Öffentlichkeit

In Offenburg essen Schüler demnächst mit ihrem Fingerabdruck

Irgendwie hat bisher nur die Futurezone darüber berichtet, dass in Offenburg nun für 110.000 Euro die Kantinen an acht Ganztagsschulen Offenburgs auf biometrische Bezahlung umgestellt wird. 5000 Schüler sollen zukünftig bargeldlos und nur mit ihrem Fingerabdruck bewaffnet bezahlen.


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Im Gegensatz zu Chipkarte und Bargeld sei das auf Körperdaten basierende Bezahlsystem sicher und zugleich wirtschaftlich, sagte Jopen. So könne etwa der Verlust oder Diebstahl von Karte oder Geld verhindert werden. Der Datenschutz werde garantiert, weil nur Name und Bankverbindung der Schüler gespeichert würden. Abgebucht wird laut Angaben automatisch.

Denen sollte man ruhig mal ein paar CCC-Trainingsvideos und Starbug als Trainer vorbeischicken, um mit der Ausstattung rumzuspielen. Beispielsweise könnte man Aktionstage machen und Schüler mit Kopien des Fingerabdrucks des jeweiligen Schul-Direktors in die Mensa schicken.

6 Kommentare
  1. lt. Artikel in der Zeitung (Badische Zeitung – ich wohne in der Region) :

    „Absolut fälschungssicher, so versichert it-Vertriebsleiter Rolf Biben, sei das System. „Die Geräte sind vom FBI zertifiziert, nicht einmal mit einem abgeschnittenen Finger haben Sie da eine Chance“ “ [Einschub: die Firma „it-Werke“ ist der Hersteller und hat den Sitz in Lahr bei Offenburg und schon 60 Edeka-Märkte mit dem System ausgerüstet]

    Grüsse
    ALOA,PPD

  2. „Der Datenschutz werde garantiert, weil nur Name und Bankverbindung der Schüler gespeichert würden“

    Was heißt denn da „nur“? Es gibt eine direkte Verbindung zwischen dem Namen, dem Fingerabdruck und dem Konto. Da ist alles beisammen was benötigt wird, um die Identität zu stehlen. Außerdem spielt beim Datenschutz auch die Absicherung der Speichermedien gegen unbefugten Zugriff eine wesentliche Rolle.
    Wenn man den Artikel zu Ende liest, steht da, daß Schüler, die ihre Fingerabdrücke nicht preisgeben wollen, finanzielle Nachteile in Kauf nehmen müssen.
    Die Kontrolle über persönliche Daten muß man sich dann eben leisten können.

  3. Hm, mal rechnen. 110.000 Euro werden dafür ausgegeben.
    Diejenigen Schüler, die nicht ihre Privatsphäre preisgeben, müssen draufzahlen und bezahlen so die Investition, weil sie mehr bezahlen als vorher?
    Oder wird es einen Deal geben, Datenkontrollverlust = billigere Preise? Werden so also im Land Baden-Württemberg die Innovationen gefördert und die sozialen Scheren geweitet? Alles im Namen des Europäischen Wirtschaftsstandortes?

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