Öffentlichkeit

Update: Jako AG vs. Trainer Baade

Ich habe gerade kurz mit Andrea Hay von der Jako-Pressestelle telefoniert. Wie gestern bereits bei den Ruhrbaronen zu lesen war, befindet man sich wg. der Abmahnung und dem inzwischen offenkundigen PR-GAU in Gesprächen mit „Trainer Baade“.


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Wird nun alles gut? Nun, Details wollte mir die Pressevertreterin nicht nennen, man rede noch. Es soll schon bald eine Erklärung geben. Ob es eine gemeinsame Erklärung sein wird, wie die Ruhrbarone schreiben, oder ob es eine mit der Jako AG abgestimmte Erklärung von „Trainer Baade“ sein wird, ist noch offen. Die Darstellungen „auf den Internetseiten“ seien jedenfalls falsch. Aha.

Schaun‘ mer mal. Sowohl das Blog von Trainer Baade, als auch die Webseite der Jako AG sind derzeit kaum zu erreichen.

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29 Kommentare
  1. Cool, dass du da anrufst. Hoffentlich sind die schlau und es geht gut aus. Wenn nicht: ich tippe schnell und habe Zeit. Die JAKO-Sache auf die ersten 10 Plätze bei Google zu kriegen sollte leicht sein. Auch das Interesse größerer Medien ließe sich wecken, da das Thema Internet ja durch Piratenpartei fett auf der Tagesordnung steht.

  2. Das Handelsblatt schreibt:

    (…)Und Jako? Schweigt. Man befinde sich in Verhandlungen mit Baade, richtet die zuständige Marketing-Frau aus – eine Presseabteilung existiert nicht: „Wir geben derzeit keine weiteren Informationen heraus.“ Und: „Vielen Dank für ihr Interesse.“

    Frank Baade dagegen verrät: Die zweite Forderung über 5 100 Euro hat Jako schon fallen lassen. Auch die erste könne man vergessen, wenn Baade einen Blog-Artikel veröffentliche, in dem er dem Unternehmen ein freundliches Verhalten bescheinige. „Aber das stimmt einfach nicht“, sagt Baade: „Die sind nur eingeknickt, weil es eine Öffentlichkeit gibt.“ Nun wartet er ab.(…)

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/und-jako-schweigt;2452210;0

  3. Ja, ich höre durchaus auch Jako an. Ich weiss, dass es leicht zu Falschmeldungen kommen kann, die wegen ihrer Attraktivität weiter verbreitet werden (hier: „David gegen Goliath“)

    Jako hat mir gerade gemailt, dass es noch heute eine offizielle Stellungnahme geben soll.

    Vielleicht lief die Sache anders und sie sind ein Opfer des Webs. Schau mer mal.

  4. (post bezieht sich auf [18.] unter ‚abmahnung extrem‘, aber da es ein update gibt, setze ich ihn hierher)

    @jörg-olaf
    unter ‚wir‘ verstehe ich alle ernsthaft an themen der netzpolitik interessierten.

    ich habe zu dem thema nirgends, weder unter meinem namen noch unter einem pseudonym, kommentiert oder gar rumgetrötet. auf dicke hose machen hab‘ ich nicht nötig, mein ego erfährt anderweitig ausreichend bestätigung. ich versuche eigentlich immer eher, auszugleichen; das kann auch im beisteuern von zum thema gehörenden informationen bestehen, die ich meist ohne tendenziellen kommentar poste (was nicht heisst, dass ich nie tendenzielle kommentare poste).

    der kommentar unterscheidet sich vom blog dadurch, dass er durchaus einmal unsachlich sein darf – wobei man damit, da gebe ich dir völlig recht – nicht gleich arme kühe durch’s dorf treiben muss. ein unsachliches blog dagegen ist vielleicht ganz lustig für die leser, aber nicht zielführend.

    dass netzpolitik.org auch im hintergrund eine menge bewirkt, erschliesst sich wohl jedem regelmässigen leser; eure reputation kommt nicht von ungefähr.

    verlassen wir kühe und dorf.
    von ‚der politik‘ und den verbraucherschützern wünsche ich mir u.a. eine für allergiker hilfreiche lebensmittel-kennzeichnungspflicht, und die nennung von betrieben, die durch unsaubere methoden wie z.b. die verarbeitung von verdorbenem fleisch aufgefallen sind.
    in diesem sinn ist die idee zu abmahnistan nicht hetze, sondern die einrichtung einer stoffsammlung oder anlaufstelle – wie es boo! ist und polit-bash.org vielleicht wird – auf der man beispiele für ungerechtfertigte abmahnungen sammeln kann, zum nutzen für beide seiten. ich stelle mir dafür den ton vor, wie ihn beispielsweise udo vetter in seinem blog pflegt – keinen pranger.
    der name abmahnistan ist ein albernes synonym, und über boo! kann man sehr unterschiedlicher meinung sein. bitte halte mir zugute, dass es mir einfiel, weil ich es schon lange kenne. mein in der nacht geschriebener post ermangelt jeglicher weiterer erklärung.

    erlaube aber bitte, dass unterschiedliche menschen mit unterschiedlichen gedanken zu verschiedenen lösungsansätzen kommen, wenn sie in relativ kurzer folge über abmahnungen wie die des dfb, der bahn ag und jetzt jako lesen. das erregungspotential ist um so höher, weil eine firma, bei der ich beschäftigt war, an einer solchen ungerechtfertigten sache beinahe pleite gegangen wäre, meine kollegen und ich nach vielen jahren auf der strasse gestanden hätten.

    was mich zu den kühen zurück bringt.
    hier ist genau das passiert, worüber sich bei jako/baade alle aufregen, nämlich mangelnde kommunikation, in diesem fall von meiner seite. ich werde auch weiterhin gelegentlich einen dicken hals bekommen – und dennoch keine tiere behelligen, die nichts dafür können. aber wahrscheinlich schon mal kommentare schreiben, die nicht der kürze, jedoch leider der würze entbehren.

  5. @vera: Dich habe ich mit dem Vorwurf nicht gemeint. Lanu und Co. können sich den Schuh bei Bedarf gerne anziehen. Es gibt durchaus „Sentinels“ aus dem dct-/boocompany-Umfeld, die ich respektiere (strappato auf seinem Arbeitsgebiet, z.B.), grundsätzlich halte ich selbstherrliches Spekulieren mit heißer Luft, wie es bei dct (nicht erst) ab ~ 2002 kultiviert wurde, aber für ziemlich erbärmlich.

    Verbraucherschützer. Tja, denen fehlt es wohl vor allen an Hebeln, um wirklich etwas zu bewegen. Mit Falk Lüke ist Anfang des Jahres ein Bekannter von newthinking (Das ist die Agentur hinter netzpolitik.org, ich wiederum bin freiwillig hier …) zum Verbraucherzentrale Bundesverband gewechselt.

    Die machen da einen recht guten Job (im Rahmen ihrer Möglichkeiten): http://www.falk-lueke.de/index.php/2009/08/26/mal-was-dienstliches/

  6. Ich bin sehr gespannt, ob man später auch etwas über die Hintergründe der Geschichte erfährt. Wusste JAKO vom Nachtreten der Rechtsanwältin Sanguinette oder hat sie gar im Auftrag gehandelt? Die Reputation der Kanzlei Horn+Partner und von Frau Sanguinette als Rechtsanwältin und Mediatorin(!) ist jedenfalls nachhaltig beschädigt. JAKO könnte mit einem ordentlichen Kotau und viel Kommunikation aus der Nummer wieder rauskommen.

    btw: Diese Vertragsstrafe von 5.100,- Euro. Wer bekäme die eigentlich? JAKO oder die Rechtsanwälte?

  7. @jörg-olaf
    warum hast du mich dann angemeckert?

    meine kenntnis von dotcomtod.com geht nahezu-computerabstinenz hinter mir. damals war es eine interessante und recht zuverlässige seite für unsere it-firma, auf der wir allerdings auch nur als leser unterwegs waren. über lanu konnte ich mir noch kein rechtes urteil bilden; mir scheint aber, dass sie keine nachfolgerin im damaligen sinn ist.

    verbraucherschützern fehlen hebel, hm. das ist eines der beispiele für dasselbe (miss)verständnis vom internet, dem auch die grossen parteien im augenblick erliegen: die hebel sind schon da – wie man bei netzpolitik.org sehr gut sehen kann – aber kommunikation ist keine einbahnstrasse.

    es reicht eben nicht, informationen einzustellen und ‚dann macht mal schön‘; ganz so, wie es die parteien mit ihren unsäglichen auftritten in den verschiedenen social networks zur zeit tun. kommunikation – und damit ergebnisse – kommen nur zustande, wenn ein austausch stattfindet. der aber setzt interesse von beiden seiten voraus, dem jeweils anderen seinen standpunkt darzustellen.
    parteien, verbände und unternehmen – womit der themenbezug wieder gegeben ist – könnten tatsächlich ergebnisse erzielen, wenn sie sich nicht auf tumbes monitoring verliessen, denn das bringt nur zahlen für die statistik. der richtige schluss wäre, die essenz aus dem gehörten/gelesenen zu filtern und gemeinsam entsprechende umsetzungen in gang zu bringen.
    das erfordert keine riesige manpower – aber den willen, aufeinander zuzugehen, und geduldiges zuhören. vielleicht ist das die schwierigkeit. womit wir ganz elegant auch den bogen zu zensursula geschlagen hätten…

    1. @vera: für meinen teil kann ich sagen, dass wir kommunikationsoffen arbeiten. aber trotzdem nur im rahmen unserer möglichkeiten. und die sind einfach mal: endlich.

  8. korrektur, sollte heissen:
    meine kenntnis von dotcomtod.com geht deutlich auf vor 2000 zurück, habe einige jahre nahezu-computerabstinenz hinter mir. damals war es eine interessante und recht zuverlässige seite für unsere it-firma, auf der wir allerdings auch nur als leser unterwegs waren. über lanu konnte ich mir noch kein rechtes urteil bilden; mir scheint aber, dass sie keine nachfolgerin im damaligen sinn ist.

  9. warum hast du mich dann angemeckert?

    Sorry, das war nicht meine Absicht.

    meine kenntnis von dotcomtod.com geht deutlich auf vor 2000 zurück

    Anfangs gab es bei DCT ja durchaus regelmäßig interessante Insider-Häppchen. Parallel zu den substanzlosen Spekulationen, mit denen sich einige Sentinels schon damals selber feierten (Das bekommt man allerdings nur mit, wenn man als echter Insider auf der anderen Seite steht).

    2001/2002, als die NE-Blase geplatzt war, kippte die Nummer dann. Nicht nur, dass einige der Beteiligten längst ein Ego fuhren (und/oder selber Elche waren), wie die zugekoksten Objekte ihrer Berichterstattung. Es mangelte DCT auch zusehens an den gut unterrichteten Quellen und Insiderinformationen, die die Basis des ursprünglichen DCT-Erfolgs ausmachten. Was blieb, war vor allem heiße Luft (die internen Keilereien mal aussen vor).

    Man hätte das Projekt damals begraben sollen. War für die Beteiligten sicher ne geile Zeit, aber man sollte auch wissen, wann’s genug ist.

    Und Lanu? Gibt’s die überhaupt? ,)

    Wie auch immer, meine Vorstellung von Journalismus, Netzpolitik und/oder Grasswurzelbloggerei ist das nicht.

  10. Originaltext um den es geht:
    […]

    [Sorry, ich hab den „Originaltext“ geöscht. Man muss die Geschichte zum jetzigen Zeitpunkt nun wirklich nicht noch mutwillig – und ggf. auf Kosten von „Trainer Baade“ – eskalieren. Jörg-Olaf]

  11. @jörg-olaf
    war ein verschreiber, mit ’nachfolgerin‘ meinte ich die seite. danke für deine links, wusste zum beispiel nicht, dass alphonso von den silberkännchen da mitgemischt hat. deinem fazit [..] meine Vorstellung von Journalismus, Netzpolitik und/oder Grasswurzelbloggerei ist das nicht schliesse ich mich nach ausführlichem browsen und blättern gerne an.

    @falk
    entschuldige, das ging auch mehr gegen die parteien, die mich im moment ganz doll nerven mit ihrem gemacht jugendlichen gebaren.
    mit dem restlichen kommentar ziehe ich jetzt mal um auf deine seite, ehe ich hier wegen ständiger bemerkungen neben der spur ‚rausgeworfen werde ,)

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