Michael Wettengel, Mitglied der IT-Steuerungsgruppe des Bundes und Zentralabteilungsleiter im Bundeskanzleramt, forderte heute in Berlin u.a. eine „Ethik für Netz“. Was er sich u.a. darunter vorstellt, zitiert Heise: Bundeskanzleramt fordert Ethik fürs Internet.
Wettengel stört sich an den gängigen „Phantasienamen“ in Online-Foren. Normalerweise sei es ein Zeichen von Höflichkeit, dass sich der Bürger „zu sich selbst bekennt“. Er warf die Frage auf, was die „ständige Verwendung“ von Pseudonymen „für Rückwirkungen auf die reale Welt haben wird“.
Dazu stellen wir fest: Uns stört mehr, dass das Kanzleramt gegen Anonymität ist.
Update: Interessante Info am Rande: Besagter Herr Michael Wettengel kennt sich offensichtlich mit Ethik gut aus. Laut dem SPIEGEL war er in die CDU-Spendenaffäre verwickelt.