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Google verliert erneut in Belgien

In Belgien hat Google erneut in einem Urheberrechtsstreit verloren. Vorangegangen waren Klagen von Medienhäusern, die in Google-News eine Urheberrechtsverletzung sahen. Kann ja auch gar nicht angehen, dass man über solche praktischen Servcies einfach so auf unbekannte Medien stösst und diese auch noch liest. Also wurde geklagt und Google hat verloren. Daraufhin wurden die Medien auch aus der Google-Suchamschine genommen, was die wiederum nicht lustig fanden (Wa sist daraus eigentlich geworden?).


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Auf jeden Fall hat Google erneut verloren. Und die Medienhäuser können ruhig ihre Särge bauen. Viele Medien nehme ich nur noch über Google-News und andere vergleichbare Services wahr. Und eigentlich müssten die für die Gatekeeper-Funktion dankbar sein. Immerhin verdienen die ihr Geld im Netz mit Werbung und wenn ich über Google-News irgendwo hinklicke, dann gibts da normalerweise Werbung zu sehen.

Update – Jetzt auch auf Heise: Belgisches Gericht bestätigt Urteil gegen Google News

Google darf die Inhalte belgischer Presseprodukte nicht ohne Genehmigung der entsprechenden Verlage auf seiner Nachrichtenübersicht veröffentlichen; ohne explizite Genehmigung müssen sie entfernt werden. Mit der Entscheidung bestätigte ein Brüsseler Gericht erneut das Anliegen des belgischen Verlegerverbands Copiepresse, der den Suchmaschinen-Riesen bereits im vergangenen September auf Unterlassung und Schadensersatz verklagt hatte. Das Gericht setzte den Schadensersatz rückwirkend auf 25.000 Euro pro Tag der Zuwiderhandlung fest und blieb damit deutlich unter dem ursprünglich verhängten Strafe von 1 Million Euro täglich. Google wollte das Urteil zunächst nicht kommentieren, kündigte aber bereits an, in die Berufung gehen zu wollen.

Ein Kommentar
  1. Bis zu einem gewissen Punkt kann man Copiepresse schon verstehen: Wer direkt zu einem Copiepresse-Organ surft, schaut sich mehr Nachrichten dort und damit mehr über Copiepresse verkaufte Werbebanner an. Das Credo der Wissensgesellschaft lautet aber: freier Zugang zu allem Wissen der Menschheit. Wenn nun ein Aggegator wie Google News seine segensreiche Aufgabe im Sinne der Meinungsvielfalt angeht, dann nur mit allen Beteiligten gemeinsam. Wenn sich ein Nachrichtenorgan aus der Wissensgesellschaft rausklagen will, darf es sich hinterher aber nicht wundern, wenn niemand mehr überhaupt vorbeisurft, geschweige denn Werbebanner anklickt!

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