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E‑Government in der Krise

Der Deutschlandfunk hat heute in seiner Sendung „Computer & Kommunikation über „Das Digitale Logbuch: E‑Government in der Krise“ berichtet: Das britische Beispiel zeigt sehr schön, dass viele Beamte, ähnlich wie Millionen von PC-Usern zuhause, nicht die leiseste Ahnung davon haben, wie man vertrauliche Informationen auf einem PC sicher schützt. Diese Daten-Pannen könnten aber auch das…

  • Markus Beckedahl

Der Deutschlandfunk hat heute in seiner Sendung „Computer & Kommunikation über „Das Digitale Logbuch: E‑Government in der Krise“ berichtet:

Das britische Beispiel zeigt sehr schön, dass viele Beamte, ähnlich wie Millionen von PC-Usern zuhause, nicht die leiseste Ahnung davon haben, wie man vertrauliche Informationen auf einem PC sicher schützt. Diese Daten-Pannen könnten aber auch das Ende für die E‑Government-Vision bedeuten. Denn die Idee Bürger und Beamte elektronisch zu vernetzen und gleichzeitig darauf zu hoffen, dass vertrauliche Informationen trotzdem vertraulich bleiben, diese Idee war möglicherweise eine Illusion. Wenn Zehntausende von Mitarbeitern einer Behörde die Bankverbindung eines Bürgers auf ihren Bildschirm holen, kopieren und verschicken können – dann kann man diese Information eigentlich auch gleich offen ins Internet stellen oder als Doppel-CD in jeden Haushalt schicken – denn irgendeiner der zehntausend wird früher oder später sowieso einen Fehler machen und an falscher Stelle die Enter-Taste drücken.

Hier ist die MP3.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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2 Kommentare zu „E‑Government in der Krise“


  1. erlehmann

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    Der Vorschlag, zu Leitz-Ordnern zurückzukehren, erinnert mich irgendwie an die Miniserie „Battlestar Galactica“ (2003): Dort überleben die Hauptcharaktere den Angriff der Roboterarmeen maßgeblich deshalb, weil die Computer auf der „Galactica“ nicht vernetzt sind.

    In diesem Sinne sollte man vielleicht den „mittleren“ Ansatz verwirklichen: Computer nutzen, aber nicht vernetzen, sondern Infos durch einen „menschlichen Filter“ laufen lassen.


  2. […] Es könnte mitunter sein, dass sich derartige Pannen nicht unbedingt vertrauensfördernd auswirken und aus E‑Government ev. (f)E(ar)-Government werden könnte. Aber genug der billigen Polemik, der Deutschlandfunk brachte am 19.01. eine Sendung über E‑Government in der Krise. […]

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