Datenschutz

Datenschutz-Plug-In für Firefox liest das Kleingedruckte

Von der Electronic Frontier Foundation, der Internet Society und dem Center for Democracy and Technology gibt es ein neues Datenschutz-Plug-In für den Firefox-Browser.


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Die freie Open-Source-Erweiterung für Firefox überprüft die allgemeinen Geschäftbedingungen und Datenschutzbestimmungen von rund einem Dutzend großer Webseiten und aktualisiert sie alle drei Stunden. Sobald es auf einer Seite Änderungen im Kleingedruckten gibt, werden sie dem Nutzer gemeldet wenn die wieder Seite besucht wird.

Im letzten Jahr gab es beispielsweise viel Wirbel um die Änderungen der AGB bei Facebook, als sich die die Plattform unbegrenzte Nutzung der Inhalte alle Facebook-Nutzer sichern weollte. Solche Änderungen kommen durch das Plug-In nicht mehr unbemerkt an den Nutzern vorbei.

Hier gibt es weitere Informationen und den Download. Und kann man sich bereits die Bibliothek mit den Änderungen der Nutzungsbestimmungen in den letzten sechs Monaten anschauen, die das Plug-In füttern wird.

(Crossposting von vasistas?)

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7 Kommentare
  1. Ich halte so ein Tool schon für hilfreich, aber:

    Der Ansatz geht in die falsche Richtung.

    Dass ich auf jeder Seite einzeln erst einmal die Nutzungsbestimmungen nach überraschenden Fallstricken durchforsten muss ist nicht im Sinne des Benutzers. Überraschende Fallstricke sollten generell nicht erlaubt sein. Allein dass sich jemand die Mühe gemacht und so ein Datenschutz-Tool erstellt hat, bedeutet doch, dass diese Fallstricke existieren, gern gut versteckt werden und zudem ohne Hilfsmittel nicht mehr zu überblicken sind. Das ist eine deutliche Fehlentwicklung.

  2. Das Tool kann nicht überraschende Fallstricke analysieren, aber Änderungen in den AGB. Diese werden häufig genug den Nutzern nicht bekannt gemacht, dies wird als Holschuld der Nutzer angesehen.
    Das heißt: ob es zulässige Änderungen sind oder Fallstricke, werden Nutzer bzw. Verbraucherverbände immer noch bewerten müssen. Aber die Voraussetzung, dass man Änderungen zur Kenntnis bekommt, die wird hier geschaffen. Daher: Lob!

  3. Was fehlt ist eine Menschenlesbare Zusammenfassung.

    z.B.: Neue Bestimungen gefunden, zusätzlich zu den Alten Rechen behält Facebook sich jetzt vor den Nutzerstandort abzufragen und für 12 Monate zu speichern.

    Das wäre sinnvoller.

    Ist aber sowieso sinnlos, weil wer Facebook-Nutzer ist, wird wohl kaum wegen geänderter AGB kündigen.

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