Obama ändert seine Netzpolitik-Positionen

Der deutsche Inquirer berichtet mit Verweis auf Slashdot (Obama Significantly Revises Technology Positions) , dass die Webseite von Barack Obama die eigenen Positionen zur Technologiepolitik / Netzpolitik ziemlich verwässert hat: Technologiepolitik: Obama wird zurückhaltend.

Und schließlich sind auch noch die ganzen detaillierten Vorstellungen darüber über Bord gegangen, wie man via Internet das Regierungshandeln so öffentlich machen kann, dass es auch die Regierten mitbekommen – angesichts der Praxis der noch amtierenden Regierung, gerne mal einige Tausend E-Mails verschwinden zu lassen, bleibt da ein mehr als schaler Geschmack

Der Datenschutz-Teil ist auf ein fünftel des ursprünglichen Umfangs zusammengeschrumpft und beim Geistigen Eigentum will man jetzt vor allem “amerikanisches” schützen. Das war mal alles sehr progressiv und ist jetzt fast nur noch Standard-Demokraten Position. Und die war nie besonders progressiv, sondern brachte z.B. unter Clinton Sachen wie den Digital Millenium Copyright Act (DMCA).

Hier sieht man einen direkten Vergleich der alten Technologiepolitik mit der neuen inklusive aller Änderungen.

Mehr zum Thema:

McCain vs Obama in der Medienpolitik
Presidential Technology Policy: Priorities for the Next Executive.
Joe Biden und die Netzpolitik
NetzpolitikTV 042: Die Netzpolitik von Barack Obama

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4 Kommentare

  1. Torsten
    Erstellt am 22. September 2008 um 14:49 | Permanent-Link

    Eigentlich war der DMCA ziemlich progressiv. In Deutschland wären viele froh, wenn wir eine verbindliche Regelung hätten, die den Rechteinhaber zu einer ausführlichen Beschwerde verpflichtet, bevor man auch nur über Haftung reden kann.

  2. Erstellt am 22. September 2008 um 14:50 | Permanent-Link

    Ist doch eigentlich mittlerweile genauso wie in Deutschland, wenn man Etabliertest wählen will, wählt man doch nur noch das kleinere Übel. Ob McCain oder Obama, in Kombination mit den Vizekandidaten (m/w) ist doch mittlerweile politisch kein Unterschied mehr.

    • Erstellt am 22. September 2008 um 15:27 | Permanent-Link

      Naja, Obamas Vize wäre nicht einen Herzschlag von der Präsidentschaft entfernt … ;)

  3. Heiko
    Erstellt am 23. September 2008 um 14:19 | Permanent-Link

    Vielleicht sollte der Autor mal die Kommentare zu dem verlinkten Artikel lesen.

    Offenbar wurde gar nichts verwässert, sondern lediglich die Übersichtszusammenfassung zur besseren Lesbarkeit gekürzt.

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