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Toll Collect wird offen

Update: Hier sind die Verträge!


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Morgen Kinder wird es was geben…! Wikileaks hat die Veröffentlichung von über 10.000 Seiten Toll Collect – Vertrag für morgen angekündigt. Das sollen zwar nicht die kompletten Vertragstexte sein, aber vielleicht schickt jemand ja noch den Rest der Seiten?!

Damit die Geschichte auch entsprechend beachtet wird, hat Wikileaks im Vorfeld dem Stern und Heise die Vertragstexte zugeschickt. In der aktuellen Stern-Ausgabe gibt es eine längere Story und Detlef Borchers hat schon den ersten Artikel für Heise verfasst: LKW-Maut: Wikileaks veröffentlicht geheime Maut-Unterlagen.

Bei Stern.de steht schon eine Geschichte über Wikileaks online: Die Robin Hoods des Internets.

Wikileaks hat gerade mit der Ankündigung, die Toll-Collect-Verträge fast vollständig zu veröffentlichen, einen großen Coup gelandet. Es ist nicht der erste in der dreijährigen Geschichte des Netzwerks.

Die Veröffentlichung der über 10.000 Seiten Vertragstext ist auch ein großes kollaboratives Experiment. Das Ziel ist, die 10.000 Seiten möglichst ausführlich von zahlreichen Augen durchsuchen zu lassen. Mit sowas gab es bisher in Deutschland zumindest kaum Erfahrungen. Wenn Ihr nach Veröffentlichung der Rohdaten Ideen habt, wie man das vereinfachen kann, dann schickt diese, schreibt sie in die Kommentare, schreibt direkt an Wikileaks oder macht es einfach.

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33 Kommentare
  1. Welche? Oder eher wieviele?

    Bin mal gespannt ob die Politiker nun Wikileaks sperren lassen wollen, immerhin veröffentlichen die einfach solche brisanten Daten. ;)

    Es war ja irgendwie klar das mit der Maut solche Schweinereien betrieben werden. 17.000 Seiten Vertragstext sind aber irgendwie auch… ein wenig viel wie ich finde.

    Steht da auch wer für das Abnicken wieviel … wie nennt man das politisch korrekt, Schmiergeld ist ja ein böses Wort und Politiker sind unbestechlich … Bonuszahlungen erhalten hat?

    Ich bin mal gespannt ob ausser dem Stern noch jemand wirklich berichtet. Und ob sowas im TV gesendet werden wird. Es würde mich ehrlich gesagt wundern. Vor allem wenn die ÖFR sowas bringen.

  2. Ich erfreue mich heute noch an den üblichen News, denn die nächsten 2 Wochen wird wahrscheinlich Toll Collect die Medien dominieren.

    Aber ich muss schon zugeben, ich bin gespannt auf die Schweinereien.

  3. Vorschlag: Wieviel Leser hat netzpolitik.org? 40.000? 60.000? Jeder trägt hier in den Kommentaren die Seite ein, die er genau analysiert.

    Ich fange an: 1

    10.000 Seiten sind aber nur ein sehr kleiner Teil des gesamten Vertrags, oder? War auf irgendeinem C3 nicht mal von hunderttausenden Textseiten die Rede?

  4. Ich habe mal gelernt, dass das Volk der Souverän ist. Schon interessant das der Souverän seine eigenen Verträge nicht einsehen darf!
    Es ist traurig, dass es ein wikileaks braucht, um diese verträge zu veröffentlichen. Es zeichnet ein furchterregendes Bild davon, wie es um unsere „Demokratie“ bestellt ist…

  5. Man kann ja nur gespannt sein,ob die Politiker nun wirklich Wikileaks sperren lassen , immerhin veröffentlichen Sie die brisanten Daten. ;)
    Was würden die Politiker auf diese Frage für eine Antwort geben ?

  6. Ein Vorschlag:
    1. Eine Webseite auf der jede Seite als Zahl aufgeführt ist und auf der man ohne Registrierung mitteilen kann welche Seiten man gesichtet hat.
    Die Seitenzahlen sind zu Beginn rot hinterlegt, wenn z.B. fünf Leute bestätigen die Seite gesichtet zu haben wechselt die Farbe auf gelb, bei zehn auf grün. Ich glaube eine solche „programmier“-Aufgabe ist für die ganzen Cracks die hier rumschwirren kein Thema; schreiben reicht ja erstmal, hosten tuts ja vllt. netzpolitik.
    Erwähnenswerte Stellen könnten in einem Wiki gesammelt werden.

    2. Ist es eigentlich möglich Anmerkungen in PDFs zu mergen/zusammenzuführen. Wenn es dann eine zentrale durchsuchbare PDF-Datei online zum Download gäbe und die Möglichkeit seine Anmerkungen durch Hochladen seines markierten PDF hinzuzufügen, wäre das natürlich super.

    3. Noch toller wäre es natürlich jede Seite online als Text vorliegen zu haben, wo man dann direkt Markierungen vornehmen kann.

  7. Die Bundestagger-Software ist dafür schon mal ein guter Ansatz, könnte man sicherlich noch ausbauen, aber fürs erste: rein damit!

    Mal schauen, ob nicht morgen ne einstweilige Verfügung oder so bei Wikileaks eintrifft. Wäre ganz nett, von wegen Streisand und so :)

  8. Ne einstweilige Verfügung wäre toll, denn damit zeigen Sie endlich die wahre Fratze.

    Ich denke es wird ne Klage oder einstweilige Verfügung geben. Vielleicht nicht morgen, aber bald. Je nachdem wie schnell die Beamten arbeiten.

  9. Das Werkzeug heißt

    grep

    Ansonsten bin ich der Meinung, dass man die Finger von unauthorisierten Quellen lassen sollte. Nicht nur aus rechlichen Gründen. Es ist auch eine Sache des Respektes.

  10. @A.Rebentisch:

    Es sollte eine Sache des Respektes und der offenheit sein.. und zwar des Staates gegenüber dem Volk.

    Es sollte selbstverständlich sein das bei solchen Riesenprojekten das Vertragswerk

    a) nicht 17.000 Seiten(!) umfasst
    b) vollständig offengelegt wird.

    Bezüglich a) kann man doch keinem Menschen glauben das er das alles gelesen und auch noch verstanden hat. Diese Fähigkeit erkenne ich jedem Politiker ab.. allein aus Zeitgründen.

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