gestalten, dann hat der Anbieter sich verkalkuliert und nicht der Kunde welcher für dieses Angebot bezahlt und es dementsprechend nutzt.

      Es ist aber einfach nur dreist sich hier großkopfert hinzustellen und zu verlauten „Ich bezahle für meine Flatrate den selben Preis, nutze das Ding aber nicht so viel wie ihr, doofe Schmarotzer!“

      Der Blöde in dieser Situation sind dann nämlich Sie, weil Sie für eine Leistung bezahlen die Sie so offensichtlich gar nicht benötigen. Und nun fordern Sie das alle anderen dafür auf Ihr Niveau gedrosselt werden, nur weil sie zu faul/doof/whatever sind um sich selbst einen passenden Tarif zu besorgen.

      Gehen Sie auch nach der selben Logik beim All-You-Can-Eat vor?
      Sie bezahlen den Preis für das Angebot, essen aber nur eine Suppe.

      Das andere mehr essen ist Ihnen aber ein Dorn im Auge, die sollen gefälligst alle Suppe essen, haben ja alle das selbe bezahlt wie Sie!
      Ihre Lösung für dieses „Problem“ sieht dann so aus das Sie einfach in die Pfannen/Töpfe auf dem Buffet spucken um möglichst allen anderen das Angebot auch madig zu machen.

      Das ist doch mal ein Ding..

      1. Hallo Freeflight,

        ok, dass ich mir anmaße in „sinnvoll“ und „nicht sinnvoll“ einzuteilen, gebe ich zu. Aber das ist nebensächlich. Denn mit Neid, hat das auf keinen Fall zu tun. Mir geht es darum, dass die Leute das mal aus einem anderem Blickwinkel betrachten:

        Letztlich geht es es doch bei der ganzen Debatte nur um eines:
        Umsatz, Gewinn, Kosten, Investitionen. Haben Sie Telkomaktien? Ich nicht, kenne aber Leute, die haben welche.
        Was die Telekom hier gemacht hat ist doch, auf einen Nenner gebracht, „einfach“ nur eine Preiserhöhung für Vielnutzer. Und das schmeckt diesen Kunden nicht.

        Wenn sie wollen, erklären Sie mir bitte Ihren „für alle, die es noch nicht begriffen haben“-Absatz.
        Man kann ja wie bisher seine Flat kriegen, nur jetzt eben mit Aufpreis!
        Beim mobilen Internet heißt es schließlich auch „Flat Internet“ und im Kleingedruckten dann: „mit XX MB Highspeed“. Komisch, dass sich hier keiner aufregt. Ich vermute, wie bereits gesagt, die Leute wollen bei diesem Thema einfach nur Ihren Gewohnheits- und Gratismentalitätskopf durchsetzen.
        Nocheinmal, nocheinmal, nocheinmal: Warum ist denn die althergebrachte unbegrenzte Flat eine Selbstverständlichkeit? Das lässt sich aus logischen, realistischen und betriebswirtschaftlichen Gründen nicht begründen. Wer behauptet denn, dass die Telekom dauerhaft „All you can eat“ anbieten muss? Gibt es ein Gesetz? Dieses Unternehmen muss 81.000 Mitarbeiter, Investitionen und Steuern zahlen. Da ist das doch dem Unternehmen überlassen. Ich dachte, ein bisschen Demokratie haben wir noch…

        Aber zum Glück: alles kann so bleiben wie bisher, man muss eben nur mehr zahlen! Wo ist das Problem? Und wenn eine Dienstleistung teurer wird, dann wird sie eben teurer. Gerade für den, der mehr nutzt ist das ok. Ich habe für den Unmut der Leute daher wenig, zwar ein bisschen aber wenig, Verständnis.
        Noch weniger für die Leute, die schreien: „Jetzt manipuliert uns der Staat nicht nur durch GEZ (was ja stimmt, GEZ braucht wirklich keiner) sondern auch durch die Telekom, wo der Staat ja zu einem Drittel Aktionär ist“ Ein wenig könnte der Medienkonsum beeinflusst werden, aber ok – die Leute brauchen doch nur (etwas) mehr zahlen und das Thema hat sich.

        Bin gespannt auf Kommentare, bin gerne zum Dialog bereit.

    2. In Bezug auf Gratismentalität: Bullshit. Ich bezahle für meine 6MBit DSL Leitung fast soviel wie nen Japaner für symmetrische 100MBit Glasfaser. Die haben damit komischerwise keine Backbone Probleme. Und das obwohl die durchschnittlichen Lebenskosten in Japan eher über denen Deutschlands liegen.

      Warum die Leute rumschreien ist nicht in erster Linie, das die Telekom Flatrate Tarife wieder zu Volumentarifen macht.

      Das Problem ist, das die Telekom Leuten in den Bereichen wo es möglich ist immer schnellere Breidbandanschlüsse verkauft, ohne das Netz auszubauen, und dann anfängt rumzuheulen wenn die Leute die Dreistigkeit besitzen die zugesprochene Leistung tatsächlich zu benutzen.

      Das Problem ist, das die Telekom von allen Seiten (Kunden, Diensteanbieter, Staat, Peeringpartner) Geld in den Arsch geschoben bekommt, aber dieses so wenig wie möglich in den Netzausbau steckt. Sichtbar an den Gewinnen und Ausgaben die bekannt werden.

      Das Problem ist, das die Telekom Kommunen beim Breitbandausbau zusagen macht, die dann vorne und hinten nicht eingehalten werden.

      Das Problem ist, das die Telekom sagt „Ich weiß garnicht was ihr habt, guckt mal, 75GB ist doch voll viel Internet. Hier, wir rechnen euch vor wie ein guter Deutscher Bürger das Internet zu benutzen hat.“ wenn die Rechnung offensichtlich für keinen Mehrpersonenhaushalt auch nur annähernd ausreichen kann. Insbesondere nicht in 2016, so stark wie die Tendenz beim Datenverkehr steigt.

      Das Problem ist, das die Telekom ihre Zahlen nicht offenlegt, und überhaupt nicht nachprüfbar ist, inwiefern die Aussagen der Telekom zu Auslastung der Netze und Kosten für Datenverkehr überhaupt zutreffen. Zumal das Unternehmen immernoch zu einem nennenswerten Teil in öffentlicher Hand ist.

      Das Problem ist, das die Telekom die vom Bürger bezahlte Infrastruktur damals zu Ihrer Gründung/Privatisierung quasi geschenkt bekommen hat, sich daran dumm und dusselig verdient, sie aber nicht im Interesse der Bürger wartet und ausbaut wenn es ihr nicht geradezu aufgezwungen wird.

      Das Problem ist, das die Telekom es Diensten (z.B. Spotify) erlaubt vom Volumenlimit ausgenommen zu werden und dadurch den Markt verzerrt/die Netzneutralität (die in Deutschland eh am Ende ist) mit Füßen tritt. Dies ist nicht zu vergleichen mit dem Entertainpaket, was tatsächlich ein paralleler Dienst ist und als solcher betrachtet werden sollte.

      Das Problem ist, das hierzulande immer noch viele Bereiche nur grottiges DSL Lite bekommen, und auch dafür Ordentlich blechen dürfen.

      Das Problem ist, das selbst besagte DSL Lite Anschlüsse locker mehr als 75GB Traffic im Monat verursachen können, wenn man sie auslastet. De facto kann man mit der -gedrosselten- Geschwindigkeit mehr als 75GB im Monat verursachen.

      Das Problem ist, das die Telekom Transfervolumen berechnen will, wo nicht nur der ganze Overhead, sondern auch sonstiger upstream traffic mit reinfällt. Vielleicht der einzige Vorteil hieran ist, dass es evtl. die Nutzer von den ganzen Clouddiensten heutzutage wegerzieht.

      Das Problem ist, das die Telekom insinuiert hat, dass in Betracht gezogen wird die Volumenzählung „im Router“ stattfinden zu lassen, was effektiv bedeutet das die Telekom Blackbox-Routerpflicht einführen will, Kabel Deutschland Style. Wehe dem, der lieber über die Fritzbox oder einen OpenWRT Router telefoniert/surft.

      Das Problem ist, das selbst die VDSL oder Fiber 100/200 Kunden, die viel Geld für ihre Leitungen auf den Tisch legen, in den neuen Verträgen sowohl in den normalen als auch den Entertain Paketen nach ihrem Kontigent auf die gleichen unbenutzbaren 384KBit/s gedrosselt werden sollen wie die ADSL2 Kunden, anstatt auf die bei den VDSL Verträgen bisher vorbehaltenen 6MBit, die immerhin noch brauchbar sind.

      Dann kommt noch dazu, das einige Leute mit der LTE Drosselung (auf die gleichen 384KBit/s) Erfahrung haben, und feststellen das dabei die Latenzzeiten so weit in die Höhe gehen das nichtmal webnutzung möglich ist. Das wird bei DSL vermutlich nicht genau so aussehen, aber dürfte zu der allgemeinen Angst vor der Drosselung mit beitragen.

      Mein -Handy- produziert im Monat ~5GB Traffic für updates und verschlüsselte Cloud Backups. Natürlich übers WLAN. Ähnliches Volumen nochmal für das Arbeitshandy.

      Die Argumentation, dass 384KBit/s noch für ’normales‘ Surfen ausreicht ist auch Humbug. Die Einzigen die das behaupten können sind Leute die nichts tun ausser Fefe lesen. Seiten wie SPON sind heutzutage derart mit Flash-Elementen und Bildern überladen, dass es bei besagter Bandbreite wirklich -Minuten- dauert bis eine Seite geladen ist. Immerhin wird in Zukunft dann wohl wirklich jede Oma einen Werbeblocker installieren alleine um Datenvolumen zu sparen. Die Werbetreibenden wirds freuen.

      Ich gehe davon aus, das die ganzen Lieschen-Müller-Wenignutzer die hier heldenmäßig die Telekom verteidigen sich selbst gar nicht bewusst sind wieviel Volumen zwischen allen Endgeräten und mit Protokolloverhead so zusammenkommt. Immerhin lädt ungedrosselt ja alles so schnell, dass man gar nicht merkt was da so über die Leitung kommt.

      Bin ebenfalls gespannt auf Kommentare, und zum Dialog bereit.

      1. Vorneweg: Dein erster Absatz ist ABSOLUTER Bullshit. Du kannst nicht die Preis in verschiedenen Ländern miteinander vergleichen. In Polen kostet eine mobile Standard SMS 2ct nicht 9ct. Und in den USA kriegst du nen 100% BaumwollePullover für nen Drittel unseres Preises. Dafür kosten Lebensmittel (Fastfood zählt nicht darunter, die kosten auch nur ein Drittel und das Wasser ist bei Maces umsonst) oft das Doppelte.

        Ok, dann soll der Dialog beginnen. Als Student der techn. IF hast Du sicher Kompetenz und „Insiderwissen“, was Deinen Worten zu Recht Gewicht verleiht. Zur Info: Ich studiere Wirtschaft.
        Damit das alles nicht ausufert, möchte ich meinen Standpunkt, den ich verteidige, nocheinmal zusammenfassend deutlich machen:

        -Mir geht es eben vor allem um die Wandlung zu Volumentarifen. Ich finde es zu kurz gedacht, dass die Leute diese „Preiserhöhung“ nicht annehmen wollen. Denn, wie gesagt, mit Aufpreis bleibt für den Kunden alles so wie es ist. Marktwirtschaftlich und eben dem TelekomManagement überlassen.-

        Nun zu Deinen Absätzen mit dem Namen „Das Problem ist…“.:

        1) Soweit ich weiß, baut die Telekom das Netz stetig aus. Dennoch soll dieses Problem soll jetzt durch den Preis gelöst werden. Denn der Preis wird Angebot und Nachfrage (Leitungskapazität und Gesamtsurfvolumen) wieder in geordnete bahnen führen können.

        2) Du siehst das, denke ich zu einseitig. Habe vor kurzem im MM gelesen, dass die Telekom enormen Konkurrenzdruck hat und dazu im Vergleich riesige Investitionsvolumina stemmen muss. Auch, um die Auflagen des Bundeskartellamtes zu erfüllen. Aber hier mein Hauptargument: Die Telekom muss die Dividende kürzen für 2013 und 2014!

        3) Das ist Sache des allgemeinen Managements und hat nichts mit „unserem“ Kernthema zu tun. Musst Du mir Recht geben, nachdem Du ja gschrieben hast „dass die Einführung von Volumentarifen nicht das Problem sei“. Am Rande: Wenn die Telekom die Kommunen nicht anschließt, dann wird das grötenteils eine Sache der Rentabilität sein. Und kein böser Wille. Denn wenn das Profitabel wäre, dann gäbe es den Netzanschluss sicher morgen! (wollen doch nicht zurück in DDR-Zeiten)

        4) Breitbandausbau: Auch hier tust Du dem Unternehmen sicher viel Unrecht uns siehst das zu einseitig. Ich denke, auch der Telekom kann so etwas nicht schnell genug gehen. Aber das braucht Zeit, kostet Geld, brauch VOR ALLEM qualifiziertes Fachpersonal, ist mit enormem Bürokratieaufwand verbunden und bereitet sicher auch bei der Umsetzung alltägliche Probleme. Ich denke, auch der Telekom könnte es hier eigentlich nicht schnell genug gehen.

        5) Ok, vielleicht ist 75 GB wirklich nicht so viel. Vielleicht sollten es 100 sein. Oder 150. Sicher ist, auch für den Mehrpersonenhaushalt, der ja auch z.Bsp. eine Studenten WG sein kann, dass man das „Problem“ auch hier wieder lösen kann: Mit NUR 10 € Aufpreis im Monat. (siehe dazu meine vorigen Posts)

        6) Hier habe ich wenig Überblick, will aber durch den staatlichen Anteil als Argument reinzählen lassen. Aber hier bitte ich, die Augen doch mal auch auf realistische Tatsachen beruhen zu lassen! Die Telekom muss heute und in Zukunft profitabel arbeiten! Jeder soll sich doch bitte mal vorstellen, er hätte Telekomaktien.

        7) Overhead und Upstream – sorry kenne ich mich nicht aus damit. Aber dann ist das, meiner Meinung nach ein konkreter Punkt in der Vertragsausgestaltung und kein Hauptargument, um gegen Preiserhöhung und Einführung von Volumentarifen zu wettern.

        8) Über das Routerproblem habe ich gelesen und das finde ich auch dreist. Aber auch HIER wieder nebensächlich.

        9) Auch hier geht es nur wieder um den Preis. siehe bitte vorige Posts

        10) Ich weiß nicht, ob ein völliger Ausfall der Webnutzung von der Telekom beabsichtigt ist. Vermute das Gegenteil.

        11) Mit deinem mobilen Datenvolumen bist Du sicher kein Normalfall. Und wenn, will ich es, weil es über WLAN geht, als normalen Homeverbrauch zählen lassen.

        12) hab ich nicht gesagt, dass das toll ist mit 384 KBit/s zu surfen. Ich sage nur, dass die Leute eben eine höhere Zahlungsbereitschaft aufweisen sollen (siehe meine anderen Posts oben)

        13) Ok, der Normaluser merkt das nicht, und kennt sich damit auch weniger aus. Gebe ich zu. Aber bitte: Nur die Hälfte der dt. Bevölkerung lebt in Familienhaushalten. Und über 16 Mill. leben alleine.
        https://www.destatis.de/DE/Startseite.html

        Sorry, bin noch nicht überzeugt. Und zum Abschluss:
        Ist jemandem Aufgefallen, dass die Preise für Kommunikationsdienstleistungen in den letzten 10 jahren enorm gefallen sind und weiter im Fall sind? Die allgemeine Inflationsrate ist aber im positiven Bereich. Ganz wichtig: Der Verbraucherpreisindex wird zwar nur um die 2 – 3 % jährlich sein, aber das ist ja nur der HVPI.
        Die Kosten für die Unternehmen (nicht nur Telekom) sind weit höher!
        Also: Wo ist das Problem bei 10 €?
        Wir leben doch nicht im Schlaraffenland!

        Bitte um Kommentare.

        PS: @Moon: Der Preis entscheidet, nicht Leute wie ich. Wählst Du DIE LINKE?

    3. Und schon hat sich die Sache! Das ganze ist vor allem eines: FAIR!

      Bullshit. Es ist nichts daran fair, wenn Typen wie du entscheiden können, wer was verbrauchen darf.

    4. Kleines Problem hierbei.
      Diese „Mehrnutzer“ erzeugen keine Mehrkosten, instabilitäten oder irgendetwas. Entweder die Kapazität ist vorhanden, dann ist sie auch den ganzen Monat vorhanden und hört nicht nach 18 Stunden auf.

      Daher:
      “ (oh Verzeihung, hab Folgendes vergessen: Filme kauft ja heutzutage keiner mehr, wird ja alles gestreamt; sicher, denn die Netze sind ja bis ins unendliche belastbar)“

      Ja, das sind sie, im Rahmen der jeweiligen Kapazitäten. Wenn jeder seine Kapazität voll auslastet – womit jemand mit 16Mbit nicht 75 Gbit sondern eher das 100fache davon nutzen würde – reicht es noch immer. Es sei denn, natürlich, die Kapazität um diese 16Mbit-Leitungen zu versorgen ist von vornherein nicht gegeben – in diesem Fall jedoch, wird eine Drosselung nichts ändern, ganz im Gegenteil, da sich die Down/Uploads umso mehr im gesamten Netz auf den Monatsanfang konzentrieren werden, das Netz also mehr Last wird abkönnen müssen.

      Ich sage dir so viel: Bevor ich plötzlich 10€ mehr zahle, für einen Dienst, der früher weniger kostete, und dank des technischen Fortschritts noch weniger kosten sollte, gehe ich über einen Ausländischen Anbieter über eine 2-Wege-Sateliten-Verbindung ins netz – selbst, wenn ich hier 30€ mehr zahlen muss.

      1. Ob Du über nen ausländischen Anbieter reingehst oder nicht ist mir schnuppe. Gut finde ich, und darum geht es mir bei dieser Diskussion, dass Du Deinen wirklichen Ärger offen kommunizierst:
        Die PREISERHÖHUNG!

        Ok.

        Ich sagte ja nur, dass ich ein Problem habe, dass viele Leute über „die Unabhängigkeit“ oder „die Freiheit unserer Gesellschaft“ jammern. Wo es doch lediglich um 10 € mehr im Monat geht.

    5. Ab jetzt sind MEHRNUTZER auch MEHRZAHLER! Die eingeführte Drosselung ist längst überfällig!

      Die Telekom verkauft aber nicht die Inhalte sondern die Leitung. Das ist, als würde der Betreiber der Wasserleitung für das Wasser kassieren, anstelle desjenigen, der das Wasser einspeist.
      Was die „Überbuchung“ der Bandbreite angeht, habe ich übrigens nichts dagegen, wenn die Priorisierung bei Überlast vom bisher transferierten Volumen abhängt (entsprechende Vertragsklausel vorrausgesetzt, ist das fair).

      Alles in allem, vermute ich aber, dass die Telekom größtenteils nicht Drosseln wird, weil sonst die meisten Nutzer einfach den Anbieter wechseln würden. Die Drosselung wird wohl vielmehr als Drohkulisse genutzt, um Inhalteanbieter die hohe Bandbreiten benötigen zu Zahlungen für die Priorisierung zu zwingen. Und darin liegt mMn das Problem.

  27. Mal ein kleiner Hinweis:
    Als Aktionär gehört einem natürlich die Firma (oder zumindest ein Teil davon). So argumentiert auch mein Rechnungswesen-Prof.

    Dieser Kollege hier scheint auf das Drosselsprech, welches auf der Hauptversammlung vernommen werden konnte, reingefallen zu sein. Zumindest ähnelt die Argumentation dem Geblubber, welches der Vorsitzende von sich liess.

  28. LOL, das hört sich ja an als wären Personen mit „einem regen Sozialleben außerhalb der Wohnung“ sowas wie eine exotische Spezies die es kaum noch gibt. Das mag ja sogar stimmen, insofern hätten die Drosselpläne der Telekom dann ja sogar was Gutes, so kommt der Internetsüchtige dann auch mal an die frische Luft ;-)

  29. So traurig ich über meine eigene Aussage eigentlich sein sollte. Aber wenn das dazu führen sollte daß diese hirnlosen Videoads auf jeder Seite aufhören und dieses Flashwerbegeraffel abgeschaltet wird um Bandbreite zu sparen muss ich fast schon dafür sein. ich bin für Netzneutralität und Grundversorgung, aber es gibt kein Recht auf Full oder Quad-HD und Bandbreitenverschwendung.

    1. Die werden nicht abgeschaltet, die werden sich auch weiterhin vermehren und verschlimmern.

      Es gibt durchaus ein Recht auf „Bandbreitenverschwendung“, das ist nämlich genau das was „Netzneutralität“ auch bedeutet. Die Daten die da durch die Leitungen eiern sind alle gleichberechtigt zu behandeln, von daher gibt es keine „Verschwendung“ oder „sinnvollen“ oder „nicht sinnvollen“ Daten.

      All diese Beurteilungen sind nämlich höchst subjektiver Natur.
      Jemand der mit dem deutschen TV Angebot zufrieden ist und sich gerne von dieser Grütze berieseln lässt findet natürlich das Unterhaltung aus dem Internet total „sinnlos ist“ sollen halt einfach alle RTL gucken, kostet keine Bandbreite!

      Jemand dem seine Gehirnzellen aber noch etwas Wert sind wird einen Teufel tun und seinen Medienkonsum auf RTL beschränken.

      1. OK, dann fügt das doche besser ein in die Petition: Netzneutralität beinhaltet das Recht auf Verschwendung.

        Klingt sicher gut.

  30. Schauen wir uns mal rein das neue Preis-Leistungs Verhältnis an. Als Beispiel nehme ich auch das DSL1600 Paket (Call & Surf Basic mit Internet Flat).

    Für 29,95€ erhielt man bis vor kurzem DSL16000 ohne Drossel und Telefonanschluss (2,9Cent/Minute).

    Gehen wir davon aus das damit ein Downstream von 16MiBit/s und ein
    Upstream von 1MiBit/s stets möglich war. Insgesamt also eine kontinuierliche Datenrate von 16MiBit/s. Folglich sind in einem Monat bis zu 5454GiB Transfervolumen möglich. Das sind jetzt unsere 100%.

    Mit dem neuen Drosselangebot wird die Verbindung nach 75GiB gekappt.
    75GiB an Daten zu übertragen ist mit 17MiBit/s innerhalb von nur 10 Stunden möglich. Der Rest der Zeit ist nur noch mit jeweils 386KiBit/s (772KiBit/s gesamt) zu „genießen“.
    In der verbleibenden Zeit sind mit 772KiBit/s nur noch weitere 239GiB möglich.

    Fassen wir also zusammen:
    Flatrate-Angebot: Bis zu 5454GiB im Monat
    Drossel-Angebot: Bis zu 314GiB im Monat

    Das sind nur noch 5,8% des ursprünglichen Angebotwertes bei gleichbleibenden Preis. Oder eine 17-fache Preiserhöhung!!!

    Natürlich sind 5454GiB äußerst unwahrscheinlich (und eine Frechheit),
    aber ein so schlechtes Angebot so teuer zu verkaufen ist frecher als
    jeder „Poweruser“.

    Und hier meine Meinung zur Netzneutralität:
    Es ist sehr wichtig, aber:
    Wenn man das Internet durch eine Drossel zerstört, hilft selbst das neutralste Netz aller Netze es nicht.

    Auf Nimmerwiedersehen, Telekom!

    1. Was Du da aufstellst ist eine MILCHMÄDCHENRECHNUG !

      Bitte lies Dir doch mal meine obigen Posts durch.
      Meine persönliche Meinung: es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Konkurrenz nachzieht!

      lG

  31. Ich hab da mal etwas gehört von einer Zukunftsvision mit dem Titel „Multimediale Vernetzung“.
    Welch ein Lacher sind denn dann die Drosselpläne der Telekom…
    Weiterhin steht in allen Verträgen der Telekom bei den Down-/Uploadraten bis zu …GB.
    Im Kleingedruckten liest man meist erst nach Vertragsabschluß von einer Mindestleistung die meist nur zwei Drittel der Leistung betragen. Ursache hierfür ist nicht, daß die User gleichzeitig downloaden, sondern die DSLAMS in den Verteilerzentren gnadenlos mit Usern überbestückt sind, was natürlich zu regelmäßigen Internetausfällen führt, vor allem in ausbauschwachen Regionen.
    Kabel Deutschland zum Beispiel befindet sich mitten in der Glasfaserinitiative, um den erhöhten Datenverkehr abzufangen, die setzen sogar noch einen drauf, die Netze sind mit 300% Kapazität geplant und werden in 96% der Einzugsgebiete verfügbar sein und und und.
    Niederlande hat in einer Großinitiative Glasfaserkabel bis an die Hausverteiler gelegt.
    Wo kann denn bei der Telekom noch von einer Zukftsvision die Rede sein, wenn der Kunde mit einer versteckten Preiserhöhung die „Wasserköpfe“ bzw. ein marodes Wirtschaftssystem der Telekom finanziert.
    Am Ende wird die freie Marktwirtschaft und jeder Kunde darüber entscheiden, ob das Monpol Telekom fällt…

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