Netzpolitik

Preisfrage zum IT-Gipfel

Kleine Preisfrage zum IT-Gipfel: Welches in den letzten Jahren dort präsentierte große IT-Leuchtturm-Projekt wurde eigentlich mittlerweile fertig gestellt? (Ich nehm zur Not auch „kurz vor Fertigstellung“!)


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Im übrigen suche ich die Rede unserer Bundeskanzlerin? Auf den offiziellen Seiten findet sich immer noch nichts. Und ich würde mich ungern die Rede im Stream von ihr vorlesen lassen, sondern querlesen. Was ich gehört habe, war das nicht so spannend.

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17 Kommentare
    1. @Benedikt In früheren „Gipfel-Dokumenten“ wurde angekündigt, dass zeitnah alle Barcodes durch RFID ersetzt werden. Ehrlich gesagt hab ich davon noch nichts mitbekommen. Bin darüber aber auch froh.

  1. RFID ist noch ein bissel weg vom Durchbruch. Brose z. B. setzt es nicht ein weil es zu teuer ist (~ 60ct pro ‚Tag‘). Irgendwie kann ich mir bei dem Preis nicht vorstellen das die Tags auf alle Lebensmittel drauf kommen sollen um dann schneller kassieren zu können. An und für sich erspart RFID einem natürlich in der Logistik einiges an Erfassung.

  2. Wie wäre es, wenn man einfach mal 150 Mio auf OpenOffice dumpt, damit der Staat unsere öffentliche Abhängigkeit von Microsoft Office reduziert. Das wäre mal etwas sinnvolles.

    1. @AR: Da würden weniger auch vollkommen ausreichen. Ich erinnere mich noch an das Resümee vom letzten IT-Gipfel. Damals wurde zugegeben, dass man Open Source zu wenig Platz eingeräumt hätte (Nämlich keinen) und man daraus lernen wolle. Dieses Mal gab es für Open SOurce genau soviel Platz. In der Abschlußerklärung findet sich kein Hinweis auf 10 Seiten. Muss nochmal die Quelle suchen, die ich im Kopf habe.

  3. Naja, schon die Einleitung dieser „Stuttgarter Erklärung“ zeigt, worum es geht – und worum nicht:
    „Die Gestaltung unserer digitalen Zukunft in einer zunehmend vernetzten Welt erfordert
    entschlossenes und gemeinschaftliches Handeln von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.“

    … von Gesellschaft ist da schon mal gar nicht erst die Rede

  4. Na was reden wir den da. Hallo Leute echt mal. Wir alle wissen doch das unsere Politiker etwas ganz anderes als wir unter dem Begriff IT verstehen.

    Aus meiner Sicht betrachten Politiker IT nicht als ein großartiges und kreatives Mittel der Datenverarbeitung, -verwaltung und Komunikation. Aus meiner Sicht betrachten sie es als eine art von Telefonanlage mit erweitertem Fax was nur von Großunternehmen sinnvoll eongesetzt werden kann.

    Anders kann ich mir nicht erklären warum die Regierung sich immer an die Verbände (z.B. BitCom) und Großunternehmen anbiedert. Oder kennt einer von euch irgend ein Programm/Idee/Projekt im IT Bereich welches sich vom Bund an kleine oder Mittelständischen unternehmen ausrichtet?

  5. dass die Politik vorwiegend mit Großverbänden wie Bitcom oder Unternehmen wie Siemens und SAP etc. zusammenkommt, hängt einfach von der Struktur ab: ein Politiker möchte für eine Fragestellung einen Ansprechpartner. Jemand, der nominell sich damit auskennt. Im Bereich open source gibt es hunderte Projekte mit entsprechend unterschiedlicher Ausrichtung und Ansprechpartnern. Großindustrie und Verbände hingegen ‚bündeln‘ da ihre Kompetenzsimulation. Außerdem haben die die Fachleute (Lobbyisten) für sowas. Persönliche Kontakte. Juristen, die schonmal Anträge und Gesetzentwürfe sauber und vorlagefähig vorformulieren und dem Abgeordneten zur Verfügung stellen. Materielle Anreize (und sei es die Einladung zur Niederlassungseröffnung incl. Übernachtung im Nobelhotel) etc.pp.
    Politiker sind da nur menschlich mit begrenztem Interessenhorizont und Zeitbudget. Vor der Abwägung, sich ausführlich mit x verschiedenen Themen zu beschäftigen und sich mit heterogenen Interesselagen rumzuschlagen und Abwägungen in Themen zu treffen, die sie nicht richtig durchschauen ODER eine nette Zusammenfassung vom Experten Dr. XY von der weltbekannten Firma Z zu bekommen (man kennt sich vom letzten Kanzleramtsfest), dann neigt der Mensch eben dazu, sich die Sache leichter zu machen. Sind eh schon 14h-Tage und genug fraktionsinterner Stress…

    so ungefähr stelle ich mir das vor. Und dann kommen eben solche Luftnummern mit großen Ankündigungen und Beteiligung von Großplayern zustande, die dann letztlich versanden. Die Entscheider sind da eben keine Technikexperten, sondern Leute, die durch jahrzehntelange Parteiarbeit und persönliche Beziehungen und Netzwerkpflege in diese Positionen vorgerückt sind. Deren Sicht auf die Dinge ist eine völlig andere, als für jemanden, der thematisch herangeht. Thats democracy.

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