Kultur

Zukunft des Journalismus: wer soll das bezahlen?

Eine neue Folge des Elektrischen Reporters: Zukunft des Journalismus: wer soll das bezahlen?


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Aus der Welt der Massenmedien ist eine der Medienmassen geworden. Das Internet hat die ökonomische Basis von Medien und Journalismus auf den Kopf gestellt: Nicht mehr Berichterstattung ist ein rares Gut, sondern die Aufmerksamkeit des Publikums. Das hat schwerwiegende wirtschaftliche Folgen: wegbrechende Auflagen und Anzeigenerlöse können Verlage nur zu einem geringen Teil durch Online-Werbung kompensieren. Wie also soll Journalismus künftig finanziert werden? Die Verleger fühlen sich von Google enteignet und verlangen staatliches Eingreifen, einige denken laut über Bezahlinhalte nach, und in den USA übernehmen bereits gemeinnützige Stiftungen die Finanzierung investigativer Reportagen. Derweil verdienen journalistische Einzelkämpfer, wie beispielsweise Technologie-Blogger, gutes Geld. Was machen sie anders? Und: Wäre es denkbar, dass künftig Leser selbst Journalisten für ihre Reportagen bezahlen?

Hier ist die MP4.

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5 Kommentare
  1. NoScript zeigt mir ein Script von Facebook an wenn ich auf die Seite gehe. Was das genau macht, keine Ahnung. Könnte aber eher damit zusammenhängen, dass heute offenbar einen Facebook-Account hat und man aufgefordert wird, da Freund zu werden.

    Zum Thema Journalismus im Internet:
    Meiner Meinung nach gehen die Verlage das Thema völlig falsch an. Wenn ich heute eine Zeitung kaufe, bekomme ich im wesentlichen die Agenturmeldungen, die gestern kostenlos im Internet zu finden waren, ausgedruckt. Dafür zahle ich kein Geld. Ebenso bin ich nicht bereit Geld dafür zu zahlen wenn ich die Agenturmeldungen von gestern in einem pdf bekomme.
    Meiner Meinung nach kann trotzdem noch Geld mit Journalismus verdient werden, es muss sich allerdings lohnen. Kritische Berichterstattung, gerade im politischen Bereich, und viele Hintergrundinformationen wären mir – trotz meiner 22 Jahre und der Tatsache dass ich seit Jahren keine Tageszeitung mehr gekauft habe – durchaus Geld wert, dazu braucht man aber viel Personal. Gerade das wird aber gerade abgebaut und immer mehr durch nur noch geringfügig veränderte Pressemitteilungen und Agenturmeldungen ersetzt. Meine Enttäuschung ist immer groß, wenn ich auf zwei verschiedenen, voneinander unabhängigen Newsseiten praktisch den gleichen Artikel finde. Solange sich die Zeitungen aber darauf beschränken, werden sie nie eine Chance auf paid Content haben, denn es wird sich immer jemand finden, der die Agenturmeldungen kostenlos ins Netz stellt.

  2. Ich weis nicht was zum Thema Qualitätsjournalismus Burda befragt werden muss? Baut nicht auch die SZ seit einer Zeit lang ihre Journalisten ab?
    Seit Jahren sind die öffentlich rechtlichen beim Thema enthüllungen/investigativ Marktführer. Dabei werden von „Privatmedien“ wichtige politische Entscheidungen seit Jahren ignoriertoder kleingeschrieben wenn es gerade in die Konzernrichtlinen passt. Darum sehen wir Bohlen statt Merkel auf Webseiten die eigentlich was anderes zu tun hätten. Die Berichterstattungen zum Thema Schweinegrippe, Bailouts, Abwrackprämie und viele andere können hier als Beispiel dienen.

    Wenn mal wieder in Focus/Spiegel oder was weis ich was enthüllt wird, dann werde ich auch einen kaufen. Aber so lange die Damen und Herren sich qualitätsmässig weiter an die RTL II news annähern warte ich lieber ab was mir meine FB Liste so an Zeug schickt.
    Das haben sich die Zeitungen selbst verspielt.
    Die qualitätiv hochwertige Taz kaufe ich sogar bis zu 3 mal die Woche, ein wunderbares Blatt.

    Eines bleibt noch anzumerken: Auch beim Thema lousy pennies sollten die Damen und Herren in den Verlagen einfach bitte mal still sein und sehen ob sie ihre Webseiten, die heute so gut vermarktet sind wie vor 10 Jahren, einfach mal Verbessern. Hier wird gearbeitet als habe man das Marketing einer Gruppe von Grundschülern überlassen die nicht nur ahnungslos bei Werbung
    sind, sondern nebenher auch noch das lesen lernen müssen. Es ist einfach lächerlich wie ein gigantischer flacher Markt entsteht und die Verlagslenker agieren als wenn noch niemand auch nur eine Stunde Volkswirtschaftslehre genossen hätte.
    Darum ist Google heute da wo die lieben Herren Verleger sind. Die Ansage von wegen Imperialismus wirklich daneben, auch die Sueddeutsche hat die Möglichkeit Geld in die Hand zunehmen und am gleichen Markt Wettbewerb auszuüben. Da der Mann von der SZ das nicht verstanden aht muss ich sagen das er wahrscheinlich nicht im richtigen Sessel sitzt.

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