In einigen (oder allen?) Gemeinden wurde bei der gestrigen Bayerischen Kommunalwahl mit Barcode-Scannern und Auszählungs-Software gearbeitet. Die Stimmzettel sind zwar wie gehabt auf Papier, aber die Ermittlung der Ergebnisse fand teilweise mit dieser technischen „Hilfe“ statt. Dazu gab es bereits im Vorfeld Kritik und Diskussionen. Der CCC Regensburg hat einige Informationen dazu zusammengetragen.
Einen ausführlichen Bericht von der gestrigen Wahl gibt es jetzt aus Kleinaitingen. Unter anderem gab es große Probleme mit dem Datenabgleich von den drei verwendeten Computern:
Als es dem Ende zuging wurde noch ein dritter Rechner, ein Laptop aus der Gemeinde, zur Hilfe herangezogen.
Dieser Laptop war übrigens auch überhaupt nicht überprüft worden, sondern lag offenbar gerade irgendwo rum.
Diese Entscheidung war wohl ein Fehler. Man war zwar nun etwa 2–3 Stunden frueher fertig, aber es ergab sich am Ende folgende Problematik: die Auszaehlung war auf 3 Rechner verteilt, es wurden also Teilergebnisse ermittelt. Die Software sollte dies eigentlich einwandfrei erledigen. Man importiert am Ende an einem Rechner alle anderen Teilzaehlungen und laesst sie aufsummieren. Nun, am Ende hatte man 532 Waehler und somit 532 abgegebene Wahlzettel, jedoch gab der Computer nur 509 abgegebene Wahlzettel aus.
Fazit:
Die Zeitersparnis ist erst bei einer gewissen Menge an Waehlern und einem grossen Wahlzettel zu erkennen. Dennoch sehe ich eindeutige Probleme mit der Software und der Bedienung.
Auch die an der Auszählung Beteiligten sehen das offenbar nun so:
War zu Beginn noch ein Grossteil sehr optimistisch, kam es mir gegen Ende vor, als würde man doch eher das alte System bevorzugen.