Hab ich was verpasst? Auf Spiegel Online schreibt Richard Meusers über das Prinzip „Andere arbeiten lassen und möglichst wenig dafür bezahlen“ in Bezug auf „Bürgerjournalisten“: Du knipst – ich verdiene. Lustigerweise wird dabei ausgiebig auf die Konkurrenz verwiesen, aber nicht auf die vielfältigen eigenen Beiträge, wo z.B. Nutzer aufgefordert werden, Mash-Ups oder andere Dinge einzuschicken. Oder übersehe ich die Selbst-Ironie?
Andere arbeiten lassen und möglichst wenig dafür bezahlen: Diesem Prinzip folgen inzwischen mehrere deutsche Printmedien. Hobby-Knipser liefern gegen Honorar oder gar kostenlos Bilder zu – und machen so klaglos mit bei der Entwertung professioneller Arbeit.
Ergänzungen
Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
5 Kommentare zu „Andere arbeiten lassen und möglichst wenig dafür bezahlen“
,
Hallo Namenskollege :-)
Mit der Frage nach der Selbstironie hast Du sicherlich Recht. Wenn SpOn mehr und mehr user generated content Seiten anbietet, dann werden vielleicht auch derart kritische artikel verschwinden.
Spiegel Online berichtet leider nicht darüber, dass das Thema bereits seit gut drei Monaten bei Flickr und an anderen Stellen im Netz vor sich hinköchelt.
Vor drei Monaten gab es bereits einen linkhaltigen zusammenfassenden Artikel zum Thema „Medien, Hamburg: Lifestyle-Magazin Max zahlt keine Foto-Honorare für Flickr Fotos“. Gerade eben habe ich noch eine Aktualisierung mit Links zu zwei gedruckten Artikeln u.a. SpOn angefügt.
http://sankt-georg.info/fotografie/93/Hamburg-Medien-MAX-Flickr-Burda-Magazin-Foto-Honorar
,
Die gleiche Diskussion war vor kurzem auf spreeblick.de (http://www.spreeblick.com/2006/09/21/you-tube-my-space-flickr-com/). Ist sehr zu empfehlen und witzig.
Interessant ist auch, dass die große Mehrheit der Meinung ist, dass man das Geschäft nicht den Aggregatoren a la Google überlassen sollte.
http://www.voteo.de/tag_Spreeblick
Die Abstimmung zu dem Thema hat auf voteo.de stattgefunden.
,
[…] “Citizen Journalism”: Leser und Blogger als Reporter, die teilweise von Redakteuren betreut werden, darüber hatten wir ja schon mehrfach berichtet. […]
,
[…] zäher als geglaubt. Zeitlos ist aber das von Dr. Andreas Weigand angeführte Geschäftskonzept A.A.L., Andere Arbeiten Lassen, wobei ich das ContentProduzieren von Bloggern dem allgemeinen […]
,
Sind ja alles faule Ausreden, von wegen „man möchte die jungen Fotografen bekannt machen“. Wie ehrenwert ;)
Aber solange die Leute mitmachen, wird es sich wohl halten. Schade …
Dieser Artikel ist älter als 19 Jahre, daher sind die Ergänzungen geschlossen.