Öffentlichkeit

Ägyptische ISPs kündigen Entschädigung an

In Ägypten kam es bekanntermaßen in letzter Zeit revolutionsbedingt zu langfristigen Ausfällen des Internets. Wael Ghonim hatte darauf hingewiesen hat, dass das Abschalten des Netzes sicherlich dazu beigetragen hat, dass die Menschen wütend auf die Straße gingen. Nachdem die Revolution nun geglückt zu sein scheint, haben sich die großen ägyptischen ISPs nun dazu entschieden, auf die Revolutionäre zur allgemeinen Befriedung mit einem freundlichen Angebot zuzugehen:

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5 Kommentare
  1. Realsatire.

    @hoohea: Die Telekom würde dir im Krisenfall sicher nichts erstatten. Es würde mich überraschen, wenn sie nicht wie auch die meisten Versicherungen eine Ausschlussklausel für Schäden durch Kriege und Umstürze hätten.

  2. An dieser Gutschrift ist nichts positives zu erkennen. Hier versuchen die ISP`s die von Ihnen betriebene Zensur und das arbeiten für den Diktator zu vertuschen, bzw. sich frei zu kaufen.

    Ich hoffe die Ägypter lassen sich das nicht gefallen.

  3. Ich find’s gut. Meiner Einschätzung nach hatten die ISPs keine großen Entscheidungsmöglichkeiten und entschädigen nun in der Größe der Ausfalldauer.

    In der Tat scheint es hierzulande sehr schwierig zu sein bei irgendwie geartetem Ausfall eine Gutschrift zu erkämpfen.

  4. Ich muss Troll recht geben. Ich sehe das auch als den Versuch eines Ablasshandels. Das verwerfliche am Abschalten der ägyptischen Netzinfrastruktur war ja nicht, dass es ein paar Tage kein Internet gab, sondern dass man sich damit zum Handlanger eines unterdrückerischen Regimes gemacht hat.
    Keine monetäre Entschädigung sondern eine aufrichtig Entschuldigung, gerade den Menschen gegenüber, die während der Revolution Söhne, Töchter und Geschwister verloren haben, eine aufrichtige Entschuldigung für die eigene Feigheit wäre angebracht. Keine halbe Monatsgebühr.

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