Ist zwar einen Monat alt, aber hatten wir hier noch nicht. Wie schizophren ist das denn: Die CDU-Politikerin Astrid Vockert, Vizepräsidentin des Niedersächsischen Landtages und Schirmherrin des Nordwestdeutschen Schützenbundes „macht sich dafür stark, dass Schießen zum Schulfach wird. Der Schießsport fördere die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit von jungen Menschen.“ Ihre Landesregierung setzt sich momentan am mit am stärksten in einem Kulturkampf dafür ein, dass sogenannte „Killerspiele“ verboten werden.
Dadurch ist in Berlin auch erstmal eine Boulevardblatt-Diskussion entstanden:
Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) lehnt Schießsport in der Schule nicht grundsätzlich ab: „Schießen ist eine olympische Sportübung“, sagte er der B.Z.. „Sofern verantwortungsvoll damit umgegangen wird, kann man gegen diese Sportart nichts sagen.“
Aber nicht alle finden das toll. Es gibt viel coolere Sportarten für den Unterricht. Sticken zum Beispiel:
Berlins GEW-Chefin Rose-Marie Seggelke: „Mit Schusswaffen in Schulen zu hantieren, ist völlig daneben.“ Sie schlägt stattdessen vor, dass Schüler in Arbeitsgemeinschaften Hobbies wie Sticken oder Billard lernen sollen. Seggelke: „Billard erfordert eine extreme Konzentration, um ein Ziel anzupeilen. Auch die Nadelarbeit beim Sticken einer Kreuzstichdecke fördert die Konzentration.“
Counterstrike sollte mal schnell olympischen Status bekommen.