Fingerabdrücke für Einreise chirurgisch verändert

Eine Chinesin hat sich die Haut von Daumen und Zeigefingern vertauschen lassen, um nach Japan einreisen zu können. Laut der Zeitung „Yomiuri Shimbun“ war die Frau 2007 aus Japan ausgewiesen worden, weil sie gegen Visa-Vorschriften verstoßen hatte. Nachdem sie sich einem chirurgischen Eingriff unterzog, gelang ihr mit den vertauschten Fingerabdrücken und einem gefälschten Pass die Wiedereinreise.

„Yomiuri Shimbun“ zufolge zahlte die Chinesin umgerechnet etwa 10.000 Euro für die Operation. Behörden entdeckten den Fall, weil Ermittlern ungewöhnliche Narben an den Fingerspitzen der Frau aufgefallen waren, nachdem sie wegen einer vorgetäuschten Ehe festgenommen wurde.

Ausländer sind seit November 2007 dazu verpflichtet, bei der Einreise nach Japan Fingerabdrücke abzugeben. Nachdem im April letzten Jahres eine Koreanerin die Grenzkontrollen mithilfe eines speziellen Klebebandes auf den Fingerkuppen überwunden hatte, wurden die Überprüfungen noch einmal verschärft.

(via)

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