Generell

Was macht unser EU-Beauftragter für Internetfreiheit?

Heute vor einem Jahr wurde unser Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg Berater der EU-Kommission für Internetfreiheit. Positiv kann man sagen, dass er wohl keinen Unsinn angestellt hat. Genau weiß man das aber nicht, weil er auch nicht in Erscheinung getreten ist. Bei einigen relevanten Konferenzen zum Thema war er nicht zu sehen. Bei einer anderen wurde berichtet, dass er zwar vor Ort war, aber etwas alleine daneben stand und keinen Anschluß fand. Mehr hat die Öffentlichkeit bisher nicht erfahren. Aber vielleicht kommt da ja noch was? Weiß jemand mehr?

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Einige Fragen bleiben: War der Posten ein Gefälligkeitsdienst, damit zu Guttenberg in seinen US-Think-Tanks mit einer EU-Berater-Visitenkarte herumlaufen kann? War er vielleicht doch nicht der talentierte Kandidat für den Posten? Hat er keine Lust? Oder macht er was und wenn ja, was denn?

Unser Blogpost von vor einem Jahr: Der sehr talentierte Herr zu Guttenberg.

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11 Kommentare
  1. Ich frage mich auch die ganze Zeit, wann man etwas von ihm hört. Vor allem in Zusammenhang mit seiner EU-Tätigkeit. Ich glaube, der weiß noch nicht mal, wie er eine Youtube-Sperre umgeht.Oder was TOR ist. Sein letztes Lebenszeichen (nach dem man aber auch tüchtig suchen mußte) war eine Sicherheitskonferenz in München, die am gleichen Wochenende wie der CSU-Parteitag war. Dies wurde im SPIEGEL in einem Nebensatz erwähnt. Eine Berichterstattung über die Konferenz an sich habe ich im Netz nicht gefunden. Ein Video seiner Rede dort ist mittlerweile beim CSIS zu finden http://csis.org/event/future-transatlantic-narrative-hope-or-dismay.

    Dieter

  2. Die Presse hat ihm keinen fairen start gegeben, aber nach einem Jahr müsste wirklich mehr bei rum kommen. Das Thema ist einfach zu wichtig und es gibt genug Baustellen die er angehen könnte.

  3. Ich denke, wir sollten uns mal nicht beklagen.

    Abgesehen davon, was für Unsinn Gutti wohl bei Konferenzen oder Tagungen erzählen würde; viel schlimmer noch:
    Die gesamte Presseöffentlichkeit würde sich sofort um ihn scharen, er würde über sein Privatleben befragt werden und Bilder-Klickstrecken über ihn veröffentlicht werden, während er bedeutungsschwanger triviale Sätze aufsagt.

    Von Inhalten und Diskussionen der Treffen oder EU-Vorhaben lenkt das eher noch ab, verschleiert und schadet wahrscheinlich mehr als es nützt.
    Da ist mir der Status Quo schon lieber. Bleib mal in der Versenkung, Gutti.

  4. Man sollte der EU dankbar sein das sie sich um Altlasten mit „speziellen“ Fähigkeiten kümmert-wäre nicht auszudenken wenn es diese Möglichkeit nicht gäbe…. In der alten Udssr war man nach Fehlermachen und Glückhaben Direktor eines Wasserwerks in Sibirien oder sowas.Hauptsache ausse Füsse.

  5. Der hält sich vornehme zurück, damit man ihn erstmal vergisst und dann kommt er irgendwann mit einer ganz tollen Story wieder aus der Versenkung. Genau wie der Kasper …. tralalala.

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