Öffentlichkeit

24. Chaos Communication Congress

Der 24. Chaos Communication Congress (aka 24c3) ist, wie geplant, super. Und das schon am ersten Tag. Gerade beginnt zwar schon der zweite, aber bisher bin ich nicht zumbloggen gekommen. Im Gegensatz zu den letzten Jahren lasse ich diesmal meinen Rechner zuhause. Da ärgert man sich weniger, wenn man kein WLAN bekommt und man kann sich mehr unterhalten. Letzteres hat gestern schon dazu geführt, dass ich leicht heiser früher nach Hause ging. Soweit ich das beurteilen kann, war dies eine gute Entscheidung. Die Stimme funktioniert wieder.


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Vom Programm hab ich bisher nicht allzuviel mitbekommen. Der Talk rund um den Bundestrojaner war leider hoffnungslos überfüllt. Eine kurze Zusammenfassung gibt es bei Heise: Kampf gegen Schäubles Computerwanze. Dann wollte ich eigentlich zu „Verteilte Sicherheit“ mit Leon Hempel, aber der erschien nicht (pünktlich?). Den Tor-Talk hab ich verlabbert, aber auch hier gibt es die Heise-Zusammenfassung: 24C3: Hackerfreiräume und Anonymisierungsdienste.

Rop Gonggrijp hat seinen Vortrag vomletzten Jahr zu den Wahlcomputern in den Niederlanden nochmal recycelt, was trotzdem lustig war: It was a bad idea anyway… Klasse war der Vortrag von Anne Roth, die erzählte, wie es sich unter Überwachung lebt: What is Terrorism? Ihr Partner Andrej Holm wurde wegen der 129a-Sache mti der Militanten Gruppe festgenommen und irgendwann wieder freigelassen und die Familie wird seit längerem von Sicherheitsbehörden totalüberwacht. Sie schreibt in einem Weblog darüber. Gleichzeitig sammeln sie Spenden, um die Anwälte und Verfahren finanzieren zu können. Zu später Stunde gab die geschätzte Meike Richter von einen schönen Überblick zu Digitaler Nachhaltigkeit und den politischen Gefahren, die sie bedrohen.

Jetzt läuft wohl shcon der zweite Tag und ich werde gleich mal rüber fahren. Um 16 Uhr ist mein Vortrag zu „23 Wege für Deine Rechte zu kämpfen„. Das ist mehr oder weniger eine Einführung in politischen (Netz-)Aktivismus für EInsteiger und Fortgeschrittene. Und heute Abend ist der traditionelle Jahresabschluss des LinuxTag im newthinking store mit traditionellem Freibier.

Wie gewohnt bloggt Christian Heller all die Sessions mit, die ich irgendwie verpasst habe. Praktischer Service.

Die Taz hat heute auch noch einen Artikel zum 24c3 veröffentlicht, wo es mehr um die politischen Sachen geht. Allerdings habe ich nicht das Gefühl, dass die neue Datenschutzbewegung müde geworden ist. Gang im Gegenteil: Mittel gegen die Daten-Depression.

Der Chaos Communication Congress in Berlin soll der müde gewordenen Datenschutzbewegung neues Leben einhauchen. Bürgerrechtler fordern: Schluss mit dem Expertensprech! Mehr Nähe zum Normalbürger! Massenklage gegen Vorratsdaten

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