Open Movies beim WDR

Der WDR hat die Tage Open Movies wie Blender, Route66 oder Valkaama fürs ältere Publikum erklärt:

Fazit von Jörg Schieb: „Die Filme werden immer besser, die Luft wird immer dünner für Hollywood.“

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10 Ergänzungen

  1. „Die Luft für Hollywood wird immer dünner“ – Das ist doch leider wieder so ein überflüssiger Satz, der der ganzen Idee von Creative Commons nichts gut tut. Leider erfordert Filmemachen über die reine Zeit der Beteiligten hinaus auch handfeste finanzielle Investitionen, die leicht mal in den Bereich von mehreren 1000€ pro Drehtag gehen können.

    Ein anderer Aspekt ist der, dass gerade im Bereich des fiktionalen Films, der nicht animiert ist, bei weitem noch nicht professionelle Standards erreicht werden.

    Der letzte Punkt ist der des Leute übers Internet suchen, die klassische Filmhierachie wird damit recht ineffizient, so dass sich andere Formen der Zusammenarbeit ergeben müssen, die allerdings inkompatibel mit großen Projekten sein können.

    Aber ich bin noch gespannt, was dort kommt. Ich glaube nur nicht an ein Ende Hollywoods.

  2. „Der WDR hat die Tage Open Movies wie Blender, Route66 oder Valkaama fürs ältere Publikum erklärt“

    hah das ist aber lustig! :P

    P.S. Wie viel Timos haben wir hier? :)

  3. Also was mich nervt ist, dass die Jungs aus Leipzig sich mit Route66 immer faelschlicher weise als den „ersten“ OpenSource-Film darstellen – Release 2004.

    Wir haben unsere (Kurz-)Film Lord Meia (lordmeia.de) brereits 2003 unter Creative Commons veröffentlicht … und ich bezweifel, dass wir damit die „ersten“ waren.

  4. Route66 war schon der erste Open Source „Spielfilm“ in „Spielfilmlänge“ aus Deutschland. Insofern ist das korrekt. Vorher gabs nur einen Spielfilm aus der Schweiz (Irgendwie CH7 oder so), den ich aber aufgrund des Schwytzerdeutsch nicht verstanden hab.

  5. Hängt auch viel von der Begrifflichkeit und vom Begriffsverständnis ab. Ein Film, der unter einer CC Lizenz veröffentlicht wird, muss nicht gleich Open Source sein. Erstmal ist es ein freier Film oder vielleicht sogar ein Open Movie (so hat Ton Roosendaal Big Buck Bunny bezeichnet, der eigentlich definitiv Open Source ist.). Ich vertrete zum Beispiel den Standpunkt, dass ein Open Source Film so nah an die Eigenschaften von Open Source Software rankommen sollte, wie möglich. Alles andere ist Augenwischerei. Das hat dann zwei Konsequenzen: Erstens müssen die Quellen tatsächlich mitveröffentlicht werden und zweitens muss die Lizenz für den Film, sowie für die Quellen nicht nur die freie Kopierbarkeit zulassen, sondern auch eine kommerzielle Verwendung. Also: Creative Commons by oder Creative Commons by-sa. Das sind die einzigen Lizenzen, die die Open Source Software Definition der OSI annähernd erfüllen, wenn man diese sinngemäß auf Filme überträgt.

    Und natürlich will jeder der erste gewesen sein. Ich hab mal ne Liste zusammengestellt: http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_open_content_films da kannst Du Dich gerne auch eintragen mit LordMeia. Wiki ist für alle da.

    Tim // http://www.valkaama.com // Open Source Movie project

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