In einem Gastkommentar fordert Lars Schneider eine neue linke Debattenkultur. Soziale Medien würden Schnelligkeit und klare Zuschreibungen belohnen. Er fordert Räume, "in denen man nicht sofort wissen muss, wo man steht, sondern es gemeinsam herausfinden kann".
Ticker
Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.
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Ticker vom 29.01.2026
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Im Prozess zum sogenannten Budapest-Komplex kommen Gutachten auf der Grundlage von 3D-Skelettmodellen zum Einsatz. Sie sollen Tatverdächtige mit Personen in Videoaufnahmen vergleichen. Damit könne man ein- und ausschließen, "aber nicht identifizieren".
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Ein britischer Software-Entwickler verklagt Apple und wirft dem Konzern Technologiediebstahl und Monopolmissbrauch vor. Es geht um eine App für Kamerafunktionen, Apple habe die Funktionen später in iOS eingebaut.
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Die US-Demokraten fordern, dass ICE-Mitarbeitende Bodycams tragen sollen, nachdem Mitarbeiter der Abschiebebehörde Menschen erschossen hatten. Der Minderheitsführer der Demokraten spricht von "staatlich gebilligtem Gangstertum".
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Der Bundesgerichtshof hat das Urteil gegen Arne Semsrott wegen der Veröffentlichung von Richterbeschlüssen bestätigt. Semsrott will nun vor das Bundesverfassungsgericht ziehen, weil er in dem entsprechenden Paragrafen eine Gefahr für die Pressefreiheit sieht.
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Ticker vom 28.01.2026
Mit spitzer Feder ordnet die taz Trumps Abschiebe-Kommandos ein als "männerbündische, paramilitärische und rechtsfreie Organisation zur öffentlichen, ja performativen Ausübung von Gewalt". Kommandant Gregory Bovino liebe es, "aufzutreten wie ein SS-Mann in einem Trashfilm".
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Von Popstar Katy Perry bis hin zum Subreddit für Katzenfans: Der Online-Protest gegen Trumps gewalttätige, paramilitärische Abschiebe-Truppen weitet sich auf ansonsten unpolitische Räume aus.
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Frisch unter US-amerikanischer Kontrolle erweitert TikTok das Tracking seiner Nutzenden um genaue GPS-Standortdaten. Währenddessen melden Menschen Probleme beim Upload von ICE-kritischen Inhalten.
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Im EU-Parlament erntete die EU-Kommission über Fraktionen hinweg Kritik am Digitalen Omnibus. Die Abgeordneten warnten, "hart erkämpfte Schutzstandards zugunsten von 'Big Tech'-Unternehmen aufzuweichen", so heise online.
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Neben Irland und Frankreich plant auch Österreich ein Social-Media-Verbot einzuführen, Altersgrenze in diesem Fall: 14 Jahre. Die Vereinbarkeit mit EU-Recht ist nach wie vor fraglich.
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WhatsApp führt "Strikte Kontoeinstellungen" ein. Nutzende können dann unter anderem keine Anhänge und Medien mehr von Fremden erhalten. Profilbild und Online-Status sind nicht länger für alle sichtbar. WhatsApp bezeichnet diese Einstellungen als "extrem".
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Mit VPN-Diensten lassen sich Alterskontrollen für Pornoseiten umgehen. Das konservativ dominierte britische Oberhaus will deshalb, dass auch auch VPN-Nutzer*innen ihr Alter kontrollieren lassen. Im von Labour dominierten Unterhaus könnte der Vorstoß scheitern, schätzt Biometric Update.
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Der Interim-Chef der US-Cyberbehörde CISA, Madhu Gottumukkala, hat sensible interne Dokumente zu ChatGPT hochgeladen. Eigentlich ist in der Behörde die Nutzung des Chatbots verboten, Gottumukkala hatte für sich eine Ausnahme erwirkt.
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Die Smartphone-App Mobile Fortify identifiziert Menschen anhand ihrer Gesichter oder Fingerabdrücke. Die US-Heimatschutzbehörde hat sie schon über 100.000 Mal eingesetzt, um illegale Einwanderer*innen aufzuspüren.
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Meta blockiert auf seinen Diensten Instagram, Facebook und Threads das Posten von Links zu ICE List, angeblich aus Datenschutzgründen. Das Projekt dokumentiert, wo die ICE-Abschiebebehörde unterwegs ist.
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In den USA verklagen hunderte Menschen Social-Media-Unternehmen, weil deren Produkte angeblich süchtig machen. Die Firmen versuchen Präzedenzfälle zu vermeiden. Gerade hat TikTok eine Klage mittels Vergleich abgewehrt.
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Am Wochenende hat Apple-Chef Tim Cook noch mit Donald Trump im Weißen Haus gefeiert, trotz der Tötung des Krankenpflegers Alex Pretti durch DHS-Truppen. Jetzt rudern Cook, Open AI-Chef Sam Altman und andere zurück. Nötig sei eine „Deeskalation“.
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Elon Musk macht immer wieder Versprechen, die er nicht halten kann, und Zukunftsvorhersagen, die nicht zutreffen. Jetzt haben Menschen angefangen, damit Geld zu verdienen, indem sie gegen Musk wetten.
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Laut Expert*innen müssen TikTok-Nutzende fürchten, dass die MAGA-Bewegung ihren neugewonnenen Einfluss auf die Plattform nutzen wird. Wenn sie das nicht bereits tut.
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Der Cloud-Anbieter, der in den Niederlanden für die digitale Identität verantwortlich ist, soll an einen US-Konzern verkauft werden. Die Sorge wächst, dass die US-Regierung dann "per Knopfdruck kurz mal unsere Regierung ausschalten" könnte.
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Die neue Einstufung von WhatsApp als "sehr große Plattform" in der EU ist vor allem für öffentliche Kanäle relevant. Maßnahmen zur Risiko-Minderung könnten etwa Kanäle mit menschenverachtendem oder gesundheitsgefährdendem Inhalt betreffen, so heise online.
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Ticker vom 27.01.2026
Kurz nach der Übernahme des US-Geschäfts von TikTok durch ein Trump-nahes Konsortium konnten einige Nutzer*innen Nachrichten mit dem Begriff "Epstein" nicht zuverlässig versenden. TikTok selbst untersuche das Phänomen.
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Durch KI-Chatbots befeuerte Psychosen und andere psychische Probleme scheinen sich nicht auf wenige Einzelfälle zu beschränken. Die NYT hat mit Dutzenden Psycholog:innen gesprochen, die den Scherbenhaufen aufzukehren versuchen.
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Die Bürgerinitiative „Stop Destroying Videogames“ hat 1.294.188 Unterschriften bei der EU eingereicht. Hersteller sollen alte Spiele nicht aus dem Verkehr ziehen dürfen. Nun muss die Kommission antworten.