Datenschutz

Onkel Wolfgang spricht jetzt ins Internet

Wolfgang Schäuble spricht jetzt auch ins Internet. In einer Video-Botschaft (MP4) zur Einführung des ePass mit Fingerabdrücken liest er seinen Text mit den Argumenten etwas unbeholfen vom Papier ab. Auf jeden Fall prima Material, um daraus einen Remix zu machen. Über kreative Umsetzungen würde ich mich freuen.


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24 Kommentare
  1. …auf jeden Fall ein prima Material, um ein anderes Format daraus zu machen. MP4 läßt sich trotz Codecinstallation nie abspielen, weder unter Win noch unter Linux. Man bekommt immer nur den Ton, aber kein Bild. Vielleicht wäre ein Upload zu Youtube nicht schlecht, da können es dann alle sehen und nicht nur die Videofreaks.

  2. Für einen Remix benötigt man zuerst Mal ein Transkript. Ich war mal so frei.:

    Liebe Mitbürger,

    ich möchte Ihnen… den neuen elkektronischen Reisepass der zweiten Generation heute vorstellen.

    Wer ab heute, dem ersten November 2007 einen neuen Pass beantragt, wird dieses Dokument ausgestellt bekommen.

    Elektronische Pässe mit einem digitalen Foto im Chip werden bereist seit 2005 in Deutschland ausgegeben. Im neuen Pass werden nun zwei Fingerabdrücke gespeichert. Darauf haben sich alle Mitgliedsstaaten der europäischen Union verständigt um Pässe sicherer zu machen.

    Die organisierte Kriminalittät *räusper* die terroristische‘ Netzwerke nutzen modernste Technologie. Sie operieren grenzüberschreitend und wir müssen diesen Bedrohungen zeitgemäß begegnen. Und hier kann uns die Biometrie helfen.

    Alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und viele andere Länder in der Welt haben sich für diese Technologie entschieden um die Sicherheit der Reisedokumente und daher der Grenzkontrollen zu erhöhen.

    1“18

    Es soll Kriminellen nicht gelingen mit gefälschten Pässen in unsere Länder einzureisen. Und echte Dokumente sollen nicht durch unberechtigte Personen verwendet werden können. Nur weil die dem Passinhaber etwa ähnlich sehen. Der Vorteil von Fingerabdrücken ist, dass sie so einzigartig sind wie der Mensch selbst und dass sie maschinell geprüft werden können.

    Bei der Beantragung des Passes müssen die beiden Zeigefinger ganz kurz auf einen elektronischen Scanner gelegt werden, um die Fingerabdrücke zu erfassen. Bei einer biometrie-unterstützen Kontrolle – beispielsweise am Flughafen – geht es ähnlich schnell. Der vor Ort aufgenommene Fingerabdruck kann mit dem Abdruck im Chip verglichen werden,

    2“07

    Deutschland ist bei dieser neuen Technologie Vorreiter in Europa. Wir haben uns in den europäischen Gremien für hohe standards bei Datenschutz und datensicherheit eingesetzt .. und wir können nun mit unseren Partnern in der Industrie zeigen, dass auch die praktische Umsetzung dieser hohen Standards in der vorgegebenen Zeit möglich ist.

    Und so sind unsere Deutschen Biometrie-Produkte inzwischen auch weltweit ein Exportschlager geworden.

    Dem erfolgreichen Start dieser neuen E-Pass-Generation steht nichts im Wege. Wir haben für die neuerungen im Passgesetz und die ergänzenden Verordnungen die rechtliche Grundlage beschlossen, umfangreiche Testmassnahmen haben bestätigt, dass die Technik und auch die neuen organisatorischen Abläufe gut funktionieren.

    3“08

    Bund, Länder, Kommunen und die beteiligten Unternehmen haben eine Kraftanstrengung vorgenommen um das neue Passantragsverfahren so schnell und komfortabel wie irgend möglich zu gestalten. So gilt allen Partnern mein besonderer Dank, weil sie diesen E-Pass auch zu einem bundesweiten Modernisierungsprojekt gemacht haben.

    Es gibt nämlich einen zweiten Fortschritt: per Knopfdruck werden die Antragsdaten der Bürgerinnen und Bürger elektronisch vom Passamt zum Passproduzenten, der Bundesdruckerei in Berlin, übertragen. Aufwand und Wartezeit werden verringert, so dass die Pässe schneller ausgeliefert werden können.

    3“54

    Jeden, der Näheres zum neuen Pass nachlesen möchte, lade ich ein unser Internetangebot zu nutzen: Unter http://www.epass.de sind umfangreiche Erläuterungen und auch ein
    Informationsfilm eingestellt. Mit dem Reisepass der neuen Generation setzen wir eine gute Tradition fort. Deutsche Reisedokumente gehören zu den sichersten in der ganzen Welt.

  3. Also die BMI.de Seiten und andere, wo die IP gespeichert wird, kann man entweder doch prima mit’m TOR-Netzwerk oder mit nem Proxy umgehen, der irgendwo im Ausland steht… Sehe da jetzt kein so großes Hindernis

  4. und dann nimmt die Kripo wieder einen Tor-Exit-Node hopps, und der nette Mensch, der den bereitgestellt hat, stellt künftig keinen Exit-Node mehr bereit.

  5. Das wird also fortgesetzt? Der Rolli-Wolle spricht jetzt jede Woche zu uns wie das Merkel? Sollte man da nicht eine kleine öffentliche Datenbank für Transkripte und Wortfetzen anlegen?
    Es würde viele Schnipselei einfacher machen :).
    Kann man da Ärger bekommen, weil man gegen irgendein Copyright oder sonstwas verstößt?
    Auf jeden Fall ist es wirklich notwendig die Wortabfolge seiner Reden so zu ändern, daß die enthaltenen Message auch dem „normalen Hörer“ verständlich wird.

  6. „Nur weil die dem Passinhaber etwa ähnlich sehen.“

    Bei der Masse an Bin-Laden-Doppelgängern ist der Chip sicher eine wichtige Maßnahme. Erst neulich war ich bei meinem Lieblingstürken und dachte: ‚Mit einer Gesichtsoperation und einem Sprengstoffgürtel um den Bauch und mit demokratiefeindlichen Gedanken im Kopf, könnte das Bin Laden sein. Und bestimmt hat der auch Zugang zum Internet und geht in eine Moschee. Vermutlich schickt der sogar Geld an seine noch im islamischen Kulturkreis lebenden Verwandten. Und wenn der Mann mit seiner Frau redet, verstehe ich kein Wort. Eigentlich spricht er nämlich ein sehr gutes Deutsch, weswegen die Verwendung seiner Muzttersprache sehr verdächtig ist‘.

  7. Das wäre vielleicht ein Fall für die Rubrik THE WORD wie bei Stephen Colbert. Statt den Onkel Wolfgang zu remixen, wird ihm eine Texttafel zur Seite gestellt, die seinen Text konterkarriert, in dem seine Aussagen überspitzt werden oder in dem die Texttafel offen widerspricht.

    Zum Beispiel: „Es soll Kriminellen nicht gelingen mit gefälschten Pässen in unsere Länder einzureisen.“ -> „Höchstens nach Guantanamo!“
    „…um das neue Passantragsverfahren so schnell und komfortabel wie irgend möglich zu gestalten.“ -> „Und es kostet nur 59 Euro… und Deine Bürgerrechte“

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