Generell

WLAN-Nutzer sind öfters im Netz

Studien finden ja immer bemerkenswertes heraus und hinterlegen dies mit wissenschaftlichen Zahlen. Aktuell hat das „Pew Internet and American Life Project“ die Unterschiede zwischen WLAN-Nutzern (Inklusive mobilen Nutzern) mit „normalen Internetnutzern“ (Kabel-Anwender) untersucht. Keine Überraschung: WLAN-Nutzer surfen mehr, lesen mehr News und checken öfters ihre Mails: Wireless users ‚do more online‘.

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While 54% of internet users check e-mail „on the typical day,“ 72% of wireless users check daily. Just under half of wireless users get news online every day, compared to 31% of internet users at large. The Pew Internet and American Life Project survey asked 798 US internet users about their wireless habits and sampled almost 2,300 people overall. The report characterised wireless as connecting to the internet using a wi-fi network or using a mobile network.

Hab ich schonmal geschrieben, dass ich gerne flächendeckend WLAN hätte? Am besten als kostenfreier Service – Strassennutzung ist ja auch kostenfrei.

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6 Kommentare
  1. »…Strassennutzung ist ja auch kostenfrei…«

    Fahrradfahrer? Wenn Du mal auf Spritpreise und Kfz-Steuer schaust, siehst du, was die Straßenbenutzung tatsächlich kostet. ;-)

    Merke: umsonst ist der Tod, und der kostet´s Leben.

  2. Aber öffentliche Strassennutzung wird letztlich durch Steuern finanziert… dann müssten auch die Zugänge besteuert werden. Oder wäre das evtl. schon durch sowas pauschales wie die GEZ-Gebühren abgedeckt? ;-)

  3. Ich bin jetzt kein Steuerexperte, aber gehen die KFZ- und Benzin-STeuern nicht in den Gesamthaushalt? Und damit werden dann Strassen finanziert und am Leben erhalten – mehr oder weniger?

    Wenn ja, warum dann nicht auch Internetzugänge „grundfinanzieren“?

  4. »Wenn ja, warum dann nicht auch Internetzugänge “grundfinanzieren”?«

    Zwei gute Gründe dagegen:
    1) Die Steuerlast würde sich erhöhen. Ich höre die Bürger schon jetzt laut stöhnen.
    2) Operationalisierungsprobleme. Eine allgemeine Steuer auch für Nicht-Internet-Nutzer ist schwer zu legitimieren. Ansonsten hat man allerdings das schwerwiegende Problem, nicht vernünftig sagen zu können, wer eigentlich Nutznießer des Angebots ist. Die GEZ hat in der Richtung ja schon einen Versuch unternommen (auch wenn das dem Bundes- oder Länderhaushalt nichts nützt). Da gab es bereits genug Proteste, was bei einer Steuer kaum besser sein dürfte.

    Außerdem ein schlechter Grund:
    3) Strahlengefahr. Ich verweise auf die routinemäßigen Anwohnerproteste, sobald jemand das Wort »Sendemast« erwähnt.

    Das heißt nicht, dass ich gegen öffentliches WLAN bin – lediglich die Umsetzbarkeit dürfte derzeit nicht gegeben sein.

  5. Das sind doch mal Punkte zum diskutieren, Philipp.

    zu 1) sehe ich zwar, aber nicht so deutlich. Es gibt ja auch Mehrwert, der vor allem bei der Steuerzahlenden Klientel gut ankommt: Mit WLAN im Park weiterarbeiten…

    2) Wir bezahlen Autobahnen von den Steuergeldern. Nutze ich eigentlich nicht und wenn dann nur übe rden Umweg, dass damit Waren in meine Nähe kommen.

    3) Ist viel geringer als Handystrahlen.

    Im Endeffekt ist es eine politische Entscheidung. In immer mehr Städten auf dem Globus gibt es diesen Trend. Wann beginnt dieser Trend auch mal in Deutschland?

  6. zu 1) Das lasse ich im wesentlichen so stehen. Ein Mehrwert ist sicher gegeben.

    zu 2) Die Erhaltung der Straßen läuft allerdings zunächst über die KFZ-Steuer. Hier hat man keinen allzugroßen Konflikt, weil ein Autofahrer eben auch mit seinem Auto fahren will – zumeist auf Straßen. Die Gruppe der Nutznießer ist also deckungsgleich mit der Gruppe der Zahlenden. Dass die Formel Computerbesitzer gleich Internetnutzer nicht aufgeht, brauchen wir wohl nicht zu diskutieren.
    Also wäre vermutlich eine Meldepflicht für Internetanschlüsse nötig, denn auf die Daten von Unternehmen darf der Staat nicht einfach mal zugreifen. Dass eine solche Meldepflicht sich allerdings leicht unterlaufen lässt, dürfte ebenfalls klar sein. Für die Gesamtsituation führt das zu einem Trittbrettfahrerproblem, was wiederum die Frage nach der Gerechtigkeit aufwirft. Deswegen halte ich die Umsetzung für schwierig.

    zu 3) Wir brauchen nicht darüber reden, dass es Fakten gibt, die dieses Argument entkräften. Viel wichtiger ist doch aber, wer diese Fakten kennt oder bereit ist, sie sich anzuhören. Bei uns an der Uni hatte sich etwas das Personal der Bibliothek eine ganze Weile quergestellt, weswegen das WLAN zwar theoretisch vorhanden, leider aber nicht aktiv war.

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